Camping Frankreich

Campingplatz-Tipps an der französischen Antlantikküste
– Schöne und günstige Plätze für dein Nachtlager –

Vorab: Wild Campen in Frankreich – insbesondere in Aquitanien ist nicht ein kompliziertes Unterfangen. Abgelegene Parkplätze in Strandnähe gibt es nicht wirklich – und an den meisten Parkplätzen, die in Laufweite zum Strand sind, besteht nicht nur ein Camping-Verbot – nein, der Franzose ist schlau und verbietet schlichtweg das Parken von 22 bis 6 Uhr. Das hat wohl damit zu tun, dass Camping in Frankreich eine Art Nationalsport ist. Leider bedeutet das jedoch nicht “back to the roots” – einfach nur leben in der Natur. Für den Franzosen müssen Pool, Animationsprogramm, Wellnessangebote und schicke Lobbies auch auf einem Campingplatz sein. So kommt es, dass man in der Region auch fast nur teure Plätze für ca. 40 Euro pro Nacht (für ein kleinen PKW-Stellplatz ohne Strom) bekommt. 
Ich war bei meiner Tour stets auf der Suche nach einem günstigen und einfachen Platz, da ich das viel schöner finde. Meine Empfehlungen habe ich dir hier zusammengestellt: 

Zentral-Frankreich
Wenn du die Strecke an den Atlantik nicht in einem Rutsch durchfahren willst, habe ich hier einen kleinen Tipp für einen einfachen Campingplatz in der Mitte Frankreichs: Camping Deneuvre in Chatel de Neuvre (http://www.camping-deneuvre.fr). Der Campingplatz ist ziemlich im Nirgendwo und sehr grün. Er liegt direkt an einem Fluss (es gibt sogar einige Stellplätze mit schönem Blick aufs Wasser) und ist daher ein beliebter Platz für Kanufahrer. Für Stellplatz und eine Person kostet es etwa 10 Euro pro Nacht. 

Carcans
Wenn du in der Umgebung von Lacanau etwas einfaches zum Schlafen suchst, dann kannst du für 6 Euro pro Nacht auf einem simplen Wohnwagen-Stellplatz (45°05’08.1″N 1°09’00.3″W) stehen. Empfehlen kann ich den allerdings nicht. Der Platz ist zwar unter Pinien, allerdings auch direkt an der Landstraße. Das Meer ist dagegen zu weit weg um zum Sonnenuntergang mal eben hinzulaufen. Als Sanitäreinrichtung gibt es zwei Dixi-Klos – Büsche eher Mangelware. Ist wohl eher eine Notlösung wenn man gar nichts anderes findet. Allerdings ist der Platz auch recht klein, so dass man am späten Abend dort mitunter gar keinen Platz mehr findet. Das macht es für eine Notlösung etwas unpraktisch. 

Arcachon
Wenn du gerne den Sonnenuntergang von der Düne von Pilat genießen möchtest, lohnt sich ein Campingplatz direkt an der Düne. Wild Campen ist dort aussichtslos, denn sämtliche Parkplätze in der Umgebung kosten horrende Summen pro Stunde. Die kannst du dir wenigstens sparen, wenn du vom Campingplatz aus direkt auf die Düne laufen kannst. Es gibt einige Plätze (verschiedener Preiskategorien) am Fuß der Düne. Ich war im “Camping de la Dune – Le Flots Bleus” (http://www.campingdeladune.fr/). Für 26 Euro bekam ich einen Zelt-Stellplatz direkt am Fuß der Düne. Diese Ausgabe hat sich meiner Meinung nach absolut gelohnt, denn mit Blick auf den Sand-Riesen zu Essen und zu Schlafen war schon ein besonderes Erlebnis. 

 

Biscarosse
In Biscarosse gibt es einen tollen großen Wohnwagen-Stellplatz mitten im Pinienwald “Mairie – poste de secours du Vivier“. Pro Nacht kostet ein Stellplatz für PKW 8 Euro und der Strand “Plage du Vivier” ist fußläufig erreichbar – je nachdem, wo man sein Lager aufschlägt etwas länger, denn der Platz ist recht groß. Aber durch die vielen Bäume kann man sein Lager trotzdem sehr gut abschotten und generell ist es dort sehr ruhig und schön. 

 

Mimizan
Am Strand in Mimizan gibt es direkt hinter der Düne einen simplen Wohnwagenstellplatz – allerdings auf Asphalt und dicht beieinander. Nicht zu empfehlen! 
Viel schöner kann man am nahegelegenen See Étang d’Aureilhan campieren. Richtig schön und mit 11 Euro pro Nacht auch ausgesprochen günstig ist der “Camping Municipal de Lac“. Ich habe einen kleinen Stellplatz in letzter Reihe und damit etwa 5 Meter vom Ufer entfernt bekommen. Die Sanitäranlagen sind in Ordnung und es ist ruhig und schön dort. Am Ufer gibt es einen kleinen Tretbootverleih und der See richtig schön. 

 

Biarritz
Am Ende meiner Tour musste ich feststellen: mit etwas Glück geht es doch, das wilde Campen. Den absolut schönsten Stellplatz meines Trips habe ich gratis einige Kilometer südlich von Biarritz entdeckt. Auf einem Parkplatz (43°24’47.3″N 1°37’32.7″W) mit Blick auf das Meer darf man offenbar Nachts stehen. Ich habe dort jedenfalls zwei Nächte hintereinander gestanden und war stets in Gesellschaft anderer Bus-Bewohner, die dort teilweise den ganzen Sommer über campieren. An dem Platz ist eine kleine Wiese, auf der aus einem alten Bus Getränke und Snacks verkauft werden und es herrscht eine entspannte und chillige Stimmung. Teilweise wird dort Abends auch Live-Musik gespielt. Einen kleinen Weg die Klippe hinab geht es zu einem recht einsamen kleinen Strand in einer Bucht. Hätte nicht gedacht, dass man sowas in Frankreich noch findet. 

Du warst auch schon an Frankreichs Atlantikküste und hast noch weitere Tipps zum Campen? Dann her damit und hinterlasse einen Kommentar 🙂 

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