Parks in Bangkok
– Wiesen, Seen und Kontraste –

Wenn man an Bangkok denkt, hat man schicke Wolkenkratzer, kastenförmige Wohntürme und natürlich prachtvolle Tempel vor Augen. Doch inzwischen der zahlreichen architektonischen Meisterwerke (und Sünden) finden sich nicht nur verstopfte Straßen, sondern tatsächlich auch ein paar hübsche Parks. 
Eine kleine Tour am Nachmittag führt euch gleich zu zwei von ihnen – und zu Einblicken in ein ganz anderes Bangkok…

 

Lumphini Park
Ein bisschen wie New Yorks Central Park, liegt der Lumphini Park mitten in Bangkoks Zentrum. Umgeben von schicken Hotels und zahlreichen Botschaften liegt die quadratische Grünanlage mit ihren kleinen Seen. Ein schöner Rundweg führt vorbei an Palmen, fotogenen Gebäuden wie einem Uhrenturm oder einem Pavillon. Für alle, die bei der allgegenwärtigen Luftfeuchtigkeit noch nicht ausreichend ins Schwitzen kommen, warten Open-Air-Fitness-Geräte, hübsche Laufrouten und sogar eine abendliche Yoga-Stunde in der Park-Mitte. Wer es lieber ruhig angeht, setzt sich für ein Brettspiel an eine der Sitzgruppen oder mit einer Decke ans Seeufer. Von dort kann man eine wunderschöne Aussicht auf Bangkoks Skyline genießen. Aber Vorsicht: im Lumphini Park leben Warane! Und zwar nicht gerade wenige. Die etwa einen Meter langen Echsen tun zwar im Grunde niemanden etwas – aber ärgern sollte man sie besser nicht… 

 

 

The Green Mile
Von Bangkok’s “Central Park” geht’s zu einem außergewöhnlichen Weg, der “Green Mile”. Der grüne Fahrrad- und Fußgänger-Weg verläuft in einigen Metern über den Straßen Bangkoks und verbindet den Lumphini Park mit dem Benjakitti Park. Der Weg startet an der nordöstlichen Ecke (das ist rechts oben…) und bietet erstmal einen typischen Bangkok Blick: hinab auf bunte Taxis und knatternde Roller, Stromleitungs-Wirrwarr und Bauwerke in allen Größen und Formen. Doch schnell ändert sich die Kulisse und statt vorbei an modernen Bauten, wandert man über den Dächern von einfachen Hütten, winzigen Gassen und ursprünglichen Marktständen. Noch ein Stückchen weiter beginnt ein Kanal, dessen Ufer von Stelzenhütten und wuchernden Pflanzen gesäumt ist. Als ich da so alleine entlang spazierte (denn der Weg steht mit Sicherheit nicht auf der typischen Touristen-Route) schoss mir kurz ein Foto in den Kopf, das einige Tage zuvor ein Botschafter getwittert hatte. Von einem Baum auf dem Botschaftsgelände (mitten in Bangkok) hing eine Python herab, die gerade einen ziemlich großen Waran verspeiste (ließ sich dabei aber offenbar viel Zeit, denn die Mahlzeit hing noch zur Hälfte aus dem Maul der Schlange… 

Es blieb zum Glück bei dem Gedanken an die Schlange und ich erreichte irgendwann, beeindruckt von dem völlig neuen Bild, das ich von meinem neuen Zuhause entdeckt hatte, das Ende der “Green Mile”

 

 

Benjakitti Park
Vom Ende der “Green Mile” ist es nur noch eine Ecke weiter zum Benjakitti Park. Wer nun eine weitere Grünfläche erwartete liegt falsch. Vor einer weiteren Hochhaus-Skyline liegt ein künstlicher See – ähnlich eines Leichtathletik-Platzes. Drum herum führt ein Fußgänger-Weg und eine Fahrradbahn. Die 15 km/h werden von den meisten Zweirädern nicht ganz so genau genommen – also Obacht beim Überqueren der Fahrbahn… 
Am Ufer auf dem hübschen Holzsteg unter Palmen ist man allerdings vor jeglichen Rennraser sicher und kann entspannt auf einer der Bänke lesen. 

 

Wer dann noch nicht genug hat, der kann seine Spaziergänge im großen Park beim Chatuchak Markt oder aber einem kleinen Park ohne Namen in der Gegend um Suan Plu (unserer “Hood”) fortsetzen. 

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