Streifzüge durch Bangkok Teil 4
– Bars, Clubs und verrückte Erlebnisse – 

Nachdem ich euch zuletzt Geschichten aus dem Rotlichviertel erzählt habe, ist vielleicht ein Drink angebracht…
Ich geb es besser direkt offen zu: ich bin weder die Disco-Queen, noch die Cosmopolitan-Dame und am meisten gefehlt hat mir in Bangkok eine ehrliche Eckkneipe. Doch natürlich habe ich mich trotzdem in den einen oder anderen Club mitziehen lassen, habe ein paar Gin Tonics über den Dächern Bangkok geschlürft und mich dem allgemeinen Amusement der Stadt hingegeben. 

 

Khao San Road
Am bekanntesten ist hierfür wohl die Khao San Road. Allerdings gibt es in Bangkok wohl auch kaum einen Fleck, der touristischer ist und wir haben die Gegend nur aus obligatorischen Gründen einmal besucht. Das Ergebnis ist eher ernüchternd. Es reiht sich Bar an Bar, Biertürme, die Musik der Läden vermischt sich zu einem undefinierbaren Klang und man begegnet eigentlich nur Menschen in Elefantenhosen und Tanktops – oder denen, die diese verkaufen. Fliegende Händler versuchen ihre gebratenen Skorpione (und sonstiges Krabbelgeviehchs) loszuwerden und sind dabei erstaunlich erfolgreich. Eine Straße weiter, in der Rambuttri Alley geht es etwas ruhiger zu. Hier wechseln sich mitunter hübsch illuminierte Cocktailbars mit Massageläden ab.

Am Anfang der Straße befindet sich übrigens ein legendärer Streetfood-Stand, der “Banglumpoo Thaifood’1974”. Das Essen war glaube ich sehr lecker, leider war ich auch nach drei Monaten immer noch nicht an die thailändische Version von “scharf” gewöhnt, so dass ich nach dem ersten Bissen nicht mehr viel geschmeckt habe (also Augen auf bei der Essenswahl).

Für eine Entdeckung lohnte sich unser Besuch dann aber doch: in einer kleinen Verbindungsstraße zwischen den beiden erwähnten Straßen befindet sich die “Raggae Bar Bangkok”. Eine schummrige kleine Bar in der Ecke der Soi, mit bunten Graffitis, sehr guter Musik und grandiosen Barkeepern. Einer der Jungs sah dem Ukulele-spielenden Hawaiianer Iz verblüffend ähnlich und sein Kompagnon setzte sich für einen Klönschnack zu uns. Hatte der Kerl doch tatsächlich vor Jahrzehnten in Deutschland studiert und sprach noch erstaunlich gut Deutsch. 

 

 

Sukhumvit Soi 11
Etwas abwechslungsreicher und weniger “Bier-Turm-mäßig” lässt sich ein Abend an der Sukhumvit 11 verbringen. Hier reihen sich Bars verschiedenster Stile, Rooftop-Bars und Clubs aneinander. Tanktops und Elefantenhosen sind eher weniger vertreten, dafür versammelt sich offenbar die Expat-Gemeinde hier. Ein Abend hier ist sicherlich nicht typisch thailändisch, aber es gibt ein paar wirklich nette Läden: 

Havana Social
Längst kein Geheimtipp mehr, aber nach wie vor einen Besuch wert ist die “Havana Social” -Bar. Als hätte Doctor Who einen ganz persönlich mit seiner T.A.R.D.I.S. abgeholt, gelangt man in die Speakeasy-Bar nur durch Eingabe eines Codes am Münztelefon. Der Effekt geht aufgrund des regen Besuchs leider etwas flöten, denn die Türsteher/Eintritt-kassierer (ca. 8 Euro am Wochenende) sagen einem natürlich den Code und es ist ohnehin ein Kommen und Gehen. Aber das tut dem Besuch keinen Abbruch, denn die Bar ist wirklich mit viel Liebe eingerichtet und entführt einen ins alte Kuba. Der Putz scheint zu bröckeln, die Wandmalereien sind scheinbar verblasst, Wäscheleinen hängen von der Decke und Hüte an der Garderobe. Die Kellner sind kostümiert mit Hosenträgern und während man sich durch diverse Rumsorten durchprobiert, lässt sich die passende Live-Musik stilecht genießen.

 

Rooftop-Bars an der Sukhumvit Soi 11
Unweit der Havana Social warten zwei nette Rooftop-Bars auf einen Besuch. Das “Nest” ist zwar nur im 8. Stockwerk, dafür sehr gemütlich mit vielen Pflanzen und schöner Beleuchtung. Zwischen den ganzen leuchtenden Hochhäuser sitzt man wie in einem verwunschenen Dachgarten und kann dort ganz gemütlich sein Bier genießen. 
Nur um die Ecke, dafür ein paar Stockwerke höher in der 33. Etage, liegt das “Above Eleven”. Eine chice Rooftopbar mit guter Cocktailkarte und einem schönen Blick auf Bangkok’s Skyline. Das Foto der Aussicht ist zugegebenermaßen miserabel, aber besser als nix und die Kamera blieb bei solchen Abenden dann doch lieber zu Hause… 

 

Restaurant-Tipp
Wer den ganzen Fusel nicht auf leerem Magen trinken möchte, sollte seinen Abend im “Cabbages and Condoms” starten. Der Name ist Programm, denn das Restaurant hat es sich wohl auf die Fahne geschrieben, Aufklärung mal anders anzugehen. Wir erwarteten ein schrilles Restaurant mit Deko für die nächste Junggesellenparty – doch uns erwartete etwas völlig anderes. Ein wunderschöner Innenhof mit bunten Lampions un vielen Pflanzen, leiser Live-Nebenmusik auf einem traditionellen Saiteninstrument und hervorragender Service. Der Preis war für Bangkok’s Restaurant-Szene sogar beinah günstig. Das Essen war super lecker – nur habe ich abermals meine Geschmacks-Knospen herausgefordert und mir einen Papaya-Salat bestellt. Klingt jetzt erstmal nicht sehr aufregend – das Dressing hat es allerdings durchaus in sich. Ich habe noch nie etwas so Chilli-scharfes gegessen wie diesen Salat und irgendwann tropften tatsächlich salzige Tränen auf den Teller. Ein kulinarisches Erlebnis, das hängen blieb (ohne bleibende Schäden zu hinterlassen). 
Übrigens, wer genauer hinsieht entdeckt dann doch irgendwann die zahlreichen Kondome… Die Lampenschirme sind nämlich beklebt mit den noch eingerollten, farblich unterschiedlichen Gummis. 

 

 

Noch mehr Rooftop-Bars
Rooftop Bars gibt es in Bangkok wirklich viele und überall verstreut. Wir haben nicht mal annähernd alle in Augenschein genommen, was zum einen an den doch recht happigen Getränkepreisen liegt, zum anderen, waren wir dann meist doch eher auf der Suche nach der ehrlichen Eckkneipe… 
Neben den bereits erwähnten Rooftop-Bars an der Sukhumvit 11, dem“Nest” und dem“Above Eleven”, kann ich euch noch von den folgenden berichten. 

Eine ganze Ecke weiter im Osten liegt die “Vanilla Sky”-Bar, in die ich mehrfach wollte, aber jedesmal wenn wir in der Gegend waren, fing es an zu regnen. Eine Kollegin hat die Bar aber wärmstes empfohlen, also testet sie gern und erzählt mir davon! 

In der Altstadt Bangkok’s gibt es zwar keine sehr hohen Gebäude, dafür hat man dann aber auch vom 5. Stock einen schönen Blick über die umliegenden Dächer. Zum Beispiel von der “At-Mophere Bar” am Anfang der Rambuttri Alley, ganz in der Nähe des besagten Streetfood-Standes “Thaifood 1974”. 


Ein bisschen weiter südlich der Khao San Road, ganz versteckt befindet sich die
Phra Nakorn Bar & Gallery”. Von der aus hat man einen tollen Blick auf den beleuchteten “Golden Mount” und vor allem ist diese Bar so versteckt, dass sich kaum ein Nicht-Thai dorthin zu verirren scheint. 

 

Von einer weiteren, ganz besonderen Rooftop-Bar habe ich euch ja bereits in meinem ersten Bangkok Artikel erzählt. Im Norden, in der Nähe des Victory Denkmals, befindet sich die Sky Train Jazzbar”Mit Jazz hat es gar nicht so viel zu tun, aber das “Train” stimm – denn direkt am nicht-verglasten-Fenster und dem Balkon fährt die BTS auf ihren Hochbahn-Schienen vorbei. Und die ausgefallene Dekoration setzt dem ganzen noch die Kirsche drauf. 

 

Die Mutter aller Rooftop-Bars ist wohl nicht das “Lebua”, das durch Hangover 2 berühmt wurde, sondern die “Vertigo und Moon Bar” auf dem Banyan Tree Hotel. Das Hotel an sich ist schon etwas Besonderes mit seiner sehr charakteristische Architektur, denn es ist geschätzt mindest dreimal so breit wie tief und sieht dadurch beinahe zweidimensional aus. Außerdem hat es eine Art “Garten” in einem Stockwerk einige Meter unterhalb des Rooftops. So oft haben wir darauf geschaut und sind daran vorbei gefahren, denn unser Apartment lag direkt an der Rückseite des Monstrums, so dass wir eine atemberaubende Wand neben unserem Dachpool bewundern konnten. Das Hotel war auch der Grund dafür, dass wir uns einen Rolller angeschafft hatten, denn anstatt der wenigen Meter Luftlinie versperrte das Bauwerk sämtliche Shortcuts zur Hauptstraße, so dass wir immer einen laaaangen Weg durch die Hintergassen nehmen mussten. Aber das ist eine andere Geschichte, die euch schon in meinem ersten Bangkok Artikel erzählt habe. 
Aber wie das eben so ist, wenn man erstmal irgendwo wohnt und der Alltag kommt, schiebt man solche Dinge immer auf. Und so kam es, dass wir es fast nicht mehr hinauf geschafft hätten. Doch an einem unserer letzten Abende in Bangkok erwischten wir ein kleines regenfreies Zeitfenster zum Sonnenuntergang… 
Es war wunderschön! Das besondere an der Bar ist, dass man sich wie auf einem riesigen Schiff fühlt, denn nichts, nicht mal ein kleines Dächlein für den Tresen, ist noch höher als die Köpfe der Menschen auf ihr. Der sich dadurch bietende 360° Blick ist natürlich bombastisch. Für uns, die zu diesem Zeitpunkt schon so viele Straßen der Stadt befahren hatten, so viele Hochhäuser von unten bestaunt hatten, rundete es das Bild dieser aufregenden und vielseitigen Stadt noch einmal ab. 

 

 

Clubs
Ich hätte ja gedacht, Club ist Club – egal wo auf der Welt. Aber ich wurde eines besseren belehrt und diese Erfahrung führte beinahe zu einer filmreifen Schlägerei. Aber schön der Reihe nach…

Das erste Club-Erlebnis sammelten wir imInsanity” einem recht großen Club, der aus einer einzigen quadratischen Fläche besteht. Super- viel Platz zum Tanzen! Doch offenbar geht es den meisten Besuchern nicht darum. Ich werde euch in einem späteren Artikel nochmal etwas mehr über das Klischee “Thaifrau” erzählen, aber soviel sei nun schonmal gesagt: das Klischee bestätigt sich erstaunlich oft. Dementsprechend ist beinahe der gesamte Raum vollgestellt mit Cocktailtischen, an denen sich Thaifrau und Westler-Mann finden… Nebenbei werden Unmengen Alkohol bestellt zu saftigen Preisen, aber die Herren können es sich ja leisten (oder tun es zumindest für den Anlass). Das Ende vom Lied: ist man nicht Teil des Spiels, wird man schnell mal zum Alien und als Westler-Frau mitunter auch etwas kritisch beäugt. Man könnte ja zur Konkurrenz werden… Aber immerhin gibt es eine leicht erhobene Mini-Tanzfläche, mit einem Durchmesser von vielleicht drei Metern, auf der man einen herausragenden Blick auf das etwas abstruse Geschehen hat (fürs Tanzen reicht der Platz ja ohnehin nicht). 

Diese Erfahrung wurde dann tatsächlich noch durch einen Besuch im “CÉ LA VI” getoppt, offenbar einer der absolut angesagten Clubs zur Zeit unseres Besuchs. Der Club ist eigentlich mehr eine Bar/Lounge, mit einer kleinen Tanzfläche am Ende des schlauchförmigen Saals. Das besondere: das ganze befindet sich im 39. Stockwerk und vom Balkon hat man einen wahnsinnig tollen Blick über Bangkok. Aber nun zu unserem Besuch. 
Wir schafften es tatsächlich auch erst im zweiten Anlauf hinein, denn der Dresscode ist hier ernst zunehmen, keine kurze Hosen für Männer. Ein spontaner Besuch fiel daher aus, denn normalerweise läuft man abends eben in kurzen Hosen herum… Die strenge Handhabe ist im Übrigen eigentlich erstaunlich, denn wo es in den heimischen Clubs die weiblichen Besucher stets einfacher am Einlass haben, ist es in Bangkok aus berichteten Gründen andersherum. Beim zweiten Versuch (mit langer Hose) klappte es dann aber und wir fanden uns hoch oben auf der Tanzfläche wieder. Wir waren gemeinsam mit ein paar anderen deutschen Praktikanten und Referendaren dort und die Gruppe setzte sich aus zwei Frauen und etwa sechs Männern zusammen. Das führte dazu, dass bald schon eine sehr energische und ehrgeizige Thai in unserer Mitte war. Sagen wir mal so, sie ließ nichts anbrennen und war durchaus bereit ihr Revier zu markieren. Nachdem ich ein paar mal “versehentlich” ihren Ellenbogen zwischen die Rippen bekommen hatte, verkrümelte ich mich ein paar Schritte weiter zusammen mit meinem liebsten Reisebegleiter (so wirklich auf Abstand gehen konnte man allerdings nicht, denn dafür ist es dort einfach zu voll). Die Dame fühlte sich offenbar dennoch bedroht in ihrem Revier und ein sicherlich filmreifer Schubser von hinten ließ mich einen ordentlichen Satz nach vorn machen (soweit das in einem vollen Club eben geht). Nach einem kleinen Tumult (ohne Fäuste und Halleluja) und ein bisschen mehr Abstand glätteten sich die Wogen wieder und die Party konnte weitergehen. 

Wesentlich entspannter ging es dann im “Glow” zu, einem kleinen Laden in der Nähe der Sukhumvit 11. Hohe Decken, ein bisschen rustikaler, eine Galerie mit alten Sofas. Zugegebenermaßen scheint sich kein Local dorthin zu verirren, aber mir war das in dem Moment ganz recht. Irgendjemand entdeckte dann einen illegalen Weg durch das Treppenhaus hinauf auf das Dach, an dem Wäscheleinen und diverses Gerümpel stand. Wir feierten dort unsere kleine illegale Privatparty, bis wir irgendwann wieder hinuntergescheucht wurden. 

Absolutes Highlight der Club-Erfahrungen war dann aber ein Abend in der Schwulen-Szene Bangkoks. Mein Lieblings-Thai Gobo nahm uns eines Abends in sein Schlepptau und entführte uns in eine ganz andere Welt. Genau gesagt ging es in die “DJ Station” in der Silom Soi 2. Der Club ist eine Art kleine Mall, also ein überdachter Gang an dessen Seiten sich ein Club an den nächsten reiht. Eintritt gezahlt wird einmal vorne und danach beginnt eine einzige große Party. Während von links Hip Hop dröhnt, wummern von rechts Elektro-Bässe, aber egal wohin man sieht, es wird ausgelassen getanzt – teilweise auch mal halbnackt. Vornehme Zurückhaltung wurde in vielen Fällen an der Garderobe abgegeben und der ein oder andere ist recht touchy unterwegs (natürlich hauptsächlich gegenüber dem männlichen Teil unserer Gruppe). Ich glaube die Herren haben es mit Humor genommen und meine Freundin Marie und ich, die beinahe einzigen Frauen im Club, amüsierten uns über ihre anfänglich etwas erstaunten Gesichter. Doch unsere weibliche Minderheit schien keinen zu stören und bald schon hüpften wir mit einer Gruppe Thais wild über die Tanzfläche. Die Musik war gut, die Stimmung herausragend und ehrlich gesagt war es mal ganz entspannt, so ganz ohne reviermarkierende Thai-Damen oder plump-flirtende Herren.
Gegen 2 Uhr wurden wir dann rausgescheucht – Sperrstunde, wie in jedem Club Bangkok’s – es sei denn man kennt die kleinen Schlupfwinkel, wo man auch noch zu später Stunde weiter feiern kann. Gobo verfrachtete uns ins Taxi und wir fuhren recht weit in den Norden zum abgelegenen “Warehouse Bungalows”, einer sehr rustikalen und zugleich sympathischen Tanzbar mit Billardtisch. Wir waren die einzigen Westler, doch der Frauenanteil war nun merklich größer als zuvor. Dass es sich dabei trotzdem auch um eine Location der Schwulen-Szene handelte wurde uns erst gegen Ende bewusst, als die Herren von der Toilette kamen und von dem besonderen Service dort erzählten: Am Pissoir stehend hatten sie doch tatsächlich unaufgefordert eine Schulter- und Rückenmassage von einem jungen Thai erhalten (ich frage mich ja, ob man sich dabei überhaupt entspannen kann bzw. wie man die eigentliche Aufgabe dabei noch bewerkstelligt…) und danach ein warmes Handtuch wie im Flugzeug gereicht bekommen (natürlich war diese Sonderleistung, wie bei einem Ryanair-Flug, nicht umsonst und der Thai erwartete ein entsprechendes Trinkgeld). Mein Lachen über die Situation hielt glaube ich noch die gesamte Rückfahrt an… Was für ein Abend. 

 

 

Auf der Suche nach der ehrlichen Eckkneipe

So fancy diese ganzen Bars auch waren, zur Stammkneipe wurden sie nicht. Wo waren die einfachen Kneipen mit schummrigem Licht und Mobiliar, dem man die Spuren vieler vergangener Abende ansieht?

Ziemlich nah dran kam die kleine Bar “Wong’s Place”, die tatsächlich gar nicht so weit von unserem Apartment entfernt war. Die Wände tapeziert mit kleinen Polaroids, ein Billardtisch im oberen Stockwerk und eine schrullige, thailändische Stammkundschaft – gute Voraussetzungen für ein entspanntes Feierabendbier. Auch die “Sky Train Jazzbar” fällt definitiv in diese Kategorie, auch wenn das Publikum deutlich westlicher ist. 

Doch unser unangefochtener Liebling, Stammkneipe und Austragungsort so mancher feuchtfröhlicher Abende blieb “Jack’s Bar”. Am Ende einer dunklen Gasse, wenn man schon überzeugt ist, dass sich Googlemaps einen Spaß erlaubt, erreicht man eine kleine Ansammlung von Bierbänken, einen einfachen Tresen mit Zapfhahn und das alles direkt am Ufer des Chao Phraya. Wenn es voll wird, und das wird es öfter mal, werden die typisch asiatischen Plastikstühle bis hinunter auf den Steg und den Ponton gestellt (ein Wunder, dass wir niemals ins Wasser gefallen sind, denn bei vorbeifahrenden Schiffen oder ein paar Chang oder Leo  gerät der Boden schonmal ordentlich ins Wanken). Die Bar ist wirklich einfach, es gibt nur ein einfaches Klo-Häuschen, kein Schi-Schi und das Essen soll sein Geld nicht wert sein. Wer Instagram-tauglichen Chic, hippe DJs und ausgefallene Cocktailkarten sucht, ist hier falsch. Die Musik läuft im Sinne einer modernen Jukebox über Laptop und Youtube, an den jeder nach Herzenslust ran darf. Die Betreiber-Familie ist absolut liebenswürdig, die Stimmung stets entspannt, das Bier günstig und der Blick auf den Fluss einfach wunderschön.

 

 

 

 

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  1. […] Indien sondern auch ein Korea. Die kleine Passage „Korea Town“ befindet sich unweit der Sukhumvit Soi 11 und beherbergt vor allem koreanische Restaurants. Wir fanden’s lecker und vom liebsten […]

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