Bali Teil 1: Surfen, Essen und Yoga in Canggu

Bali Teil 1
– Surfen, Essen und Yoga in Canggu – 

Bali, der bekannteste Fleck Indonesiens, das „Mallorca“ der Australier, Surfer-Paradies, Yoga-Himmel und Instagram-Traum. Zum Abschluss unserer Zeit in Asien gönnten wir uns 10 Tage auf dieser Insel und wären am liebsten dort geblieben. 

Bali bereisen: wohin und wie?
Doch zu Beginn stand erstmal die große Frage: wohin auf Bali und vor allem wie? 

Das ist nämlich gar nicht so einfach wie man denkt. 

Kuta, der Ballermann Indonesiens, klang für uns nicht so verlockend. Auch Seminyak, die Schicki-Micki-Ecke von Bali zog uns nicht gerade an. Canggu, das Surferdörfchen, klang dafür nach einem guten Mittelding und so war der Startpunkt der Reise gefunden. 
Doch auch die Südhalbinsel Bukit, die Gegend rund um Uluwatu, die Natur und Tempel im Landesinnern und natürlich Ubud wollten wir unbedingt sehen. Große Entfernungen sind das alles nicht, aber für Tagestouren von der Küste aus war es uns trotzdem zu weit, denn Balis Verkehr ist übel. Mit dem Auto dauert selbst eine kurze Strecke von 20 Kilometern schnell mal 2 Stunden. Ein Roller ist da die perfekte Lösung, doch mit großen Rucksäcken ist auch das eher problematisch.

Unsere Lösung: wechselnde Basislager und Tagestouren mit dem Roller
Wir entschieden uns für ein Mittelding: Nach 2 Tagen in Canggu fuhren wir per Taxi nach Ubud (es dauerte über 3 Stunden!) und mieteten uns dort einen Roller, mit dem wir einige Tage die Umgebung erkundeten. Dann ging es per Taxi zurück nach Canggu, wo wir unsere großen Rucksäcke in der Unterkunft ließen und mit einem anderen Roller für 2 Tage in den Süden fuhren. Am Schluss war dann nochmal Canggu dran und dort endete auch unsere Reise. 

 

Vom Flughafen nach Canggu
Nachdem wir auf dem spektakulären Flughafen direkt am Strand gelandet waren, suchten wir uns ein Taxi nach Canggu. Wir hatten schon davon gelesen, dass die Taxen am Flughafen besonders teuer sind, da sie hohe Gebühren zahlen müssen um auf das Flughafengelände zu kommen. Wir machten uns deshalb bestimmten Schrittes auf in Richtung Straße und wehrten dabei zahlreiche Indonesier, die uns in ihre Autos locken wollten, ab wie ein Footballspieler auf dem Weg zum Touchdown. Wir schafften es nicht ganz bis zur Endzone (nein, wir wurden nicht getackelt), denn kurz vor der Straße ließen wir uns dann doch breitschlagen und wurden letztendlich in einem Auto, das ganz offensichtlich kein Taxi war (unser Fahrer bezeichnete den Kilometerzähler als Taximeter…) uns aber dennoch zum üblichen Preis nach Canggu brachte. 

Das kleine Dorf Canggu liegt nördlich von Seminyak und ist für seine anfängerfreundlichen Surfbedingungen bekannt. Es ist wohl noch nicht so überlaufen wie Kuta, aber natürlich ist dort trotzdem viel los – allen voran die Australier, die hier zu einem Bruchteil ihrer gewohnten Kosten Wellen und Lifestyle genießen. Viel zu sehen gibt es zugegebenermaßen nicht, aber es ist ein nettes Fleckchen mit vielen kleinen (gar nicht mal so günstigen) Lädchen zum Stöbern, Restaurants mit leckerem gesunden Essen und bezahlbaren Unterkünfte. 

 

 

Tempel am Meer: Tanah Lot zum Sonnenuntergang
Ein Sightseeing-Highlight gibt es aber doch: den Tempel Tanah Lot, der gute 10 Kilometer von Canggu entfernt direkt am Meer liegt. Mit dem Roller ist es eine schöne Fahrt entlang der Reisfelder und man sollte sich einen Besuch vor allem zum Sonnenuntergang nicht entgehen lassen. Natürlich ist man dort in zahlreicher Gesellschaft, aber das Tempelgelände ist sehr weitläufig und ein Spaziergang entlang der Steilklippe und hinab zum Strand, wo die Wellen die Felsen überspülen, ist wunderschön. Zur Dämmerung beobachtetet wir, wie ein großer Fledermausschwarm aus einer Höhle herausflatterte und am bunten Abendhimmel herumschwirrte. 

 

 

Bettentest auf Bali: Unterkünfte in Canggu
Irgendwie hat es sich ergeben, dass wir in drei verschieden Unterkünften waren.

Das „D’Canggu Beach Residence“ war ein totaler Reinfall und ich habe nicht einmal Bilder gemacht. Der „Pool“ war ein Wasserbecken in einem Innenhof, der aufgrund einer riesigen Mauer zwar keine Sonne, dafür ganz viel Dreck abbekam (ganz offenkundig fühlte sich aber auch niemand dazu berufen, den Dreck zu beseitigen…). Vor allem aber wurde dort gerade ein Anbau errichtet und ab 7 Uhr morgens war Hämmern und Sägen angesagt. Nicht schön. 

Wir wechselten also die Unterkunft und marschierten zum „Lemon Guest House“, das uns mit seinem schönen Garten und sonnigen Pool wesentlich besser gefiel. Die Regendusche mit Kieselsteinboden war übrigens der Knaller. Der Strand und die Restaurants waren von dort aus noch gut zu Fuß zu erreichen und trotzdem ist es ruhig an einem kleinen Feld gelegen. Frühstück gab’s dort zwar nicht, aber dafür Gutscheine für ein benachbartes Café. 

 

Am Ende der Reise suchten wir uns dann aber doch nochmal eine andere Unterkunft. Das „Kampung Canggu“ war zwar relativ weit weg vom Strand, aber mit Roller war es kein Problem. Dafür lag es direkt an den Reisfeldern und vom Bett und den privaten Terrassen hatte man einen schönen Blick auf den Pool und die dahinter beginnenden, saftig grünen Felder. Im (übrigens sehr schönen) Schlafsaal konnten wir während unseres 2 Tages-Ausflugs nach Uluwatu, unsere großen Rucksäcke im verschließbaren Schrank lassen und den Roller für den Ausflug mieteten wir direkt über die Unterkunft. 

 

 

Ab ans Meer: Strände in Canggu
Traumstrände gibt es in Canggu nicht gerade. Der Sand ist eher dunkel und grobkörnig und Palmen sucht man auch vergeblich. Aber man kommt auch nicht nach Canggu um das Paradies im Sand zu finden – denn es wartet im Wasser!

Batu Bolong ist der Hauptstrand von Canggu und ein Paradies für Surfer bzw. die, die es werden möchten. Am Strand gibt es einen Board-Verleih und für 3 Euro kann man sich 2 Stunden in die Wellen stürzen. Gratis dazu gibt’s ein Surfshirt, Sonnencreme und ein kühles Wasser bei Rückkehr. Für Tasche und Klamotten bekommt jeder einen Korb und dann geht es los. 
Im Boden tummeln sich leider Korallen, was das Rein- und Rauskommen nicht gerade angenehm macht, aber liegt man erstmal auf dem Brett ist das schnell vergessen. Für mich war es mein persönliches Surf-Highlight, denn irgendwie war mittlerweile der Knoten geplatzt und ich hüpfte nunmehr aufs Board ohne Nachzudenken, stand ohne Probleme und fuhr mit langen Wellen in schönen Kurven Richtung Strand. Ein Traum und das beim Sonnenuntergang… 

 

Am Berawa Beach ist ein bisschen weniger los, sowohl auf dem Sand also auch im Wasser. Dafür gibt es hier ein paar Beachbars – von teuer und schick bis einfach und gemütlich. Wir landeten in einem bunten Sitzsack bei frischer Kokusnuss, Wellenrauschen und Sand zwischen den Zehen.

 

 

Ommmmmm: Yoga auf Bali
Ich muss gestehen, vor Asien konnte ich mit Yoga nichts anfangen. Doch in Bangkok habe ich es ausprobiert und gemerkt wie entspannend und beruhigend es sein kann. Auf Bali wird Yoga zelebriert als sei es eine Religion und überall schießen Yoga-Studios aus der Erde. Das macht Lust und inspiriert – also gönnte ich mir am Tag unserer Abreise eine Yoga-Einheit im schönen Studio „Samadi Bali“. Auf einem alten, knarzenden Naturholzboden dehnten und verrenkten wir uns, während man durch die halbgeöffneten bodentiefen Fenster hinaus ins Grüne blickten. Bei einem leckeren Detox-Smothie im schönen Innenhof war ich gewappnet für eine lange Rückreise-Odysse nach Deutschland (das ist eine andere Geschichte…) und inspiriert für zu Hause, wo ich mir eine eigene kleine Yoga-Ecke eingerichtet habe.

 

 

Iss dich gesund auf Bali: Restaurants in Canggu
Apropos Detox: Auf Bali – und ganz besonders in Canggu – läuft alles unter #healthyfood, #foodporn und #detox. Viele der Restaurants lassen Instagram-Herzen höher schlagen, denn alles ist super fotogen und strahlt eine gesunde Ruhe und Entspanntheit aus. Quinoa, Säfte, „Superfood“… und alles in schönen Holzschalen. Ich gebe es zu, das steckt an und macht Lust. Und nach vielen Wochen mit Streetfood und Bier in Thailand, tat das richtig gut. 

Im „Montagu“ sitzt man sowohl drinnen als auch draußen schön und kann sich leckere Salate und tolles Frühstück schmecken lassen.

 

Im „Ithaka“ gibt’s nicht nur die schönsten Schalen, sondern auch leckere Suppen, Salate und dazu Tee aus ausgefallenen Kannen bei einer gemütlichen Atmosphäre.

 

Das „Beachgarden – Intherawbali“ gewinnt den Preis in der Kategorie „Schönstes Brot“ und lecker war es noch dazu!

Das „Betelnut Café“ ist nicht ohne Grund berühmt und Abends muss man mitunter eine Weile anstehen. Aber dafür sitzt man im oberen Stockwerk ein bisschen wie in einem Baumhaus, die Karte macht Appetit und wer es mal nicht gesund möchte, wird sich mit Freude durch die breite Kuchenauswahl futtern. 

Von meiner Freundin Jenny, die vor einem Jahr in Seminyak war, bekam ich noch den Befehl, ich solle unbedingt im „Nook“ essen. Gesagt, getan, auf dem Rückweg von Uluwatu nach Canggu machten wir dort Halt und gönnten uns fabelhafte Sandwiches und Burger auf der hübschen Terrasse mit Blick auf die Reisfelder.

 

Tja und das war es auch schon zu Canggu. Doch seid gespannt, was wir sonst noch so auf Bali entdeckt haben. Freut euch auf Reisfelder, Wasserfälle, Vulkane und einen einsamen Strand…

 

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