Fotoparade 2018 – Teil 2

Highlights aus Bolivien und Peru

Das neue Jahr ist schon einen Monat alt, doch etwas fehlt noch! Mein halbjährlicher Rückblick und Beitrag zur Fotoparade auf dem Reiseblog “Erkunde die Welt”, an der zahlreiche Reiseblogger teilnehmen.

Aufgabe ist es, die sieben schönsten Fotos des zweiten Halbjahres von 2018 vorzustellen. Der besondere Kniff: die Fotos müssen verschiedenen Kategorien zugeordnet werden.

Herausforderung 2018/2

Diesmal lauten die Begriffe:

“Abstrakt”

“Aussicht”

“Krasse Sache”

“Landschaft”

“Rot”

“Tierisch”

“Schönstes Foto” 

Rückblick 2018/2

Also ab an die tausend Fotos und Erinnerungen. Die letzten Monate nochmal Revue passieren lassen – es war turbulent. 

2 Monate Examensendspurt und das Ende einer Ära

2 Monate reisen durch Bolivien und Peru

2 Monate ankommen, sich selbst finden und neu ausrichten

Highlights gab es viele und bei der ein oder anderen Kategorie war es wie immer die Qual der Wahl. So viele schöne Orte und spannende Motive – unmöglich sich da zu entscheiden! 

Nach mehrmaligem Durchklicken und Durchstöbern sind es dann aber doch irgendwann immer die gleichen Fotos, zu denen man zurückkehrt. Und sei es einfach nur deshalb, weil man an den Ort, die Situation oder den Moment eine ganz besonders schöne Erinnerung hat. 

Einige der Bilder sind bereits in veröffentlichten Artikeln erschienen – andere eine Vorschau auf die vielen, die noch kommen werden.

Abstrakt

Bei “abstrakt” denkt man wohl meistens an schicke Bürogebäude, moderne Architektur, Stahl und Glas. Aber auch die Natur kann abstrakt sein. Oft malt die Natur die verrücktesten Bilder und zeichnet Muster, wie sie sich kein Künstler ausdenken könnte.

Eines dieser abstrakten Kunstwerke fand ich in Bolivien: der Salzsee “Salar de Uyuni”, auf dem sich eine Art Salzkruste in einem außergewöhnlichen Muster bildet. Feine Linien übersäen den See und bilden dabei abertausende Sechsecke. Das ganze sieht aus wie eine überdimensionale Bienenwabe und besonders am Morgen, wenn die Sonne über dem See aufgeht, sieht die schneeweiße Fläche im goldenen Licht einfach magisch aus. 

Salzsee Uyuni, Bolivien

Aussicht

Magisch ist auch der Blick auf den 5200 Meter hohen “Vinicunca” in Peru. Wegen seiner bunten Farben wird er auch “Rainbow-Mountain” genannt. Entdeckt wurde er erste vor wenigen Jahren – davor waren die bunten Steinschichten noch von einer dicken Schneeschicht bedeckt.

Die verschiedenen Farben sind übrigens durch Ablagerungen verschiedener Mineralien entstanden: Rot ist Eisenoxid, Pink ist Mangan und Gelb ist Schwefel. Mein Lieblingsstreifen in Türkis entstand durch eine Rekation von Kupfer, Wasser und Sauerstoff. Durch Plattentektonik wurden die verschiedenen waagrechten Flächen in eine beinah senkrechte Position verschoben. 

Rainbowmountain

Krasse Sache

Auch wenn meine Oma sich schon über das Bild beschwert hat: dieses Motiv ist wirklich krass und nichts für schwache Nerven. 

Diese beiden abgetrennten Kuhköpfe entdeckten wir in Sucre, der Hauptstadt von Bolivien, auf einem Markt. Als wäre das Motiv nicht krass genug, lag 5 Meter weiter ein schlafendes Baby auf der Arbeitsfläche…

Das ist wirklich eine “krasse Sache”. Sorry Oma.

Kuhköpfe auf einem Markt in Sucre, Bolivien

Landschaft

Diese Kategorie fiel mir diesmal ganz besonders schwer, denn auf der Reise durch Bolivien und Peru haben wir so viele verschiedene Landschaftsbilder gesehen. Egal ob das Amazonasgebiet im Norden von Bolivien und die Tiefebene im Osten des Landes, die Anden oder die Wüstenlandschaft in Peru: alle haben ihren ganz besonderen Reiz. 

Die eindrucksvollste Landschaft war für mich jedoch im südwestlichen Bolivien, an der Grenze zu Chile. Während unserer mehrtägigen Jeeptour zum “Salar de Uyuni” brausten wir durch die karge Landschaft des Nationalparks “Eduardo Avaroa”, vorbei an Lagunen in beinah allen Farben des Malkastens und schneebedeckten Berggipfeln. Eine atemberaubende Szenerie. 

Das Foto entstand an der “Laguna Kollpa”, deren weiße Mineralien wie eine dicke Eisschicht auf dem Wasser lagen und einen wunderschönen Kontrast zu den pinkten Flamingos bildeten.

Laguna Kollpa, Bolivien

Rot

Apropos Flamingos. Die pinkfarbenen Vögel entdeckten wir in beinah jeder der Lagunen im Nationalpark “Eduardo Avaroa”. Ganz besonders nah kamen wir ihnen an der “Laguna Colorada”. Abgesehen von den witzigen Geräuschen, die sie von sich geben, stellten wir dort fest, dass die Vögel (zumindest am Körper) eigentlich gar nicht rosa sind. Ihr oberes Gefieder ist nämlich weiß. Allerdings haben sie darunter knallrote Federn, die offenbar so sehr hindurchschimmern, dass sie von Weitem ganz pink aussehen. 

Als hätte jemand einen Pinkfilter über die ganze Landschaft gelegt, waren jedoch nicht nur die Vögel pink! Auch das Wasser der Lagune leuchtet rot-rosa. Auf den ersten Blick sieht es aus, als würde sich die Farbe der Vögel hinauswaschen und das Wasser einfärben… 

Flamingos in Bolivien

Tierisch

Fressen oder gefressen werden. So simpel ist es in der Tierwelt. Der ein oder andere Zyniker wird sagen, dass es da keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier gibt. Und uns Juristen sagt man ebendiese Einstellung ja auch oft mal nach…

So oder so – bei solchen Szenen freut sich jedenfalls die Kamera! Dieser tierische Moment ergab sich auf einer Bootsfahrt in den “Pampas del Yacuma” im Norden von Bolivien, als ein Kaiman einen Fisch mit beinah identischem Muster zum Frühstück verputzte. 

Schönstes Foto

Was auf den ersten Blick so einfach klingt, ist eigentlich die schwerste Kategorie, denn welches ist das schönste von alle den Tausenden? 

Aufgrund absoluter Überforderung habe ich deshalb das Foto genommen, in welches die meiste Zeit und der größte Aufwand geflossen ist (zumindest sofern man die vier Tage Wanderung auf dem Salkantay Trek nicht als “Aufwand für ein Foto vom Machu Picchu” rechnet). 

In einer verlassenen Schlucht im Osten von Bolivien konnte ich endlich mal meinen neuen Graufilter in Ruhe testen. Denn nichts eignet sich hierfür besser als ein Wasserfall! Problem: den Graufilter habe ich nur für mein Weitwinkelobjektiv. Der Wasserfall war aber am anderen Ende des Sees und ließ sich eigentlich nur mit meinem Telezoom einfangen. Also tat ich etwas, wobei jeder Fotograf wohl die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hätte: ich hielt den viel zu großen Graufilter per Hand vor das Teleobjektiv. Problem bei der Sache: Graufilter-Fotografie bedeutet Langzeitbelichtung, was im Umkehrschluss heißt: jeder noch so kleine Wackler der Kamera sorgt für ein verwackeltes Bild. Mit angehaltenem Atem hielt ich den Filter also genau so nah an die Linse, wie nur irgendwie möglich, ohne sie tatsächlich zu berühren.

Was tut man nicht alles für das schönste Foto.

Vorschau 2019

Mit diesen sieben Fotos geht das Reisejahr 2018 zu Ende. Wie es weitergeht? 

Erst einmal wollen noch viele Geschichten aus Bolivien und Peru erzählt werden, denn einige der Bilder hier sind nur eine Vorschau auf so vieles das noch kommt. Außerdem warten diverse Yoga-Flows und Vanlife-Arikel auf ihre Veröffentlichung! 

Das alles wird in Zukunft vielleicht nicht ganz so flott hintereinander kommen, wie bisher. Denn morgen beginnt für mich eine neue Ära: ich fange tatsächlich an zu Arbeiten. So richtig! 

Doch das Projekt “Katetravels” wird weitergehen – nach Feierabend und an den Wochenenden. Der kreative Ausgleich zur Juristerei. Neue Reiseziele und Projekte sind schon Bestandteil von Tagträumen. Vielleicht geht’s bald nach Marokko und mit Sicherheit mit Tommy wieder zum Surfen. Vielleicht schwing ich mich bald am Kite in die Lüfte und mit Sicherheit werde ich weiterhin oft auf der Yogamatte stehen. 

Ich bin jetzt schon gespannt, was ich euch in 6 Monaten bei der nächsten Fotoparade zeigen werde. 

Bis dahin, 

Eure Kate.