Highlights in Paris

Acht Touren und hilfreiche Tipps

Highlights in Paris Sacre Coeur

Paris.

Die Stadt der Liebe, der Macarons und Amélie Poulin.

Hotspot für Romantik, Mode und Kunst.

Straßencafés, Kirchen und Museen.

So viel zu sehen und zu erleben –

man weiß gar nicht wo man anfangen soll.

Meine Freundin Sina, die hier schon öfter über ihre Hilfseinsätze in Afrika geschrieben hat, und ich, sind dieses Jahr endlich mal wieder gemeinsam verreist. Für vier Tag im Mai haben wir uns in Frankreichs Hauptstadt getroffen und unsere Highlights in Paris erkundet.

Karte Paris

Highlights in Paris erkunden

Im Gegensatz zu unserer Reise durch Rom vor einigen Jahren, haben wir unser Sehenswürdigkeiten-Programm auf unsere absoluten Favoriten und Highlights in Paris beschränkt. Denn wir wollten vor allem eins: die besondere Atmosphäre von Paris spüren. Und das geht eben nicht in Schlangen vor dem Louvre zwischen tausend anderen Touris.

Im folgenden Artikel zeige ich dir also nicht ALLE Sehenswürdigkeiten in Paris. Nicht mal alle wichtigsten. Dafür bekommst du von mir meine persönlichen Highlights in Paris: die für mich schönsten Sehenswürdigkeiten, mit möglichst wenig Schlange-stehen und Zeit für das Pariser Leben.

Außerdem werde ich dir zeigen, dass auch Paris nicht immer im Instagram-Modus ist. Trotz bester Reisezeit Anfang Mai war es ziemlich frisch und am letzten Tag auch mehr oder weniger nonstop geregnet. Anstatt von Instagrammy-Sommerkleid-Bildern unter rosa blühenden Bäumen vor einem farblich passenden Ladurée-Lädchen gibt’s Restaurant- und Weinbar Tipps zum Flüchten vor Wind und Wetter.

Unterkunft in Paris

Eine Unterkunft in Paris zu finden ist kein Problem – sofern man das nötige Kleingeld hat. Für dich mag es keine Überraschung sein, aber Paris ist sauteuer! Wenn man – so wie ich – die letzten Reisen in Südostasien und Südamerika verbracht hat, ist man beim Preis pro Nacht so verwöhnt, dass es einem bei einer ersten Suche schnell die Sprache verschlägt. Für einen kurzen Moment dachte ich, meine App hat einen Fehler. Doch dann kam schlagartig die Erkenntnis: Willkommen zurück in Europa!

Wer für eine Unterkunft in Paris nicht mehr als 100 Euro pro Nacht für 2 Personen ausgeben möchte, der wird bei Hotels eher außerhalb des Zentrums fündig werden, braucht dann aber immer ewig zu den Highlights in Paris. Wir fanden eine kleines, dafür bezahlbares Einzimmer-Apartment bei Airbnb, das mit knapp 2 Kilometern Entfernung zur Seine eine gute Lage hatte.

Wenn du auf der Suche nach einer Unterkunft in Paris bist, suche am besten in oder in der Umgebung von Marais. Das ist ein nettes Viertel mit vielen Restaurants und Bars und du bist schnell am Ufer der Seine.

Tour 1: Über die Seine-Inseln und das Pantheon zum Jardin de Luxembourg

Die erste Tour meiner Highlights von Paris führt uns an und über die Seine auf die Südseite des Flusses.

Wir starten am Tour Saint-Jacques, einem schönen Turm mit kleinem Park in der Nähe des Seine-Ufers. Von hier aus sind es nur wenige Schritte zum Place du Châtelet, der bereits an der Seine liegt. Ein goldener Engel thront hier auf einer Art Siegessäule über einem schönen Brunnen.

Von hier aus geht es über die Brücke Pont au Change auf die Île de la Cité, die größte der beiden zentralen Seine-Inseln. In ihrer Mitte steht der schöne Palais de Justice de Paris. Eine Besichtigung ist möglich, doch wir bleiben außerhalb des goldenen Zauns und bewundern die Fassade. Besonders die mit Gold verzierte Uhr am Tour de l’Horloge du Palais de la Cité ist einen kurzen Blick wert und auch noch gratis. Sie findet man an der vorderen rechten Ecke, direkt an der Brücke Pont au Change.

Nun stünde eigentlich die berühmte Notre Dame de Paris auf dem Programm, denn sie steht ebenfalls auf der Île de la Cité und ist eines der absoluten Highlights in Paris. Leider macht uns der Brand der Notre Dame wenige Tage vor unserem Besuch einen Strich durch die Rechnung. Notre Dame ist großräumig abgesperrt und wir können sie nur vom südlichen Ufer der Seine bewundern.

Da wir ja schonmal südlich der Seine sind, spazieren wir durch die Straßen. Irgendwann erreichen wir den schönen Platz mit der Kirche Saint-Étienne-du-Mont, dem Panthéon und einigen Universitätsgebäuden. Hier fläzen alle unter den begehrten Sonnenstrahlen. Anstatt auf üblichen Bänken; lümmeln alle auf überdimensionalen Liegestühlen oder einfach auf dem Boden vor dem Panthéon. 

Wir spazieren weiter in Richtung Jardin de Luxembourg. Dieser hat seltsamerweise geschlossen – kein Mensch weiß wieso. Wir laufe an seinem Zaun entlang und gelangen zu seinem “Nachbarn”, dem kleinen Park Jardin des Grands Explorateurs. Hier wird gepicknickt, gechillt und gespielt. Perfekt für ein kurzes Nickerchen in der Sonne. 

Irgendwann realisieren wir auch, warum an einem Mittwoch so viele Leute auf Plätzen und Wiesen liegen und warum der Jardin de Luxembourg wahrscheinlich geschlossen war: es ist der 1. Mai und die Demo der Gelbwesten, soll genau in dieser Gegend sein. 

Wir packen unsere sieben Sachen und machen uns auf den Weg zur nächsten U-Bahn. Doch weit kommen wir nicht. Die Straße ist großflächig abgesperrt. Unzählige Mannschaftswagen von Police national und Gendarmerie stehen bereit und warten. Die ersten Menschen der Demo laufen vorbei. Alles ist friedlich – noch…

Wir machen uns auf den Weg zurück Richtung Unterkunft. Keine 20 Minuten später sehen wir die ersten Nachrichten aus Paris: es muss doch noch ordentlich Krawall gegeben haben: Randalierer, schwarzer Block und Tränengas. Wir sind nicht wirklich böse darum, dass wir das verpasst haben.

Tour 2: Von der Île de la Cité übers Louvre zum Place de la Concorde

Auf der zweiten Tour jagt eines der Highlights in Paris das nächste. 

Wir starten an der Brücke Pont Neuf. Die Brücke führt auf den westlichsten Zipfel der Île de la Cité. Hier starten auch die Boots-Rundfahrten auf der Seine. Aber dazu später mehr. 

Am Ufer der Seine laufen wir nach Westen bis zur nächsten Brücke. Hier steht das pompöse Gebäude des Institut de France. Direkt in Verlängerung des Gebäudes führt die Fußgänger-Brücke Pont des Arts hinüber zum Louvre. 

Der Besuch des Louvre ist mit Sicherheit eines der standardmäßigen Highlights in Paris. Auf stundenlanges Schlangestehen haben wir allerdings nicht so große Lust und so setzen wir unsere Tour ohne einen Besuch des Louvre fort. Die schönen alten Fassaden des Louvre und – ganz wichtig – die gläsernen Pyramiden im Innenhof, kann man allerdings auch ohne Eintritt besichtigen. Und sind wir mal ehrlich: für viele sind genau die das eigentliche Highlight.

Hinter den Pyramiden des Louvre geht es durch einen kleinen Triumpfbogen in den Jardin des Tuileries. Hier bieten Bänke, Wiesen und Irrgärten, Statuen und kleine Seen mit Springbrunnen genug Möglichkeiten, um dem Trubel zu entkommen und sich ein paar Momente zu erholen. Jedenfalls solange nicht der Regen zurückkommt, der uns an diesem und den folgenden Tagen immer mal wieder begegnen wird. 

Tour 3: Vom Place de la Concorde über die Champs Élysée zum Arc de Triomphe

Die dritte Tour der Highlights in Paris schließt direkt an die zweite Tour an. Am Ende des Jardin des Tuileries erwartet uns der große Place de la Concorde mit dem gut 23 Meter hohen und 230 Tonnen schweren Luxor-Obelisken. Warum Luxor? Er stand bis zum Jahr 1831 tatsächlich im Tempel von Luxor in Ägypten. Neben dem Obelisken gibt’s noch allerhand Statuen und Gold zu entdecken. 

Apropos Gold: Vom Place de la Concorde führt die berühmte Champs Elysées hinauf zum Arc de Triomphe. Warum die große Straße als eines der Highlights in Paris gilt und schon so viele Menschen in Verzückung versetzt hat, erschließt sich mir nicht so recht. Eine Luxusmarke jagt die nächste. Vielleicht fehlt mir einfach das nötige Kleingeld und der Wille dazu, es für solche Dinge auszugeben, um diese Verzückung zu spüren.

Zugegebenermaßen: Die Champs Elysées besteht aus mehr als nur Luxusgeschäften. Der erste Teil besteht eigentlich aus einem Park, dem Jardins des Champs-Élysées. Bei schönem Wetter ist es dort mit Sicherheit sehr schön, bei uns ist es leider gerade recht grau und kalt.

Ein ganz besonderes Highlight sind übrigens noch die sechs Brunnen in der Mitte der Champs Elysées. Diese sind erst Ende 2018 fertiggestellt worden und haben wohl für ordentlich Furore in Paris gesorgt. Sie enthalten nämlich unter anderem 3.000 Swarovski-Kristalle. Doch angeblich ist kein einziger Euro aus den französischen Steuergeldern hineingeflossen. Apropos fließen, anstatt eines  richtigen Springbrunnens sprudelt das Wasser verkehrt herum ins Becken. Darüber, ob das Wasser dabei pipi-gelb sein muss, lässt sich wahrscheinlich nicht streiten. Ist ja Kunst…

Der riesige Arc de Triomph am Ende der Champs Elysées sorgt dann doch noch für Begeisterung und ist eines meiner Highlights in Paris. Der riesige Koloss steht inmitten eines Kreisverkehrs. Wobei, der Begriff Kreisverkehr suggeriert irgendwie, dass der Verkehr geregelt ist. Ist er nicht. So gar nicht. Es gibt keine Fahrbahnbegrenzungen – genau genommen auch keine Fahrbahnen. Alles fährt kreuz und quer. Zebrastreifen oder Ampel hinüber zum Triumpfbogen? Fehlanzeige. Also machen wir das, was wir in Saigon schon geübt haben: Augen gerade aus und gleichmäßigen Schrittes über die Straße gehen. Nur nicht den Rhythmus ändern, sonst können sich die Autofahrer nicht daran anpassen. 

Wir kommen ohne Verletzungen und nur einige Jahre gealtert am Triumpfbogen an und wundern uns, warum sonst keiner über die Straßen läuft. Wo kommen die ganzen anderen Menschen her? Wir bewundern den riesigen Koloss noch eine Weile und spurten dann Richtung Champs Elysées zurück auf das “Festland”. Und da entdecken wir ihn: einen Tunnel, der unter der chaotischen Straße zum Triumpfbogen führt. Den hätte man ja nun wirklich mal besser ausschildern können! 

Damit dir das nicht passiert, findest du hier den Eingang auf Googlemaps. Es sei denn du möchtest für Südostasien üben. Dann Waldmannsheil! 

Tour 4: Vom Triumpfbogen zum Eiffelturm

Einmal Anstehen gönnen wir uns dann doch. Aber der Eiffelturm ist nunmal auch eines der absoluten Highlights in Paris. Ich war vor vielen Jahren als Kind schonmal oben auf dem Eiffelturm und es hat mich damals komplett aus den Socken gehauen. Also ist klar: Daran kommen wir nicht vorbei.

Um ganz langes Schlangestehen kommt man aber doch herum. Man kann entweder vorab Tickets für einen bestimmten Zeitslot kaufen und steht dann nur ganz kurz an. Das nimmt einem allerdings die Flexibilität. Für uns ist es aufgrund des unbeständigen Wetters wichtig, dass wir erst dann zum Eiffelturm gehen würden, wenn es gerade tatsächlich trocken und halbwegs wolkenfrei ist. Ohne schönen Blick auf die Stadt wäre uns das Ticket einfach zu teuer.

Wir fahren also am frühen Morgen mit der U-Bahn zum Eiffelturm und sind fast pünktlich zur Öffnung um 9 Uhr am Ziel. Die nächste Haltestelle ist übrigens die Station “La Motte-Picquet – Grenelle”. Von hier aus läuft man den schönen langen Grünstreifen auf den Eiffelturm zu. Schönes Motiv! Danach heißt es Schlangestehen unter dem Eiffelturm – immerhin: auch hier versüßt das ein oder andere Motiv die Wartezeit.

Anstehen müssen wir dann “nur noch” eine knappe halbe Stunde. Das ist für uns okay. In dieser Zeit zerbrechen wir uns den Kopf über folgendes Problem: Wir hatten uns eigentlich überlegt, dass es für uns reicht, auf die zweite Ebene zu fahren. Um ganz nach oben zur Spitze zu kommen, braucht man nämlich ein extra Ticket, das nochmal teurer ist. Vor Ort, während wir so anstehen, sind wir dann aber doch überzeugt davon, dass “wenn wir schon mal hier sind, wir es auch komplett machen müssen”. (Der schlimmste Satz für die Reisekasse, denn damit lässt sich jede Ausgabe rechtfertigen.)

Wir finden dann allerdings auf der Webseite einen Hinweis, dass man nur mit dem vorgebuchten Ticket auf die Spitze des Eiffelturms gelangt. Und für die nächsten Tage ist auch schon alles ausgebucht. Mist. Doch jetzt kommt’s: am Ticketschalter fragen wir einfach mal ganz naiv nach – und bekommen ohne Probleme ein Ticket für die Spitze vom Eiffelturm. Der Kartenverkäufer weiß nicht einmal etwas von dem Hinweis auf der Webseite. Wir stellen es nicht weiter in Frage und freuen uns – im Gegensatz zur Reisekasse.

Die Reisekasse freut sich übrigens auch nicht über die von uns gewählte Art des “Aufstiegs”. Wir sind nämlich mal ganz faul und nehmen den Aufzug. Laufen tun wir die Tage in Paris ja schon genug. Natürlich muss auch das extra bezahlt werden. Aber wenn wir schonmal da sind… (da ist er wieder, dieser Satz).

Auf der mittleren Ebene angekommen, verkneifen wir uns einen ersten Blick und stellen uns direkt am Aufzug für die Spitze vom Eiffelturm an. Später wird es nämlich bestimmt noch richtig voll. Wir warten nur wenige Minuten und dann sind wir an der Reihe. Während der Himmel noch in grau getaucht ist und wir einfach nur hoffen, dass es nicht gleich anfängt zu regnen, steigen wir in den Aufzug und sind wenige Momente später auf 276 Metern. Über uns strecken sich noch weitere 58 Meter der Spitze in Richtung Himmel. Aber für Besucher ist hier Schluss. Reicht ja auch: Der Blick ist atemberaubend und eines meiner absoluten Highlights in Paris! 

Und weil wir heute einfach Glück haben, verziehen sich in diesem Moment die Wolken und die Sonne zeigt sich! Ich versuche jetzt gar nicht den tollen 360 ° Blick auf Paris zu beschreiben und lasse einfach meine Fotos sprechen. Es lohnt sich übrigens auch noch auf der 2. Ebene einmal herum zu laufen. Der Blickwinkel ist auf 115 Metern ja doch nochmal ein anderer.

Wieder am Boden gehen wir über die Pont d’Iéna zurück an das andere Ufer der Seine. Hier befindet sich der monumentale Palast Palais de Chaillot mit Jardins du Trocadéro. Von hier aus hat man wohl den schönsten Blick auf den Eiffelturm, was den Park zwangsläufig zu einem der Highlights in Paris macht. Perfekter Spot für Selfies, Gruppenfotos, Heiratsanträge und Handstandfotos.

Tour 5: Paris abseits der Seine

So schön die herausragenderen Highlights in Paris auch sind – den Pariser Flair schnuppert man am besten, wenn man sich einfach ein bisschen durch die Straßen treiben lässt. Der Teil nördlich der Seine, oberhalb vom Louvre bietet sich für einen Bummel durch die Gassen besonders gut an. Hier findet man zum Beispiel zahlreiche hübsche Passagen mit kleinen Cafés und Lädchen. Zum Beispiel die Galerie Vivienne oder die Passage du Grand Cerf.

Ein echter Hingucker sind auch die zahlreichen Macaron-Läden, in denen man unbedingt ein oder zwei Exemplare probieren sollte.

Zwischen Gastronomie und Shopping findet man aber auch viele kleine Kirchen und Parks verstreut in den Straßen von Paris. Die Kirchen sind nicht so bekannt wie Notre Dame oder Sacre Coeur, zwei der sehr bekannten Highlights in Paris. Aber es sind einige richtig hübsche Exemplare dabei. Sehr schön und mit außergewöhnlichem Turm ist die Kirche Saint-Germain-l’Auxerrois am östlichen Ende des Louvre. Sehr fotogen ist auch die St-Paul-St-Louis mit knallroter Tür. Gegenüber ist ein tolles Restaurant mit leckeren Crêpes und Galettes. Doch dazu am Ende mehr.

Ein kleines Päuschen ist schön am Place des Vosges oder im Jardin du Palais Royal.

Zu der Liste meiner ganz persönlichen Highlights in Paris gehört allerdings vor allem die alte und aufwendige Architektur an zahlreichen Ecken in Paris. Verzierte Fassaden, architektonische Kunstwerke, Triumpfbögen und Siegessäulen, aber auch ganz normale Wohnhäuser.

Besonders hübsch ist die Oper, das Gebäude des Musée des Archives nationales und die Säule Colonne Vendôme. Ob modernere Gebäude wie die Einkaufszentren Les Halles oder Centre Pompidou zu neuen Meisterwerken oder Bausünden zu zählen sind, liegt wohl im Auge des Betrachters.

Tour 6: Am Ufer der Seine

Eines meiner absoluten Highlights in Paris ist die Seine. Der Fluss schlängelt sich mitten durch die Stadt und wird von ca. 40 Brücken überquert.

Am schönsten ist es, das Ufer der Seine mit einem Spaziergang zu erkunden. Hier spielt sich so einiges ab: Jogger, Outdoor-Fitness-Geräte, Picknicktische und Grünflächen. Wenn die Temperaturen es zulassen, ist ein Picknick mit einer Flasche Wein bestimmt herrlich. Bei uns ist es leider zu kalt, doch für ein Kiosk-Bier zum Sonnenuntergang reicht es allemal.

Tour 7: Bootsfahrt auf der Seine

Wer die Seine lieber vom Wasser aus erkunden möchte, sollte sich eine Bootsrundfahrt nicht entgehen lassen. Sie zählt für mich ebenfalls zu den Highlights in Paris. Besonders nach einer langen Tour zu Fuß durch Paris, ist es eine angenehme und abwechslungsreiche Pause. Es gibt unterschiedliche Anbieter – unsere Tour startet an der Brücke Pont Neuf. Die Tickets kaufen wir nur wenige Minuten zuvor online, denn der Preis ist dann günstiger. (Mehr Infos am Ende des Artikels).

Die einstündige Tour startet von der Pont Neuf Seine-abwärts, vorbei am Louvre, dem Gare Musée d’Orsay bis zum Eiffelturm. Von hier aus hat man einen schönen Blick zum modernen Wolkenkratzer-Teil von Paris. Auf dem Rückweg geht es südlich der beiden zentralen Seine-Inseln an Notre Dame vorbei und noch einige Meter Seine-aufwärts. Dort wird gewendet und nördlich der Seine-Inseln geht‘s zurück zur Pont Neuf.

Besonders schön sind allerdings die vielen Seinebrücken, die man während der Fahrt bestaunen kann. Meine 5 Brücken Highlights in Paris sind:

Pont Alexandre III – mit ganz viel Gold

Pont des Arts – die wie eine Seebrücke aussieht

Pont d’Arcole – kleine schmiedeeiserne Brücke in grün

Pont de Bir-Hakeim – Eisenbahnbrücke aus grünem Stahl

Pont Neuf – mit ihren kleinen Balkonen

Tour 8: Montmartre mit Sacré Coeur und Friedhof

Einen Tag verbringen wir im Stadtteil Montmartre, der aufgrund seines Charmes zu den Highlights in Paris zählt. Das Viertel ist auch als Künstlerviertel bekannt und Drehort für den Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Es gibt viele Restaurants und Cafés, hübsche Fassaden, kleine Lädchen und ganz viel Pariser Flair. Und Windmühlen! Die bekannteste ist wohl das „Moulin Rouge“, aber vielleicht entdeckst du auch noch andere…

Ein etwas eigenartiges, aber sehr empfehlenswertes Highlight in Paris ist der Friedhof Cimetière de Montmartre. Ein ruhiger Park mit vielen Grabkammern – eine ausgefallener als die andere: von kleinen Kirchen-Imitaten bis hin zu großen Obelisken lässt sich alles finden.

Eines der absoluten Highlights in Paris ist allerdings die Kirche „Sacre Coeur“ in Montmartre. Wenn das Wetter es zulässt, zeichnet sie sich strahlend weiß vor dem blauen Himmel ab. Ja, wenn…

Dieses Motiv im Kopf habend, tingeln wir durch Montmartre und warten darauf, dass sich endlich mal die Wolken verziehen. Doch statt Sonne kommt immer wieder ein neuer Schauer, der uns in Restaurants und zu der ein oder anderen Flasche Rotwein flüchten lässt. Irgendwann kommt die Sonne raus und wir eilen zur Sacre Coeur. Doch so schnell können wir gar nicht den Berg hinauf stürmen, wie die nächste Regenwolke bereits darüber hängt. Direkt gegenüber der Sacre Coeur beziehen wir Stellung bei Pizza und noch mehr Rotwein. Und da ist er – ganz kurz – blauer Himmel hinter Sacre Coeur! Ich flitze raus und mache leicht beschwipst das ersehnte Foto. Halleluja!

Sacre Coeur ist aber nicht nur ein schönes Postkartenmotiv. Unbedingt sollte man auch die Kirche von innen besichtigen. Der Eintritt ist sogar gratis.

Man kann – und sollte – auch auf das Dach der Sacre Coeur hinauf. Hierfür fällt zwar ein Eintritt an, dieser ist allerdings nicht sehr teuer und lohnt sich allemal. (Mehr zu Ticketpreisen erfährst du am Ende des Artikels)

Von dort kann man nicht nur die einzelnen, hübsch verzierten Elemente von Sacre Coeur betrachten. Man hat vor allem einen wunderschönen Weitblick auf Paris. Sogar den Eiffelturm erkennt man, wie er aus der Masse an Häusern heraussticht. Das Dach der Sacre Coeur ist also definitiv eines meiner tollsten Highlights in Paris.

Mit diesem schönen Erlebnis beenden wir nicht nur unsere Tour durch Montmartre, sondern auch durch Paris. Beim Moulin Rouge waren wir zwar nicht – das ist ja erst abends im Dunkeln mit den roten Lichtern richtig schön. Aber nächstes Mal bestimmt! Und dann gönnen wir uns vielleicht auch die berühmte, aber kostspielige Show im Moulin Rouge.

Günstig Essen in Paris

Die Franzosen lieben das Essen und so ist es gerade in Paris keine Schwierigkeit, ein gutes Restaurant zu finden. Schwierig wird es nur, wenn man dabei nicht arm werden möchte. Gerade das Essen und Trinken ist in Paris nämlich wirklich teuer. 

Hier kommen daher meine Tipps für empfehlenswerte, günstige Restaurants in Paris. 

  • Das Frühstück im Blackburn Coffee ist zwar eher instagrammy als parisienne, aber es gibt eine sehr leckere Auswahl, die stets mit dem Hashtag Foodporn versehen werden könnte. 
  • Für ein Lunch während einer City-Tour ist Canard Street mein absolutes Highlight. Hier gibt’s leckere Burger – zum Beispiel mit Entenpatties. Im Menü mit Beilage und Drink für nur 13 Euro. 
  • Für Kaffee und Kuchen lohnt sich das hübsche Café Le Moulin de la Vierge Victoires. Kleine Küchlein und typisch Paris. 
  • In La Cidrerie du Marais sitzt man drinnen gemütlich und draußen mit nettem Blick. Vor allem gibt es hier super leckere Galettes (herzhafte Crêpes aus Buchweizenmehl) für ca. 14 Euro.
  • In La Pavé sitzt man vor allem draußen sehr schön zwischen anderen Parisern, die hier eine Art Brotzeit-Teller und Wein genießen. Zu zweit zahlt man ca. 30 Euro.
    Kleine Anekdote: Am ersten Abend stolpern wir leicht angeschwipst durch die Gasse und finden dort dieses Restaurant. Wir sind eigentlich überzeugt, dass es ein ziemlicher Touri-Laden sein muss: hübsch beleuchtet, befindet er sich in einer Gasse in Marais mit vielen anderen Restaurants. Doch als wir uns neben ein Paar setzen, stellt sich heraus, dass dies das Lieblings- und Stammrestaurant einiger Pariser ist. Die beiden Pariser neben uns empfehlen uns ihren Rotwein und zum Beweis schenken sie uns erstmal jeweils einen kräftigen Schluck aus ihrer Flasche ein. Wir sind dort ein bisschen versackt – kein Wunder, oder?
  • Für einen Absacker-Wein empfiehlt sich die Weinbar Le Relais du Vin. Der Wein ist mit 7 Euro pro Glas nicht teurer als im restlichen Paris, aber es ist sehr urig und gemütlich.
  • In Montmartre ist das kleine, unscheinbare Restaurant Le Village perfekt für einen gemütlichen Nachmittag oder Abend, wenn der Regen mal wieder einsetzt. Das Essen ist lecker und bezahlbar, der Wein schmeckt und der Schokokuchen mit weichem Kern ist ein Gedicht. 
  • Direkt gegenüber von Sacre Coeur ist Le Studio Café zwar touristisch, dafür gibt’s recht günstige Pizza und Wein mit Blick auf eine hübsche Kirche mit knallroter Tür.

Abends in Paris: Konzert im Jazzclub

Zugabe gefällig? Eines meiner Highlights in Paris habe ich noch nicht verraten: einen Abend im Jazzclub “New Morning”. Ein gut besuchter Laden mit sehr guter Reputation. Der Eintritt ist mit 10 bis 20 Euro je nach Künstler erschwinglich. Wir haben keine Ahnung wer am Abend spielen würde und gehen auf gut Glück hin. Wir haben total viel Glück! Eine afrikanische Frauengruppe mit traditionellen Liedern eröffnet den Abend. 

Der Hauptact ist M’Toro Chamou, ein Sänger aus Mayotte – das ist eine Insel vor der Küste von Mosambik. Der Sänger und seine Band rocken die Bühne des New Morning und die Menge tanzt ausgelassen mit. Ein großartiger Abend und eine wunderbare Neuentdeckung. Das Album Sika Mila höre ich seitdem ständig rauf und runter und meine Freunde Ylva und Wiwi haben die Platte sogar mit auf ihre Flitterwochen nach Mosambik genommen.

Das Album “Sika Mila”

… macht gute Laune und bringt einen schnell zum Rumhopsen

Praktisches und Nützliches

  • Zug vom Flughafen in die City

    10,30 Euro für eine Fahr; Dauer: ca. 25-35 Minuten bis Gare du Nord

  • Metro

    Einzelfahrt: ca. 2 Euro

  • E-Roller

    ca. 5 Euro für 10 Minuten – App und Kreditkarte notwendig

  • Eiffelturm

    1. und 2. Etage:

    mit Treppe: 10,20 Euro / 5,10 Euro (12-24 Jahre) / 2,50 Euro (4-11 Jahre)

    mit Aufzug: 16,30 Euro / 8,10 Euro (12-24 Jahre) / 4,10 Euro (4-11 Jahre)

    alle Etagen (bis zur Spitze):

    mit Treppe bis zur 2. und Aufzug zur Spitze: 19,40 Euro / 9,70 Euro (12-24 Jahre) / 4,90 Euro (4-11 Jahre)

    mit Aufzug: 25,50 Euro / 12,70 Euro (12-24 Jahre) / 6,40 Euro (4-11 Jahre)

  • Sacre Coeur Turm

    7 Euro

    Eintritt für die Kirche ist frei

  • Jazzbar New Morning Eintritt

    10 bis 20 Euro je nach Programm