Reiseberichte aus nahen und fernen Ländern

Im Sommer 2016 kaufte ich mir – mehr oder weniger spontan – einen kleinen blauen Kastenwagen und baute ihn zu meinem Van Tommy um. Viel Zeit blieb nicht, denn der Urlaub rückte näher und die erste Jungfernfahrt stand an. Doch mit ein paar Nachtschichten wurde Tommy pünktlich fertig und urgemütlich.

Unsere Jungfernfahrt soll uns an die Atlantikküste Frankreichs führen: eine Woche Vanlife, Campen, Roadtrip und Surfen. Und wenn ich schreibe “uns” meine ich nur meinen Van und mich – den liebsten Reisebegleiter werde ich nämlich erst kurz danach kennen lernen.

Ein spannendes Abenteuer, die erste richtige Reise allein, liegt vor mir und aufgeregt starte ich nach Frankreich.

Angekommen in Island ging das Abenteuer weiter. Denn Island ließ zu diesem Zeitpunkt nur Einreisende in ihr Land, die am Flughafen einen Corona-Test machen ließen – unabhängig davon, ob sie aus Risikogebieten kamen oder nicht. Damit sind die Bestimmungen wesentlich strenger als in Deutschland, wo erst knapp zwei Monate später der verpflichtende Test für Reiserückkehrer aus Risikogebieten verordnet wurde und viele Touristen aus anderen Staaten gar nicht verpflichtend getestet werden.

Ein Online-Formular hatten wir bereits daheim ausgefüllt und erhielten einen Barcode aufs Handy. Nach der Passkontrolle steuerte man direkt auf kleine Kabinen zu, in denen medizinisches Personal die Corona-Schnelltests durchführten. Im Anschluss des Tests wurde der Barcode eingescannt und damit der Test zur jeweiligen Testperson zugewiesen. Zwar musste man nicht bis zum Testergebnis am Flughafen oder der ersten Unterkunft warten, doch wenn der Test positiv ausgefallen wäre, hätten wir 14 Tage in Quarantäne gemusst. War er negativ, durfte man sich frei im Land bewegen.

Die Insel wird auch „Island der Miniaturen“ genannt und schnell begriffen wir auch wieso. Unser erster Stopp war der Berg Kirkjufell, nicht erst seit Game of Thrones ein echtes Wahrzeichen Islands und einer der bekanntesten Fotospots des Landes. An sonnigen Tagen hätten wir sicher einen fantastischen Blick auf den rund 463 Meter hohen Berg erhaschen können, wie er sich auf dem Meer spiegelt. Hätte, hätte, Fahrradkette, denn leider war es bei uns recht neblig, sodass wir die Spitze des Berges nur erahnen konnten. Dennoch genossen wir den Ausblick vom nahe gelegenen Kirkjufellfoss – von dort aus hat man ein wunderschönes Panorama mit dem Wasserfall im Vordergrund und dem Dreickesprofil des Kurkjufell im Hintergrund.

Dann ging unsere Reise weiter, vorbei an Lavafeldern, Wasserfällen, malerischen Fischerdörfchen und einer wilden Küstenlandschaft. Oft hielten wir kurz an um die Aussicht zu genießen. Einer dieser kurzen Stopps war auf der Südseite der Halbinsel im winzigen Örtchen Budir, das im Grunde nur noch aus einem Hotel und einer Kirche besteht. Diese schwarze Kirche fügt sich malerisch in die wilde Natur ringsum ein. Von dort aus führt ein kleiner Fußweg zu einem der wenigen weißen Sandstrände Islands. Es gab dort mehrere vielversprechende Wanderwege, die zu Tagestouren durch die Wildnis einladen. Wir entschieden aber, die Halbinsel weiter per Auto zu erkunden.

Von der Ringstraße 1 kommend biegt man auf die Straße 923 ab und fährt ca. 14 km auf unbefestigter Straße geradeaus, bis man an der Farm Klaustursel links abbiegt. Die Farm ist mit einem kleinen Hinweisschild gekennzeichnet, danach gibt es keine Hinweisschilder mehr, die einen zum Canyon selbst führen. Hinter der Farm parkten wir unser Auto auf einen kleinen, kostenfreien Parkplatz. Von hier aus startet die rund vier bis fünf Kilometer lange Wanderung zu einer atemberaubenden Schlucht aus Basaltgestein. Man überquert die „weiße Brücke“ und hält sich danach auf dem noch sehr breiten Wanderweg rechts. Danach muss man immer geradeaus auf dem Weg bleiben und sich vor verschlossenen Törchen oder Zäunen nicht abhalten lassen. Diese lassen sich leicht passieren und nach ungefähr halber Strecke erreicht man dann den ersten Stopp – dem Stuðlafoss (Wasserfall). Oberhalb beeindruckender Basaltgestein-Säulen stürzt hier ein Fluss herab.

Ab hier wird die Wanderung ein wenig abenteuerlicher, denn ihr müsst zunächst den Bachlauf unterhalb des Wasserfalls überqueren – hier ist gutes Schuhwerk elementar, denn die Steine sind teils von Wasser überdeckt und sehr rutschig. Wenige Hundert Meter weiter erreicht man einen weiteren Bachlauf. Auch diesen gilt es zu überqueren. Nun wird der Weg ein wenig undurchsichtiger – im Grunde muss man nun tatsächlich querfeldein laufen und wieder teils verschlossene Tore passieren und über Zäune klettern. Ganz wichtig ist es, sich davon nicht beirren zu lassen und weiter geradeaus zu wandern. Irgendwann erkennt man dann einen schmalen, schon von vorherigen Wanderern ausgetretenen Weg, der hinunter zur Schlucht führt. Hier ist ein wenig klettern notwendig, aber der Anblick, der einen dort erwartet, belohnt jede Strapaze.

Willkommen zum letzten Teil meiner Ruanda-Reportage. Für den Schluss habe ich mir etwas ganz Besonderes aufgehoben. Und zwar unsere Wanderung zu den Berggorillas. Wobei das Wort „Wanderung“ für diesen Gewaltmarsch eine fahrlässige Untertreibung ist. Hätte ich auch nur geahnt, was dieses Erlebnis mir abverlangen würde, ich hätte vermutlich gekniffen. Aber zum Glück hatte ich vorher keinerlei Vorstellung davon, was es heißt, sich stundenlang bei Hitze und Regen durchs Gebüsch zu schlagen und dabei etliche Höhenmeter hinter sich zu lassen. Ein Hoch auf die Unwissenheit. Führt sie einen doch manchmal an die sonderbarsten Orte.

Eine kurze Tagestour von unserer schönen Unterkunft in Cala Ratjada führt uns in das nur etwa 30 Minuten entfernte Porto Cristo. Bekannt ist die kleine Stadt vor allem für die vielen Tropfsteinhöhlen, die in ihrer Umgebung liegen. Von groß und beleuchtet bis naturbelassen ist alles dabei. Die Frage ist nur: für welche entscheidet man sich?

Wir haben uns für die größte und bekannteste “Drachenhöhle” und für eine abenteuerliche Tour mit Tauchlehrer in eine touristisch unerschlossene Höhle entschieden.

Mallorcas Hauptstadt Palma de Mallorca besuchen wir erst am Ende unseres Urlaubs. Unser Flug nach Hamburg ist erst am Nachmittag und so nutzen wir den halben Tag um uns Palma anzusehen.

So viel schon vorab: nach einer Woche Ruhe, Entspannung und Roadtrips durch Mallorcas wunderschöne Landschaft, überforderte uns das trubelige Palma ziemlich. Ich würde daher empfehlen, Palma de Mallorca eher bei Beginn der Reise zu besuchen.

Was des Deutschen Lieblingsgetränk ist, taugt nicht gerade als Millionenfrage. Kaffee, was sonst. Während der Pro-Kopf-Konsum von Bier in Deutschland 2018 bei 102 Litern und von Wasser bei 154 Litern lag, lag der von Kaffee bei 166 Litern (Quelle: Kaffeereport 2020 von statista, Tschibo und brand eins). Für die einen ist er ein Genussmittel, für die anderen ein Wachmacher. Espresso mit Zitrone soll Wunder wirken gegen Kopfschmerzen. Kaffee und Kuchen gehören für manchen zusammen wie Messer und Gabel. Coffee & Cigarettes ist nicht nur der Titel eines Films, sondern in manchen Kreisen ein beliebtes Frühstück und so eine Art Lebensphilosophie.