Streifzüge durch Bangkok Teil 6
– Der Tempel der Morgenröte – 

In meinem ersten Streifzug durch Bangkok habe ich euch schon von ganz vielen Tempeln erzählt – doch fürs Pflichtprogramm fehlt noch einer: “Der Tempel der Morgenröte”.
Hierfür muss man allerdings über den Chao Phraya zum anderen Ufer. Das lässt sich ganz einfach mit dem Boot machen, denn der Tempel hat einen eigenen Fähranleger. Natürlich geht’s auch mit Roller, sofern man sich über die ziemlich große und befahrene Autobrücke traut. Zu Beginn unserer Zeit in Bangkok wäre ich wohl lieber vom fahrenden Roller abgesprungen, als neben schnellen LKW und Autos hoch über einem Fluss auf einem kleinen Roller zu sitzen. Doch mittlerweile war mein Fahrer so souverän und ich vor allem so entspannt, dass wir in luftiger Höhe ans andere Ufer flogen. Wenn ich entspannt sage, meine ich das übrigens wortwörtlich: während ich mich anfangs noch panisch festklammerte, wenn wir uns mal wieder durch Bangkok’s Höllenverkehr schlängelten, saß ich mittlerweile auch seitlich im Rock darauf und schrieb parallel auf dem Handy Nachrichten (natürlich nur, wenn der Verkehr einen sowieso am schnellen fahren hinderte…). Man gewöhnt sich wohl an alles.

 

Wat Arun
Von weitem sieht die Tempelanlage ja bereits eindrucksvoll aus, mit ihrem weißen, elegant geformten Prang (Tempelturm). Doch erst wenn man davor steht, erkennt man das eigentliche Kunstwerk: das Bauwerk ist übersät mit einem bunten Blumenmuster. Blüten, Blätter und Girlanden schmücken die Türme und die „Yaksha“, Dämonen mit bunten Fratzen und Wächter der Tempel. Die Stufen des Tempels kann man hinauf gehen und hat von oben einen schönen Blick auf den Fluss und Bangkok’s andere Uferseite. Doch nicht nur die weißen Türme, auch die gesamte parkähnliche Tempelanlage ringsherum ist sehr schön. Wer des Herumlaufens müde ist, kann sich hier auch sehr gut einfach ans Ufer setzen und die vorbei fahrenden Schiffe beobachten.

 

 

Prayurawongsawas Waraviharn
Durch Zufall entdeckten wir in der Nähe des Wat Arun noch einen weiteren Tempel, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Die weiße Spitze des Prayurawongsawas Waraviharn ist zwar nicht so hoch wie die seines bekannten Nachbarn, aber als verträumter Beifahrer und untalentierter Navigator kann es einem schonmal passieren, dass man die falsche Spitze ansteuert. Doch wie so oft führte das Verfahren nur dazu, dass man eine weitere tolle Entdeckung machte. In diesem Fall eine Tempelanlage, die mit einem verwunschenen Garten und idyllischen Teich auf uns wartete, in dessen Mitte ein Felsen mit einem kleinen Tempelgebäude steht. Ein super lauschiges Plätzchen!
Und das tollste: in dem kleinen See schwimmen ganz viele ca. 40-50 cm große Schildkröten. Sie tümmeln sich im Wasser, recken ihre Köpfchen heraus und versuchen gaaanz langsam an der schrägen Teichmauer empor zu klettern. Dabei zuzusehen hat durchaus etwas meditatives und ich hätte da stundenlang am Ufer sitzen können um mein Zen zu finden…

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.