Die Tour
– Die schönsten Plätze entlang der Route –

I. Bordeaux
Bordeaux ist eine hübsche Stadt kurz vor der Atlantikküste. Es gibt einige schöne alte Gebäude, eine tolle weitläufige Flusspromenade und ein quirlige Einkaufsstraße. Auf dem Weg zum Meer lohnt in jedem Fall ein kurzer Stop, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist. Die folgende Route lässt sich durch einen gemütlichen Bummel innerhalb von ca. drei Stunden zurücklegen und führt an den Hauptsehenswürdigkeiten vorbei. 

1. Monument aux Girondins 
Die Säule mit dem schönen Brunnen erinnert an die Opfer während der Französischen Revolution. 


2. Opéra National de Bordeaux – Grand-Théâtre 
Ein schönes historisches Gebäude mit einer tollen Fassade.


3. Rue Sainte-Catherine und Promenade Sainte Catherine
Durch die quirlige Ladenzeile und das stylische Einkaufszentrum kann man sich gut treiben lassen und bei O Sorbet d’Amour einen riesigen Eisbecher mit ausgefallenen und sehr leckeren Sorten mitnehmen. 


4. Cathedrale Saint-André de Bordeaux und Tour Pey-Berlan 
Die beeindruckende Kathedrale ist Sitz des Erzbistums Bordeaux. Der Glockenturm steht isoliert gegenüber und kann (mit entsprechender Wartezeit) bestiegen werden. 


5. Mairie de Bordeaux
Die Fassade des Museums ist mit seinen Säulen sehr fotogen und lohnt in jedem Fall einen kurzen Blick.


6. Quai Richelieu 
Die wunderschöne Flusspromenade sollte man unbedingt entlang schlendern. Sie ist wunderschön und sehr großzügig angelegt und führt vorbei an vielen schönen historischen Fassaden.


7. Place de la Bourse und Le Miroir d’eau.
Läuft man die Promenade vom Porte de Bourgogne nach Norden, gelangt man auf Höhe des Stadtzentrums an den Börsenplatz. Das Gebäude an der Westseite des Platzes ist eines der schönsten in ganz Bordeaux. Ihm gegenüber ist ein großes “Wasserfeld” angelegt, das durch kleine Wassersprudel ca. 1 cm hoch unter Wasser steht. Die Kinder haben ihre Freude, darin herumzuhüpfen – und nach einem Fußmarsch durch die heiße Stadt erfreuen sich auch die Füße einer Abkühlung. 

 

 

II. Bucht von Arcachon
1. Cap Ferret 
Die Fahrt hinaus auf die Landzunge “Cap Ferret” and der Bucht von Arcachon ist wunderschön. Eine kleine Straße führt durch Pinienwälder bis zum Leuchtturm “Phare du Cap Ferret”. Ein Aufstieg lohnt sich – von oben hat man einen tollen Blick aufs Meer und die gesamte Bucht bis hin zur Düne von Pilat. 
Am Fuß des Leuchtturmes gibt es einen kleinen Strand “Plage du Mimbeau”, der durch eine kleine Sandbank von der Bucht geschützt ist. Das Wasser ist dort so flach, dass man einfach auf die Sandbank hinüber laufen kann und sich dort ein ruhiges Plätzchen suchen kann. Von dort lassen sich die vorbeifahrenden Segelboote und Yachten sehr schön beobachten. Besonders interessant sind dort auch die Austern-Zuchtbänke, die in vielen Reihen im flachen Wasser vor der Sandbank liegen. Wer hindurch watet, findet sicherlich die ein oder andere herabgefallene Muschel als Andenken. 


2. Port de Larros
Von Cap Ferret geht es dann um die Bucht von Arcachon herum in Richtung Arcachon (ca. 70 Kilometer und 1,5 Stunden). Auf dem Weg lohnt ein Zwischenstop in Port de Larros. Der Hafen ist zwar etwas heruntergekommen und kein Schmuckstück, dafür kann man hier ganz frische Austern aus der Bucht probieren. An der kleinen Hafenstraße “Esplanade des Ostreiculteurs” gibt es viele kleine Restaurants, alle mit einem sehr ähnlichen Angebot. Ich entschied mich für eines, dass durch seine vielen bunten Kissen und Schirme und hübscher Dekoration ins Auge sprang und bestellte dort für 9 € 6 Austern mit Brot und einem Weißwein. Da ich vorher noch nie Austern probiert hatte, habe ich keinen Vergleich was den Geschmack angeht, kann aber sagen, dass es auf jeden Fall eine schöne Erfahrung mit viel Flair war. 


3. Arcachon
Das kleine Städtchen, das der Bucht seinen Namen gibt, ist zwar ausgesprochen chic und sauber, jedoch auch sehr touristisch. Alles wirkt irgendwie künstlich. Der Strand ist eher langweilig, da die Bucht ein großes Planschbecken ohne Wellen ist. Aber für einen kleinen Spaziergang durch die schönen Sträßchen mit einem Eis in der Hand lohnt sich ein weiterer Zwischenstop. Fast noch schöner als das Stadtzentrum am Wasser sind jedoch die Wohngebiete auf dem Hügel. Beim Weg in die Stadt sollte man durch ein paar der Straßen cruisen und über die wunderschönen Lage der Anwesen dort ins Schwärmen geraten. 


4. Düne von Pilat
Das Highlight der Gegend um die Bucht von Arcachon ist allerdings die Düne von Pilat. Ein monströser Sandhaufen, der (variierend) bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit und etwa 2,7 Kilometer lang ist. Man sollte es sich nicht entgehen lassen, einen Sonnenuntergang von dort oben zu genießen. Oft kann man dabei auch noch den Paraglidern zusehen, wie sie entlang der Dünenkante hinauf und herab schweben. 
Am praktischsten ist es, wenn man direkt an der Düne campiert. Ich hatte einen Platz direkt in letzter Reihe vor der Düne – was schlichtweg atemberaubend war. Sieh dir hierzu meine Campingtipps für Frankreich an. 

 

 

III. Biscarosse
Der kleine Ort Biscarosse bietet nicht sonderlich viel, wenn man auf Sightseeing-Tour ist, aber es gibt einige schöne Ecken.
Strände gibt es gleich drei. Der nördlichste “Plage du Vivier” liegt nahe eines tollen Campingplatzes und es lässt sich dort sehr gut surfen. Den südlichsten Strand fand ich persönlich nicht so schön. Die Umgebung ist eher karg bebaut aber betoniert und am Strand verbreiten die Bademeister mit ihren Trillerpfeifen eine ungemütliche Atmosphäre. 
Zum Schlendern ist der Hauptstrand in der Mitte schön, denn hier gibt es kleine Läden und es ist sehr hübsch angelegt. 
Ganz besonders lohnt in Biscarosse ein Abstecher zu den Seen. Auch davon gibt es gleich drei an der Zahl. Der schönste ist der kleinste in der Mitte “Petit Étang de Biscarosse”. Am Südufer des Sees (
44°23’52.3″N 1°10’58.4″W) ist eine sehr schöne große Wiese, auf die man mit einem PKW auch fahren darf. Die Einfahrt ist hierzu mit einer sehr schmalen Schranke begrenzt – aber bei geringem Tempo passt ein Kleinwagen dadurch. Das tolle an dem See ist, dass man (wenn überhaupt) nur wenigen Menschen dort begegnet, denn hier gibt es nichts außer Natur. Wenn man ein eigenes SUP oder Boot hat, kann man von hier aus über den See und durch die sehr idyllischen Kanäle zu den anderen großes Seen fahren. Unterwegs kann man neben schönen Pflanzen vor allem riesige blaue Libellen beobachten, die dich über der Wasseroberfläche herumflitzen. 

 

 

IV. Mimizan
Von Biscarosse ist es nur ein kurze Fahrt nach Mimizan, einem weiteren Strandort. Der Strand ist zwar sehr voll, allerdings kommen sich Surfer und Schwimmer dennoch nicht ins Gehege. Denn dem Strand ist noch eine kleine Sandbank vorgelagtert, die eine natürliche Grenze für Welle und Surfer ist. 
Auch in Mimizan gibt es einen schönen See “Étang d’Aureilhan”, der allerdings weitaus touristischer und überlaufener ist, als der kleine See in Biscarosse. Fast das gesamt Ufer besteht aus offiziellen Liegeplätzen mit teuren Parkplätzen oder ebenso überteuerten Campingplätzen.
Es gibt allerdings eine Ausnahme (siehe für Details den Beitrag zu Campingplätzen in Frankreich). Einen sehr einfachen und günstigen Campingplatz direkt am Ufer, der durch die natürliche Form des Sees und der angrenzenden Baumgruppen auch sehr abgeschottet von den großes Liegewiesen liegt. Von hier aus kann man wunderbar mit Boot oder SUP über das Wasser treiben und die Seele baumeln lassen. 

 

 

V. Contis Plage
Widerrum eine kurze Fahrt weiter befindet sich das kleine Nest Contis-Plage. Das kleine charmante Dorf ist noch relativ untouristisch und weniger überlaufen vergleichen mit den umliegenden Stranddörfern und lohnt einen kleinen Besuch. Mittwochs und Sonntags gibt es dort einen schönen kleinen Markt und auch die kleine Ladenzeile lohnt einen kleinen Bummel. Im Café “La Terrasse”  kann man sehr gemütlich einen großen Cappuccino trinken und auch der Strand selbst lohnt einen Spaziergang, da er sehr ruhig und weitläufig ist. 

 

VI. Biarritz
In Biarritz beginnt das Baskenland und auch die Natur ändert sich hier schlagartig. Die Pinienwälder und weitläufigen Strände werden hier abgelöst von schroffen Felsenformationen und hügeliger Landschaft. Biarritz selbst ist sehr chic und bietet genug zu sehen für einen längeren Aufenthalt. Das Stadtzentrum lebt von alten Jugendstilfassaden und kleinen Geschäften, die kleinen Gassen, die sich schlangenlienenförmig den Hügel hinaufziehen sind sehr hübsch und auffällig sauber. Die Strände sind allerdings alle sehr voll, da sie in sehr kleinen Buchten liegen. Die Bedingungen zum Surfen sind am südlichsten Strand “Plage de la Côtes des Basques” – gerade für Anfänger – sehr gut, allerdings ist es auch so voll, dass man sich sehr schnell ins Gehege kommt. Der zentrale Strand “Plage du Port Vieux” ist wirklich winzig, aber hier kann man toll entlang der schroffen Felsen schnorcheln, die aus dem Wasser herausragen.
Besonders schön ist der Küstenweg  zwischen dem kleinen zentralen Strand und dem Hauptrand im Norden “Grande Plage”. Von hier aus kann man die beeindruckenden Felsen im Meer und die daran zerschellenden Wellen beobachten. Einen tollen Blick auf die Stadt und die kleine Bucht hat man von dem kleinem Felsenriff “Rocher de la Vierge”, das durch eine Brücke aus der Feder Gustav Eiffels mit dem Küstenweg verbunden ist. Ein schönes Fotomotiv ist der “Bouche ouverte sur la mer”, ein großes rundes Loch in einem großes Felsbrocken, durch den man auf die nördliche Bucht der Stadt schaut. 
Einige Kilometer weiter nördlich steht noch ein schöner Leuchtturm, der sich sicherlich lohnt. Die Parksituation dort ist allerdings sehr kompliziert, so dass man hierfür vielleicht einen längeren Spaziergang einplant.

 

 

VII. Saint-Jean-de-Luz (Nord)
Südlich von Biarritz, auf halbem Weg Richtung der nächsten Stadt Saint-Jean-de-Luz habe ich meinen Lieblings-Platz gefunden. Oberhalb des “Plage de Lafitenia” liegt ein kostenloser Parkplatz mit einer kleinen Wiese. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die Bucht und den angrenzenden kleinen Wald. Teilweise schweben Paraglider dicht über den Baumwipfeln. Auf der Wiese werden aus einem hübschen alten Surferbus Getränke und Snacks verkauft und abends finden sich dort mitunter Musiker ein, die entspannte Musik zum Besten geben. An dem Parkplatz selbst scheint das “Wild-Campen” geduldet zu sein und so gibt es einige Busse, die dort ihr Nachtlager aufschlagen. Auf diese Weise kommt man in den Genuss, einen wunderschönen Sonnenuntergang direkt vom Schlafplatz aus zu beobachten. Man kann natürlich auch zu dem schönen kleinen Strand hinunter gehen. Hier trifft man nur auf wenige Menschen und hat einen schönen Blick auf die ins Meer ragenden Felsen. Zum Surfen gibt es hier leider (meistens) nicht genug Wellen, aber eine Bucht weiter, in Bidart, kann man schon mehr Glück haben. Der Strand dort ist zwar nicht gerade feinsandig – hat aber durch die vielen großen und kleinen Steine seinen eigenen Reiz. Vor allem ist er aber kaum besucht und so hat man hier viel Platz und Ruhe zum Surfen oder zum in der Sonne liegen.

 

 

VIII. Donostia San-Sebastián
Die spanische Stadt ist noch Teil des Baskenlandes und lässt sich gut mit einer Frankreich-Tour verbinden. Dabei sollte man das Auto aber außerhalb der Stadt – am besten noch östlich des kleinen Flusses – parken, denn in der Stadt herrscht absolutes Verkehrschaos. Da kann es schonmal 1-2 Stunden dauern, bis man 2 Kilometer zurückgelegt hat und einmal drin, kommt man auch so leicht nicht mehr heraus. Am besten erkundet man die Stadt daher zu Fuß. 
Highlight der Stadt ist auf jeden Fall das “Castillo de La Mota” eine Burgruine auf einem recht hohen Hügel, von dem aus man einen atemberaubenden 360° Blick auf die Stadt, die entfernten Pyrenäen das Meer hat. Auf der Spitze der Burg steht eine große Jesus-Statue – ein bisschen wie in Rio de Janeiro, nur um einiges kleiner.
Aber auch die Stadt selbst ist sehr schön. Bei einem Streifzug durch die urigen engen Gassen rund um die “Iglesia de Santa Maria” und die “Iglesia San Vicente”, entdeckt man schöne alte Fassaden und viele kleine Läden laden zum Essen und Verweilen ein. Der große Park an der Ostseite der Bucht ist sehr schön angelegt und wird von vielen pompösen Gebäuden mit beeindruckenden Fassaden umgrenzt. Der Stadtstrand “Playa de la Concha” ist zwar alles andere als ruhig, aber man hat von dort einen schönen Blick auf die kleine Insel “Santa Clara” in der Mitte der Bucht und das offene Meer dahinter. 

 


Suchst du noch nach schönen und günstigen Campingplätzen auf deiner Route? Dann sieh dir meine Campingplatz-Tipps für Frankreich an. 
Wenn du mehr von meinen Erlebnissen vor Ort erfahren möchtest, dann stöber durch meine täglichen Blog-Einträge zur Frankreich-Tour. 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.