Australien Reisetipps

Marie zeigt die Highlights aus ihrer High School Zeit

Australien Reisetipps

Marie war im Jahr 2015 für einen Auslandsaufenthalt in Australien. Im ersten Teil erzählt sie von ihrer Ankunft, der High School und ihrem Alltag in, Caloundra einer kleinen Stadt in der Nähe von Brisbane. In diesem Teil zeigt sie ihre schönsten Australien Reisetipps für die nördliche Ostküste.

Da es in Australien ja viele Austauschschüler gibt, gibt es dementsprechend auch viele Organisationen, die in den Ferien Reisen für die Internationals anbieten. Auch während der Schulzeit und an Wochenenden fanden Ausflüge für uns statt.

Reisetipps Australien

Nördliche Ostküste: Rinderfarm und weiße Traumstrände

In den Frühlingsferien (also im deutschen Herbst) habe ich eine Reise von Brisbane bis zum nördlichen Cairns gemacht. Einer unserer ersten Stopps war „The Old Station“ in Raglan, Gladstone. Hier können zwar nur Busgruppen übernachten oder Mitglieder größerer Veranstaltungen, aber der Ort ist sehr interessant, vor allem, weil er auch eher abseits vom Touristenstrom liegt.

Die Station wurde im Jahr 1869 von Einwanderern aufgekauft und ist nun eine Rinderfarm, die noch immer betrieben wird. Vom Hügel neben dem Hauptgebäude kann man sehr gut den Sonnenuntergang sowie -aufgang beobachten. Auch Kängurus kann man hier entdecken.

An der Küste weiter im Norden befindet sich Airlie Beach. Von hier aus können wirklich empfehlenswerte Touren zu den Whitsundays gebucht werden. Der bekannte Whitehaven Beach gehört auch dazu – einer der weißesten Strände der Welt mit wunderschönem türkisen Wasser.

Die Whitsundays bestehen aus mehreren dunkelgrün bewaldeten Inseln, die überall aus sehr schön anzusehen sind. Da hier schon das Great Barrier Reef beginnt, ist Schnorcheln ein absolutes Muss!

Tauchen im Great Barrier Reef

Von Cairns (oder kleineren Orten in der Nähe) können dann auch richtige Tauchtouren unternommen werden. Dafür muss man nicht unbedingt einen Tauchschein haben, mit dem richtigen Gruppenleiter kann jeder tauchen gehen. Leider ist das Great Barrier Reef extrem überlaufen und unter anderem deshalb am Sterben.

Täglich fahren hunderte Schiffe mit je mehreren hundert Touristen zum Outer Barrier Reef und laden dort alle gleichzeitig im Wasser ab. Viele sind sich der Natur und ihrer eigenen Auswirkungen auf sie nicht bewusst und brechen daher Korallen ab, um sie als andenken mitzunehmen oder setzen sich auf das Riff, um sich auszuruhen. Das tötet die Korallen allerdings, dadurch stirbt das Riff und so verschwindet nach und nach ein sehr wichtiger Lebensraum für viele Meeresbewohner! Natürlich trägt auch der Klimawandel erheblich dazu bei.

Die bunten Korallen und Fische sind wirklich schön anzusehen, aber viele Korallen sind eben auch nicht mehr bunt, sondern grau. Und dasselbe Riff kann man auch in kleineren Gruppen beim Schnorcheln erkunden, ohne eine Tour auf einem riesigen Schiff buchen zu müssen. Das würde ich allen empfehlen, die die Schönheit dieses Naturspektakels tatsächlich genießen und es gleichzeitig ein wenig schützen möchten!

Im Norden: Tablelands mit Wasserfällen

Noch nördlicher und weiter im Inland liegen die Atherton Tablelands. Der Ort Atherton selber ist nur sehr klein und auch nicht sehr spannend, aber die Natur um den Ort herum – die Tablelands – sind wirklich wunderschön.

Die Millaa Millaa Falls zum Beispiel sind ein 20-Meter hoher Wasserfall, der sich im Regenwald befindet. Zwischen grünen Bäumen, Lianen und Palmen entsteht durch sie ein kleiner See, der zwar kalt ist, aber in dem man auch baden kann. Wer also mal unter einem Wasserfall duschen möchte, ist hier genau richtig!

Wer lieber rutschen statt duschen möchte, kann die Josephine Falls besuchen. Diese Fälle sind nicht ganz so steil, sondern eher wie eine Wasserrutsche aufgebaut. Die rundgewaschenen Felsen eignen sich hervorragend für eine spaßige Rutschpartie in die kleinen Seen.

Etwas entspannter ist ein Besuch beim Lake Eacham, einem vulkanischen See in der Gegend. Einige Bäume stehen hier so schräg über dem Wasser, dass daraus Sprungtürme improvisiert werden können, wenn es nicht nur beim Baden und Entspannen bleiben soll.

Als letztes haben wir in den Tablelands den Curtain Fig Tree angesehen. Einen Baum zu besuchen klingt erstmal nicht so spannend, dieser spezielle ist aber ein sehr interessanter Anblick! Der denkmalgeschützte Baum hat kaum mehr einen eigenen Stamm, denn dieser wurde nach und nach von Würgefeigenbäumen getötet, die es nun aussehen lassen, als habe der Baum endlos viele kleine Stämme. Tatsächlich kann er sich so nun schneller entwickeln, als andere Pflanzen in seiner Umgebung.

Sunshine Coast: Fraser Island und Rainbow Beach

Für einen Tag waren wir auf der berühmten Fraser Island. Diese ist doppelt so groß wie Rügen und die größte Sandinsel der Welt. Dort gibt es etwa 200 Seen mit sehr klarem Süßwasser. Wir waren nur am Lake McKenzie, dieser ist allerdings sehr empfehlenswert, wenn man sich schon mal auf Fraser Island befindet! (Dadurch natürlich auch eher touristisch, wie jedoch vieles in Australien.)

Über Holzstege durch den Regenwald gelangt man zu Fuß zu dem türkisblauen See, der mit seinem weißen Sandstrand Karibik-Anmutung hat. Wer hier baden geht, sollte übrigens auf Sonnencreme oder ähnliches verzichten, damit das Wasser genauso sauber bleibt, wie es ist!

Auf dem Weg von Brisbane zur nördlicher gelegenen Fraser Island liegt der Rainbow Beach. Der Sand ist hier so mineralvoll, dass er mehrere Rot-, Orange- und Gelbtöne hat. Der Strand kann mit Autos befahren werden, auf dem Weg nach Norden liegt also links die rotbunte Steilküste mit Regenwald und rechts der pazifische Ozean. Mit ein wenig Glück kann man hier während der Fahrt oder natürlich bei einer Pause Wale und Delfine draußen im Meer entdecken.

Whale Watching: Buckelwale vor der Sunshine Coast

Mit einigen Internationals war ich außerdem in Mooloolaba, mit dem Auto 20 Minuten weiter nördlich von Caloundra. Von dort ging es morgens mit einem Boot aufs Meer – zum Whale Watching. Und tatsächlich wurde es sogar für die Guides ein tolles Erlebnis, denn es tauchte nicht nur bald ein großer Buckelwal auf (diese werden 12 bis 16 Meter groß!), sondern auch das dazugehörige Kalb!

Ziemlich lange schwammen sie neben dem Boot her und grüßten uns mit Fontänen und spektakulären Flossenschlägen beim Abtauchen. Danach bekamen wir noch mehr Wale zu Gesicht, doch die beiden ersten waren definitiv Highlight des Tages!

Hinterland der Sunshine Coast: Berge und Wasserfälle

Im Hinterland Caloundras – der Stadt, in der ich meine fünf Monate verbracht habe – befinden sich die Glass House Mountains. Das sind insgesamt zwölf vulkanische Berge, die die einzigen Erhebungen in dem sonst extrem flachen Land sind. Von den Bergen aus hat man deshalb tolle Blicke über die Küste auf das Meer. Besonders beliebt sind die Aufstiege zum Sonnenuntergang oder auch -aufgang.

In der Nähe von Caloundra befinden sich außerdem die Buderim Falls. Ähnlich wie bei den Millaa Millaa Falls kann man auch hier im Wasserfall baden gehen. Die Buderim Falls sind außerdem viel kleiner und deshalb auch als Dusche angenehmer. Man kann auch auf den Felsen oberhalb des Wasserfalls klettern.

Auch die Gardners Falls in Maleny sind von Caloundra aus nicht weit. Hier geht es aber vor allem um das Wasserloch unterhalb der Wasserfälle. An den Bäumen am Ufer hängen Lianen und Schaukeln, an denen man sich ins Wasser schwingen kann. An einer Seite ist das Ufer ziemlich steil und hoch, Adrenalinjunkies können hier also Klippenspringen veranstalten.

Die Küstenstadt Noosa ist ebenfalls einen Ausflug wert. Die kleine Einkaufsstraße bietet alles, was das Herz begehrt und auch der Strand ist sehr beliebt. Im Nationalpark Noosa leben einige wilde Tiere wie Koalas und Ameisenigel und die natürlichen Fairy Pools in den Felsen direkt an der Küste sind ein schöner Ort zum Baden.

Noch mehr Tipps zum nahen Brisbane und der Umgebung findest du in dieser Reise durch Australien mit dem Wohnmobil

Sydney

Auf einer Reise durch Australien darf auch Sydney natürlich auf keinen Fall fehlen. Was hier auf der Liste stehen muss, ist ja eigentlich allgemein bekannt: Die Opera, die Harbour Bridge (die man übrigens auch erklimmen kann) und der Bondi Beach.

Empfehlenswert ist zudem der Mrs Macquarie’s Chair, von dem aus man einen tollen Blick auf das Opernhaus sowie die Harbour Bridge im Hintergrund hat. Und bei Dover Heights gibt es Schaukeln (“Dover Heights Swing”), die auf einem Foto aussehen, als würden sie direkt über der Skyline Sydneys schwingen. Toll ist außerdem der Luna Park, ein Freizeitpark direkt bei der Harbour Bridge.