Auf nach Frankreich
– Meine erste Tour mit Tommy –

Heute ging es endlich los. 
Nach 2 Wochenenden Akkord-Arbeit um Tommy fertig zu bekommen, war es nun endlich so weit: 
Der Plan: 1 Woche Roadtrip und Surfen in Frankreich. Erstmal Richtung Bordeaux und dann die Atlantikküste entlang gen Süden… wo es mich dann auch immer hin verschlägt. 

 

Um 7 Uhr Morgens ging es los. Müde aber voller Energie. Das lief dann auch alles erstmal gut. Selbst an der Grenze gab es (wider Erwarten) keine Probleme und auch das Wetter spielte mit. Noch. Ich freute mich daher schon darauf, am Nachmittag am Puy de Dôme zu sein, wo ich die erste Nacht verbringen wollte. (Das Foto der unter- und aufgehenden Sonne über den Vulkanen hatte ich quasi schon Kopf.)

Man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass ich mich (entgegen diverser Ratschläge) nicht von meinem Plan abbringen lassen wollte, KEINE MAUT zu zahlen. In der Theorie war das auch absolut sinnvoll. Mein treuer Freund Googlemaps versprach eine zeitliche Abweichung von lediglich 1,5 Stunden (ob 8 oder 9,5 macht den Braten ja nicht fett…) und immerhin sparte ich so fast 100 km. 

Die praktische Umsetzung hörte allerdings weniger auf Googlemaps. Gefühlt ist Frankreichs Inland eine durchgehende Baustelle. Dies ist vielleicht auf lange Sicht gesehen auch sinnvoll, denn die Straßen waren abenteuerlich (und das wollte ich ja…). Als es dann nach meinem bitter notwendigen Mittagsschlaf an einer Raststätte anfing zu regnen, wurde aus den Kraterlandschaften (nein ich rede nicht von den Vulkanen zu denen ich eigentlich wollte) wahre Stauseen. 

Man sollte meinen, dieser Umstand würde gewisse Auswirkungen auf den Fahrstil der Verkehrsteilnehmer haben. Nicht hier. Ein Franzose lässt sich offenbar weder vom Gesetzgeber, noch vom Wettergott vorschreiben, wie er zu fahren hat. Da wird von allen Seiten überholt – bei einem Sicherheitsabstand, der es dem Hintermann ermöglicht, die Anzahl der Kästchen meines Vorhangstoffes zu zählen.
Aber es ist ja nichts passiert … (falls jemand vorbei gefahren ist: ich war der verschreckte Fahrer, der mit 40 km/h auf dem Standstreifen getuckert ist… 

Ein weiterer Fun-Fact ist die Anzahl der Möglichkeiten, mal kurz rechts ran zu fahren. WENN es eine solche gibt, sind diese zwar mit Bänken und Bäumen ausgestattet. WCs kann frau lange suchen. Grundsätzlich ja kein Problem – bin ja auf einem Campingtrip… Aber ein Busch wäre irgendwie schon nett…

Nunja. Es lässt sich erahnen, dass es nicht mehr viel spannender wird für heute. Das Ende vom Lied war, dass ich um 7 Uhr so gerädert von fast 12 Stunden Fahrt war, das Wetter einen Blick vom oder auf den Puy de Dôme jedenfalls nicht zugelassen hätte, so dass ich kurzerhand spontan auf einen Campingplatz abbog. Bei dem Wetter einen schönen Spot zu suchen ist irgendwie sinnfrei… 

Dennoch: nach einer Portion Nudeln mit Pesto, die schnell unter der Regenplane gekocht wurde, ist die Laune besser und die Vorfreude auf die erste Nacht im Van und den morgigen Tag enorm. 

Morgen geht’s nach Bordeaux und am Nachmittag nach Lacanau und dann ab in die Wellen!

Wie es weiterging…

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