Asien

5 Monate – 7 Länder

Im Jahr 2017 verband ich das Schöne mit dem Notwendigen: eine Station meines Referendariats an der Botschaft in Bangkok!

3 Monate arbeiten in Thailands Hauptstadt und 2 Monate reisen durch Asien. Unzählige Erlebnisse, zahlreiche Tipps und unvergessliche Abenteuer

Vorbereitungen Südostasien: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. (Murphys Gesetz)

Wow! Als wir im Herbst 2016 die Zusagen für unsere Station in Bangkok erhielten, flippte ich natürlich erstmal komplett aus. Leben in einer asiatischen Metropole und knapp 2 Monate Backpacking durch Südostasien. Und das auch noch mit meinem liebsten Reisebegleiter – ein Sechser im Lotto. Die folgenden Wochen verschlang ich tonnenweise Reiseführer, schrieb unzählige To-Do-Listen und machte wichtige Erledigungen. Stück für Stück wurden Dinge wie Visa und Impfungen abgehakt und eine Untermieterin für meine Wohnung war auch schnell gefunden. Die Reiseroute fügte sich so langsam und Verbindungsflüge zwischen den einzelnen Ländern wurden gebucht.

Doch Murphy sollte zunächst Recht behalten und so legte uns der gute Mann noch den ein oder anderen Stein in den Weg. Von Notaufnahme und OP drei Wochen vor Abflug, bis hin zu einem Leck im Autodach bei strömenden Regen war alles dabei. Zu allem Überfluss überlegte sich mein Laptop dann spontan, dass er lieber nicht nach Asien mitmöchte und zerbrach. So kaufte ich dann also drei Tage vor Abflug noch mal eben ein neues Notebook aus der Reisekasse. Adieu Ballonfahrt in Bagan. Aber irgendwie bekamen wir dann doch noch alles gewuppt und konnten am letzten Abend vor Abflug entspannt die letzten Haken an unsere To-Do-Liste setzen. Doch nun sollte das Chaos erst richtig losgehen.

Anreise Südostasien: Flugverbindungen und Gepäckprobleme

Unser Plan: Flug nach Bangkok und noch am gleichen Tag entspannt weiter über Chiang Mai nach Mandalay. Mit sechs Stunden Zeitpuffer zwischen Ankunft und Abflug alles kein Problem. Leider strich die asiatische Airline aber am Tag vor unserer Abreise den Zubringer nach Chiang Mai und der einzig verfügbare Ersatz war ein Direktflug von Bangkok nach Mandalay exakt 1,5 Stunden nach Ankunft in Bangkok. Wir setzten alles auf eine Karte und hofften, dass wir unser Gepäck am Hamburger Flughafen durchchecken könnten – dann könnte es klappen.

Euphorisch, aufgedreht und noch voller Optimismus stehen wir am Tag unserer Abreise vor dem Check-In-Schalter in Hamburg und sehen unsere Felle dahin schwimmen. Durchchecken? Keine Chance. Egal – Kopf nicht hängen lassen und improvisieren. Vielleicht finden wir ja in Bangkok eine Möglichkeit im Transit-Bereich unser Gepäck weiterchecken zu lassen. Und wenn das nicht klappt, dann heißt es eben Rennen zum Gepäckband, Rennen zur Visakontrolle, Rennen zum Check-In, Rennen durch die Sicherheitskontrolle, Rennen zum Gate. In unter 90 Minuten. Kein Problem. In dem Wissen, dass unsere Chancen denkbar schlecht stehen, treten wir unsere Reise voller Freude an. Und endlich spielt das Glück dann auch wieder mit: Wir hatten uns auf den Fenster- und Gang-Platz eingecheckt und niemand hatte sich auf den mittleren Sitz gebucht. Wie die Könige der Eco, mit fast so viel Luxus wie in der Business-Class, reisen wir entspannt nach Asien. 

Tschüss deutsche Service-Wüste, hallo Asien: wir machen’s möglich

10,5 Stunden später landen wir in Bangkok – wir stehen in den Startlöchern. Kaum erreicht das Flugzeug seine Parkposition, sprinten wir los unter den missgünstigen Blicken der Stewardessen und Mitreisenden und schaffen immerhin die Hälfte des Weges, bis sich die undurchdringbare Menschenmasse im Gang bildet. In Zeitlupe schieben wir uns zum Ausgang und scharren mit den Hufen. Wie das jamaikanische Staffel-Team spurten wir durch die Gänge des Flughafens in Bangkok zum Transfer-Schalter unserer Airline.

Die beiden freundlichen Damen sehen uns schon angedüst kommen und lassen alles stehen und liegen. Japsend erklären wir unser Problem und anstatt des erwarteten „Sorry, that’s not possible“, nicken die beiden nur und legen los. Da werden in Windeseile Dokumente ausgefüllt, Anrufe getätigt und Funksprüche ins Walky-Talky gerufen. Mein Puls hat sich noch nichtmal normalisiert, da sind die beiden auch schon fertig mit ihrer Mission. Ergebnis: sie können nicht hundertprozentig garantieren, dass das Gepack mit uns eintreffen wird, aber sonst würde es am nächsten Tag in unser Hotel in Mandalay gebracht werden. Keine drei Stunden später stehen wir am Gepäckand in Mandalay und fallen vom Glauben an Murphy’s Gesetz ab: Unsere Rucksäcke sind tatsächlich angekommen.

Reiseberichte aus Asien

Asien: 5 Monate, 7 Länder Asien

Backpacking Südostasien

Die Route

Asien: 5 Monate, 7 Länder Asien

Myanmar

Das Land der Pagoden

Asien: 5 Monate, 7 Länder Asien

Vietnam

Das Land des Essens

Asien: 5 Monate, 7 Länder Asien

Kambodscha

Das Land der Gegensätze

Asien: 5 Monate, 7 Länder Asien

Thailand

Das Land des Lächelns

Asien: 5 Monate, 7 Länder Asien

Indonesien

Das Land der Inseln

Asien: 5 Monate, 7 Länder Asien

Singapur 

Asien light: Lightshows, Rooftops und Kunst

Asien: 5 Monate, 7 Länder Asien

Hongkong

Wolkenkratzer, Natur und Strand

Teil es mit der Welt