Infos und Geschichten rund ums Wellenreiten

Endlich, dein lang ersehnter Surfurlaub ist gekommen. Du schnappst dir das Surfboard und paddelst seit Wochen, vielleicht sogar Monaten, das erste Mal wieder hinaus zum Line-Up und nimmst die erste Welle. Etwas wackelig auf dem Brett, doch überglücklich fährst du die Welle ab und freust dich wie Bolle darüber, dass vor dir nun mehrere Tage Surfurlaub liegen.

Doch schon eine halbe Stunde später ächzen die Arme, jeder Paddelzug wird zum Kampf. Statt zum Line-Up paddelst du nur noch auf der Stelle und kämpfst gegen dein Wellen. Irgendwann schaffst du es doch wieder hinaus, doch du bist platt. Eine perfekte Welle kommt und nur noch mit letzter Kraft drückst du dich auf dein Surfboard. Statt Freude nun Frustration und die Sorge vor dem fiesen Muskelkater am nächsten Tag.

Damit genau das nicht passiert, solltest du dich rechtzeitig auf deinen Surfurlaub vorbereiten. Das bedeutet vor allem: Training! Am Wichtigsten – und im Alltag der meisten am wenigsten genutzt – ist die Armmuskulatur. Aber auch Bein- und Rumpfmuskulatur sind für Spaß im Surfurlaub wichtig, denn nur so klappt auch noch an Tag 6 der Pop-Up und der kraftvolle Turn.

Dadurch, dass wir den Van in Portugal mieten, sparen wir uns die lange Anfahrt über Frankreich und Spanien und fliegen direkt nach Porto. Dort bleiben wir zunächst 2 Tage in einem Air BnB und erkunden die Stadt. Meine Tipps für Sehenswürdigkeiten in Porto verrate ich dir in einem separaten Artikel, doch so viel schon vorab: die Stadt hat wahnsinnig viel Charme und mir gefällt es dort sehr gut!

Nach 2 Tagen in Porto übernehmen wir den Van und fahren Portugals Atlantikküste von Porto in Richtung Süden. Lissabon umfahren wir und setzen die Portugal Rundreise Richtung Algarve fort. Unser Ziel sind die bekannten Felsformationen „Ponta de Piedade“ bei Lagos. Von hier aus geht es nach knapp 2 Wochen zurück nach Norden, wo wir in Lissabon unseren gemieteten Van abgeben und nochmal für 3 Tage ein AirBnB mieten um Lissabon zu Fuß zu entdecken. Von Lissabon fliegen wir nach guten 2 Wochen Portugal Rundreise zurück nach Deutschland.

Alternativ zu unserer Route kann man natürlich auch von der Algarve direkt zurückfliegen. Allerdings sind die Flüge von dem kleinen Flughafen meistens deutlich teurer. Außerdem würde der Van dann während des Besuchs von Lissabon stören, da man entweder außerhalb auf einem Campingplatz schlafen würde oder den Van irgendwo stehen lassen müsste, während man in einer zentralen Unterkunft schläft. Dadurch entstehen am Ende mehr Kosten, als wenn man die paar Stunden von der Algarve zurück nach Lissabon fährt. Für uns hat diese Route für die Portugal Rundreise jedenfalls am meisten Sinn ergeben.

Urlaub in Dänemark klang früher in meinen Ohren ehrlich gesagt eher langweilig und eintönig. Ein Reiseziel, zu dem man gut mit Kindern fahren kann. Ein Ferienhaus mieten oder Campen – ein preiswerter Ort für den Sommerurlaub mit der Familie.

Doch ein Spontantrip im Oktober 2015 mit Bekannten, Van und Surfboards lehrte mich drei Dinge:
Vanlife ist genau mein Ding und ich brauche meinen eigenen Van!
Surfen macht super viel Spaß und ich möchte es richtig lernen
Campen in Dänemark ist der perfekte Urlaub
Ich sage extra Urlaub und nicht Reise. Bei einem Roadtrip mit Campen in Dänemark mit dem Van geht es nicht um Sightseeing oder fremde Kultur. Es geht um Freiheitsgefühl und Einfachheit. Gerade die Nordseeküste in Jütland ist der perfekte Ort zum Runterkommen und Entspannen. Es gibt nicht viel zu sehen, keine To-Do Listen, dafür weite Landschaften, Meeresrauschen und wenig Bebauung.

Ein paar Tage einfach(es) Leben im Van mitten in der Natur ist das Rezept zum Runterkommen, Erholen und Glücklichsein. Seit 2015 fahre ich jährlich für einige Wochenendtrips nach Dänemark, egal ob Sommer oder Winter, Wellen oder platte See.

Meine Lieblingsorte, Sufspots und Stellplätze zum Campen in Dänemark zeige ich dir in diesem Artikel.

Die wichtigste Vorbereitungsmaßnahme war es, das für mich richtige Surfcamp zu finden. Surfcamps gibt es in Marokko fast so viele, wie es Sand gibt – doch die Geschmäcker und Bedürfnisse sind verschieden. Ich wollte ein Surfcamp, das möglichst zu keiner großen Kette gehört. Ich wünschte mir eine individuelle Betreuung durch Surflehrer, die auf mein persönliches Level eingehen, mich aber auch weiterbringen. Vor allem suchte ich jemanden, bei dem ich das Gefühl hatte, dass er auf meine Angst seit Peru eingehen und mir helfen würde, diese zu überwinden. Neben dem Surfunterricht war es mir wichtig, dass das Surfcamp kein Partyhostel für Teenager sein würde, sondern ein gemütlicher Ort zum Entspannen, Seele baumeln lassen und Yogasessions.

Vor einigen Jahren hatte St. Peter Ording noch den Ruf eines Rentner-Domizils. Doch spätestens seit Camping und “Vanlife” wieder an Beliebtheit gewonnen hat, hat sich auch das Publikum in St. Peter Ordings verändert: Wassersportler und Freizeit-Hippies wie ich, die sich ein entspanntes Wochenende im und vor ihrem Bus auf dem Strand machen.

Jules Ahoi – dahinter steckt der Musiker und Surfer Julian und seine Band, das “Deepsea Orchestra”. Gemeinsam spielen sie “Saltwalter Folk”, Musik übers Reisen, übers Leben und das Meer. Die Songs sind der perfekter Soundtrack für Roadtrips oder Playlists für landlocked Surfer auf dem heimischen Sofa. Mit dem Sound schwappt immer auch ein bisschen salzige Seeluft aus den Lautsprechern.

Wellenreiten: Leidenschaft und Frustration beim Surfen lernen. Höhen, Tiefen und wie man damit umgeht.