Reisetipps Costa Rica

Marie verrät ihre Lieblingsecken und Geheimtipps

Río Celeste Wasserfall

In Teil 1 hat euch Marie bereits erzählt, wie sie für ein Freies Soziales Jahr nach Costa Rica reiste, wo und was sie dort arbeitete und wie ihr Alltag aussah. Nun verrät sie noch ihre Lieblingsecken und Geheimtipps für eine Reise durch Costa Rica!

Costa Rica ist ein wunderschönes und vielfältiges Land, es gibt hier so unglaublich viel zu entdecken. Regenwälder, Berge, Vulkane, Strände wie aus dem Bilderbuch. Deshalb hatte ich selbst in fünf Monaten lange nicht genug Zeit, um mir alles anzusehen, obwohl das Land ja eigentlich gar nicht so groß ist. Einiges aber habe ich bereisen können, und das möchte ich im Folgenden für euch zusammenfassen.

Inland

San José

Bis auf einige ältere Gebäude wie das Nationaltheater ist die Hauptstadt eigentlich wirklich nicht schön und selbst keinen Besuch wert. Es gibt allerdings einige Ecken, die mir wirklich gefallen haben. Falls es euch also doch hierher verschlägt, hier meine Tipps:

Feria Verde

ein hippes Öko-Märktchen, welches jeden Samstag stattfindet. Dort kann man Kleidung, Schmuck und organische Lebensmittel kaufen, oder sich einfach unter die Bäume an eines der kleinen Tischchen sitzen, dem Fluss und der Musik lauschen und leckere Smoothies zu zahlreichen (vor allem lokalen) Gerichten genießen.

Calle 17

ein Zufallsfund, nicht weit von der Feria Verde entfernt und damit auf dem Weg von dort zurück in die Innenstadt. Die Straße ist ruhiger als die meisten anderen, die Häuser sind gepflegter und dort fahren keine Autos. Sie wird außerdem von bunten Mauern gesäumt, die nach dem Motto „Ciudad de colores“ von vielen verschiedenen Künstlern bemalt und besprüht wurden. Es gibt also viele bunte Kunstwerke zu bestaunen, alle in anderem Stil und mit anderer Bedeutung.

San Pedro & Barrio Escalante

Dieses Viertel wird vor allem abends lebendig, allerdings nicht nur im Sinne von Clubs und Party, sondern auch Cafés und Restaurants, die vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt sind. Es gibt hier auch super viele vegetarische und vegane Angebote, aber trotzdem genügend Gerichte mit Fleisch. Diese Mischung ist eine wirklich schöne Abwechslung in einem Land, in dem es sonst nur Reis, Bohnen und Hühnchen gibt. Auch die Häuser hier sind hübscher und es ist viel ruhiger und entspannter als im restlichen San José.

 

Irazú Vulkan

Dieser Vulkan ist mit 3432 Metern der höchste des Landes. Er beherbergt einen spektakulären Säuresee in strahlendem Blau. Mit etwas (oder ziemlich viel) Glück kann man bei extrem gutem Wetter sowohl die Atlantik-/Karibikküste als auch die Pazifikküste von dort aus sehen. Die nächstgelegene Stadt ist Cartago.

Cartago

Wieder eine Stadt, die es sich an sich nicht anzuschauen lohnt. Im Zentrum steht allerdings ein sehr wichtiges Gebäude; die Basilica nuestra senora de los Ángeles. Sie ist die Hauptkirche Costa Ricas, zu der jährlich Anfang August etwa zwei Millionen Gläubige pilgern. Und das nicht nur aus Costa Rica selbst, sondern auch anderen lateinamerikanischen Ländern wie Nicaragua und Panama.

Poás Vulkan

Der Poás ist nur etwa eine Stunde von San José entfernt und wohl eine der Hauptattraktionen in Costa Rica, die aber erst seit September 2018 wieder besichtigt werden darf. Am besten tut man das gegen Mittag. Es kann zwar immer passieren, dass es neblig ist, aber morgens ist die Wahrscheinlichkeit größer (und ich spreche hier aus Erfahrung). Der nördliche Krater hat einen Durchmesser von 1,5 Kilometern, und liegt etwa 300 Meter unter dem Aussichtspunkt. Auch hier befindet sich ein Säuresee und die Sicht ist wirklich spektakulär.

Río La Paz

Direkt am Poás findet man mehrere Wasserfälle, die zum Río La Paz gehören. Die meisten kann man nur in den La Paz Waterfall Gardens besuchen, eine Art Zoo, der die regionalen Tierarten beherbergt. Man kann hier also Tukane, Wildkatzen, Amphibien, Kolibris und viele weitere Tiere bestaunen. Und eben die wunderschönen Wasserfälle, die man über Wege durch den Regenwald erreicht. Außerhalb der Gardens gibt es aber auch noch einen weiteren Wasserfall, für den man eben keinen Eintritt bezahlen muss. Der Catarata La Paz ist aber mindestens genauso schön, man kann außerdem ein paar Schritte hinter den Wasserfall gehen.

Arenal Vulkan

Der jüngste und aktivste Vulkan Costa Ricas. Es ist außerdem der einzige, der die Dreiecksform aufweist, die man sich bei Vulkanen immer vorstellt. Am Fuße des Vulkans liegt der größte Binnensee des Landes, der Arenalsee, auf und in dem man super viele Wassersportarten betreiben kann.

La Fortuna

Die Gegend um den Vulkan Arenal, zu der auch der bereits erwähnte Arenalsee gehört. Außerdem findet man hier einen traumhaften Wasserfall mitten im Regenwald. Dort kann man auch schwimmen gehen, bei dem schwülen Wetter und den vielen Stufen hinunter eine tolle Abkühlung! Ein Highlight sind zudem die heißen Quellen, die es aufgrund des Vulkans ganz natürlich überall in der Gegend gibt. Die Eintritte sind meist sehr teuer, allerdings sind die Quellen wirklich schön und sehr entspannend.

Río Celeste

Ein Fluss am Vulkan Tenorio gelegen, ganz im Norden des Landes. Der Fluss ist leuchtend türkis, was im wunderschönen Kontrast zu dem grünen Regenwald steht. An einigen Stellen kann man das Wasser brodeln sehen, ein Zeichen der vulkanischen Aktivität. Außerdem gibt es einen Wasserfall, den man von oben und aus der Nähe betrachten kann. Einer meiner liebsten Orte in Costa Rica.

Monteverde

Besucht von vielen Touristen und trotzdem nicht überfüllt: die Nebelwälder von Monteverde. Hier herrscht eine mystische und ruhige Stimmung, der Wald bietet zauberhafte Blicke und ist Lebensraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten. Neben Wanderungen auf den scheinbar verlassenen Wegen in den unterschiedlichen Nationalparks bietet der Ort aber auch einiges für abenteuerlustige Seelen. Zipline-Touren, Hängebrücken in und über den Baumwipfeln, Bungee-Jumping, Tarzan-Schaukeln und weiteres gehören zu einem Besuch in Monteverde definitiv dazu. Abends kann dann der Sonnenuntergang samt Blick auf den etwa 30 Kilometer entfernten Pazifik genossen werden. Und nachts geht es dann wieder in den Regenwald, denn wenn es dunkel ist kommen die meisten Tiere erst raus. Und mit richtiger Führung kann das zu einem der besten Erlebnisse hier werden.

Karibikküste

Puerto Viejo

Ein kleines Örtchen an der südlichen Karibikküste; nicht mehr weit von Panama entfernt. Hier kommen die meisten Reisenden unter, wenn sie die Gegend besichtigen wollen. Es gibt viele kleine und vergleichsweise günstige Restaurants sowie zahlreiche Souvenirläden. Es wird gesurft und gebadet, alle sind entspannt. Die typische Karibikstimmung.

Manzanillo

Noch schöner wird die Küste weiter im Süden: Punta Uva und vor allem der Nationalpark Manzanillo bieten paradiesische Strände, gesäumt von dichtem Regenwald. Je weiter man die Wege entlang läuft, desto leerer wird es, und auch immer schöner! Jede Bucht verschlägt einem aufs Neue die Sprache, deshalb ist es auch sehr schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Auf jeden Fall meine Lieblingsstrände in Costa Rica.

Pazifikküste

Punta Leona

Obwohl die Pazifikküste touristisch besser erschlossen ist als die Karibikküste, reicht der Regenwald auch hier direkt bis an den Strand, dessen Sand weiß ist und von glasklarem, türkisen Wasser überspült wird. Über einem ziehen Pelikane und Papageien ihre Bahnen, auch Affen statten den Strandbesuchern nicht selten einen Besuch ab.

Playa Tamarindo

Ein sehr hipper, aber leider auch voller Strand in der sehr touristischen Provinz Guanacaste. Hier gibt es viele Cafés und Restaurants direkt am Strand, mit Live-Musik und super Stimmung. Tamarindo ist außerdem ein super Ort für Surfer, also auf in die Wellen!

Playa Conchal, Flamingo & Brasilito

Etwas ruhigere Strände nicht weit von Tamarindo entfernt. Zwar kann man hier nicht so gut surfen, aber dafür ganz entspannt baden gehen, da die Brandung eben nicht so stark ist. In dieser Gegend werden außerdem viele Touren auf Pferden oder mit Quads angeboten, man muss also nicht den ganzen Tag in der Sonne brutzeln (denn das tut man ohne Zweifel!). Sind außerdem coole Erlebnisse, durch die man die Gegend auch mal anders erkunden kann.

Montezuma

Ein weiterer wunderschöner und etwas felsiger Strand, das Wasser hier ist angenehm warm, schwimmen gehen ist also ein Muss! Auch in der Hochsaison ist es hier wirklich leer, was super entspannt ist und dem Ort ein paradiesisches Feeling gibt (das ist bei fast allen Stränden hier so!). Außerdem gibt es hier mehrere Wasserfälle, die man durch kurze Fußmärsche am Fluss entlang erreichen kann. Auch hier kann man schwimmen gehen, das Wasser ist ebenfalls nicht zu kalt. Die Einheimischen veranstalten hier übrigens „Turmspringen“: Sie klettern gewandt die Felswände hoch und springen elegant ihre 10 – 15 Meter ins Wasser. Und die Touristen applaudieren begeistert.

Santa Teresa, Mal País, Playa del Carmen

Ganz in der Nähe von Montezuma und ein richtiges Surferparadies. Direkt am Strand gibt es coole Restaurants zwischen den Palmen mit Lichterketten und super Stimmung. Vor allem in Mal País ist es überhaupt nicht voll, ein weiterer sehr entspannter Strand also, an dem man seine Ruhe hat und das Paradies für sich genießen kann.

Halbinsel Osa

Hier liegt der artenreiche Corcovado Nationalpark, in dem man sich auch mehrere Tage aufhalten kann. Die meisten Touristen kommen zunächst in Puerto Jiménez unter, direkt am Golfo Dulce liegend. Hier kann man nachts ein traumhaftes Phänomen beobachten: bei genügend Dunkelheit sieht man das Plankton bei jeder Bewegung im Wasser aufleuchten. Diese Biolumineszenz wirkt so, als würde man in den Sternen schwimmen. Ein unbeschreibliches und einzigartiges Erlebnis, man muss es einfach selber gesehen haben, um es zu verstehen! Diese Gegend ist außerdem touristisch noch nicht sehr erschlossen, was sie meiner Meinung nach nur noch besser macht.