Dänemark Ostsee

Camping auf Møn, Seeland und Fünen

Dänemark Ostsee

Kopenhagen steht bei dem ein oder anderen auf der Liste für einen kleinen Wochenendtrip. Und das ist auch völlig berechtigt, denn die dänische Hauptstadt ist wirklich sehr schön. Aber die Gegend rund um die Ostsee von Dänemark hat noch viel mehr zu bieten.

Auf dem Weg dorthin gibt es aber auch noch ein paar tolle Highlights wie Kreidefelsen, schöne Strände, verlassene Seen und idyllische Fjorde. Es lohnt ich daher, anstatt mit dem Flugzeug mit dem Auto nach Kopenhagen zu reisen.

Am schönsten ist die Tour natürlich mit einem Campingwagen, denn an der dänischen Ostseeküste laden viele Plätze zum Campen in der Natur ein.

Dänemark Ostsee

Anfahrt zu Dänemarks Ostseeküste

Du kannst entweder über Flensburg nach Jütland fahren und von dort aus dann irgendwann nach Osten Richtung Kopenhagen. Alternativ fährst du bis Fehmarn und nimmst ab dort die Fähre nach Rødbyhavn. Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Fähre ist preislich mit fast 100 Euro für 2 Personen und KfZ schon ziemlich happig – andererseits ist der Weg dann sehr viel kürzer. Die Alternativroute führt über die Storebæltbrücke. Diese kostet zwar nur etwa 35 Euro für einen PKW – dafür ist der Weg (bis nach Hamburg) etwa 130 Kilometer länger.

Wir entscheiden uns für einen Rundweg: die Fähre auf der Hinfahrt und die Brücke auf dem Rückweg. 

Møns Klint: Kreidefelsen an der dänischen Ostseeküste

Eines der absoluten Highlights auf dem Weg nach Kopenhagen sind die Kreidefelsen “Møns Klint” auf der süßen Insel Møn. Wie eine Schwester der Insel Rügen, erheben sich die weißen Riesen an Dänemark’s Ostseeküste. Vorteil hier: man kann auch noch unten am Ufer entlang spazieren – das geht auf Rügen seit einem Unfall nicht mehr.

Die Atmosphäre am Wasser hat etwas sehr besonderes und unwirkliches. Alles ist irgendwie in Weiß-und Grauschattierungen – als hätte jemand die Sättigung herausgedreht. Am Ufer liegen zahlreiche kleine graue Kieselsteine und Treibholz und alles scheint von etwas Kreidepulver bedeckt zu sein. Das klare Wasser sticht dagegen in einem hellen türkis als Kontrast heraus – fast ein bisschen wie eine Eislandschaft. 

Zum Strand gelangt man übrigens über eine der recht langen und steilen Holztreppen, die hübsch durch den Wald führen. Blöd, wenn man das Ufer entlang läuft um die nächste dann wieder hinaufzusteigen – und dann macht einem die Flut einen Strich durch die Rechnung.

Der Strand ist hier so schmal, dass an einer Stelle (kurz vor der Treppe) das Wasser dann bis an die Felsen steigt. Statt wie alle anderen umzukehren und zurückzulaufen schnüre ich den Rucksack mit der Kamera hoch und wir waten durch das schwappende Wasser. Da der Boden dort auch noch von großen Kieselsteinen bedeckt ist (und ich mit der Kamera ungern ausrutschen will…) lasse ich meine Chucks einfach an. Klappt wunderbar!

Camping auf Møn

Wer danach in der Umgebung sein Lager aufbauen möchte, dem kann ich den nahe gelegenen Campingplatz “Camping Møns Klint” empfehlen. Der ist wirklich schön und mitten in der Natur.

Man findet in den vielen einzelnen Ecken auch gut ein abgelegenes Plätzchen. Wir haben sogar eine ganze Wiese für uns – abgetrennt durch einen Hügel und mit Blick auf die Felder. Herrlich. Und Sterne kann man da auch wunderbar gucken! 

Seeland: Kopenhagen

Am nächsten Morgen sollte man dann früh nach Kopenhagen aufbrechen, das Auto dort irgendwo parken und los geht’s!

Die schönsten Sehenswürdigkeiten für einen Tag in Kopenhagen zeige ich dir in einem eigenen Artikel. Außerdem bekommst du dort echte Insidertipps von meinem dänischen Kollegen Chris, der in Kopenhagen lebt. Er verrät dir seine Lieblingsrestaurants und -Bars und tolle Ausflüge in Kopenhagens Umgebung. 

Campen Kopenhagen

Wer keine Lust hat, auf einem Parkplatz mitten in Kopenhagen zu schlafen, der fährt noch eine knappe dreiviertel Stunden nach Norden zum Nivå Havn.

Hier kannst du hier herrlich ruhig und direkt am Wasser stehen. Aus dem Bett heraus siehst du gegenüber sogar Schweden und über dir einen wunderschönen Sternenhimmel. 

Seelands Norden: schöne Strände und Seen

Am nächsten Tag geht es Richtung Strand im Norden von Kopenhagen. Auf dem Weg lohnt sich ein kleiner Abstecher zum Fredensborg Slot und dem See Esrum Sø. Mit Glück hängt die Affenschaukel noch an dem kleinen Parkplatz am See .

Wer danach einfach noch ein bisschen Zeit am Strand verbringen möchte, der fährt nach Gilleleje, Von den Klippen Gilbjerghoved hat man einen sehr schönen Blick. Ein schöner Sandstrand mit Parkplatz direkt dabei ist der Smidstrup Strand. Hier lohnt es sich, das SUP aufzupumpen und ein bisschen auf der dänischen Ostsee herum zu paddeln. 

Fünen: Rückweg oder Weiterfahrt nach Jütland

Der Rückweg führt über die lange und schicke Storebælt Brücke auf die Insel Fünen. Besonders idyllisch ist der Gamborg Fjord. Hier kann man schön spazieren und trifft dabei wahrscheinlich nur auf ein paar Vögel oder Schafe.

In der Nähe von Føns auf einer der Wiesen kann man gut ein letztes Nachtlager aufschlagen um dann am nächsten Tag den restlichen Weg nach Hause zurückzulegen. Alternativ kann man seine Reise in Jütland fortsetzen. Tipps für einen Trip entlang der dänischen Nordseeküste gibt es hier