White Sand Beach und Padang Pai
– Weißer Sand und alte Fischerboote – 

Nach unseren Ausflügen rund um Ubud und in den Norden zu Vulkansee und Wasserfall, zog es uns mal wieder ans Meer. Doch anstatt zurück an die belebte Westküste zu fahren, schwangen wir uns erneut auf den Roller und düsten gen Osten. Ziel: der White Sand Beach. 

 

Teatime im Dschungel-Baumhaus
Unterwegs sorgte die Kaffeesucht und (ja, ihr dürft Lachen) auch mal wieder mein navigatorisches Talent im Sinne von “Oh, wir hätten vor 5 Kilometern abbiegen müssen” für einen besonderen Zwischenstopp. Versteckt an einer winzigen Landstraße entdeckten wir die kleine Kopi Luwak Farm “Taru Agro. Zwar wartete hier kein atemberaubender Blick auf Reisterrassen wie im Bali Pulina” dafür aber ein gemütliches Baumhaus mitten im Dschungel. Auf eine erneute Führung verzichteten wir, doch den vielen verschiedenen bunten Tee- und Kaffee-Proben konnten wir nicht widerstehen und schlürften um die Wette. 

 

White Sand Beach
Wenig später erreicht man dann, mit ein bisschen Aufmerksamkeit des Navigators, ein verstecktes Hinweisschild zum “White Sand Beach”. Den Roller ließen wir an der Straße stehen und marschierten ca. 15 Minuten durchs Gestrüpp, durch das bereits türkisblaues Meer hindurch schimmerte. Angekommen an der kleinen Bucht, brauchen die Augen ein paar Sekunden um sich an das gleißende Licht zu gewöhnen. Denn der Strand wird seinem Namen gerecht: der Sand ist wirklich schneeweiß. Einzig ein paar feine schwarze Linien Vulkangestein durchziehen die glitzernde Oberfläche.

Am Rand der Bucht hat sich sogar eine Art natürlicher Whirlpool aus schwarzem Gestein gebildet, in dem man so lange entspannt sitzen kann, bis die nächste Welle hereingeschwappt kommt. Denn der Ozean hat hier – auch wenn die Ostküste wohl kein Surfbedingungen bietet – ganz schön viel Kraft. Wen es da unverhofft von hinten trifft, der kann mitunter ein paar DNA-Partikeln Lebewohl sagen, die dann schnell mal am scharfkantigen Pool-Gestein zurückbleiben. 

Zurückgeblieben sind übrigens auch ein paar Indonesische Rupiah, denn der White Sand Beach ist natürlich kein Geheimtipp mehr. Einige Strandbars bieten Essen frisch vom Grill und Sonnenliegen, alles zahlbar beim Balinesen mit Rastafari-Friese. Trotzdem ist es alles andere als überlaufen dort – die meisten bleiben dann wohl doch auf der anderen Seite Balis. Und mal ehrlich, wen stören ein paar weitere Sonnenanbeter, während der Sand weiß glitzert und das Meer knallblau entgegen rollt…

 

Padang Bai
Irgendwann hatten wir uns an dem Postkartenmotiv dann aber doch satt gesehen und fuhren mit dem Roller zum benachbarten Ort Padang Bai. Das alte Fischerdörfchen erwartete uns mit süßen Holzbooten am Strand und ein paar einladene kleinen Restaurants und Warungs. Ich kann gar nicht mehr sagen, was wir dort eigentlich gegessen haben und ob es geschmeckt hat. Aber ich nehme mal an, im Zweifel hätte die pittoreske Kulisse für einiges entschädigt. 

 

Man hätte an der Ostküste sicherlich noch einiges mehr erleben und entdecken können und nur schweren Herzens fuhren wir schon am Nachmittag zurück Richtung Ubud um ganz früh in unser Bett zu fallen. Denn mitten in der Nacht sollte es schon wieder los gehen. Es sollte anstrengend und schweißtreibend – doch zugleich auch eines der schönsten Erlebnisse unserer Reise werden…

(Fortsetzung folgt…)

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  1. […] einem schönen Ausflug an die Ostküste von Bali kehrten wir bereits am frühen Abend zurück nach Ubud, legten uns Wanderschuhe, dicke […]

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