Krabi
– Treppen, Tiere und Regen –

Strände, Palmen, Karstfelsen,  kleine Inseln und bunte Fische: Krabi. Wir hatten uns schon so lange darauf gefreut und bereits zweimal verschoben, da die Wetterprognose so schlecht war. Doch dann Mitte Mai war es endlich soweit. Die Wettervorhersage war gar nicht mal so schlecht und bevor die Regensaison so richtig kommt riskierten wir es.  Auf geht‘s in Thailands Süden.

 

Ankunft in Krabi – Bungalow mit Haustier
Am späten Abend erreichten wir nach einem (wieder mal verspäteten) Flug das Vipa Tropical Resort eine kleine Bungalow-Anlage, zwei Kilometer entfernt vom Ao Nang Beach, dem Hauptstrand von Krabi. Zum Glück erwischten wir noch jemanden an der Rezeption, denn bereits 15 Minuten später wäre dort Schicht im Schacht gewesen und wir hätten in die Röhre geschaut. Einen Nachtwächter gab es dort nämlich nicht.

Auf den ersten Blick (soweit sich das im Dunkeln einschätzen ließ) machte die kleine Bungalow-Anlage einen schönen Eindruck und während wir zu unserer Hütte liefen konnte ich schemenhaft eine monströse Felswand vor uns ausmachen, die sich vor den dunklen Nachthimmel schob und sich vor den Sternen abzeichnete. Unser Bungalow war gemütlich eingerichtet mit einer kleinen Veranda davor und wir ließen uns kurz auf’s Bett plumpsen um den knurrenden Magen gegen die Müdigkeit abzuwägen.
Die Entscheidung wurde uns in diesem Moment abgenommen – denn unter dem Bett kam eine Kakerlake hervorgeschossen, flizte ab ins Bad und verschwand in einem kleinen Spalt zwischen Wand und Türrahmen. Bums – wir waren wieder hellwach.
Es war tatsächlich nach 10 Wochen in Asien unser erstes Haustier (abgesehen von Geckos). Aber ich sag‘ euch: das war keine kleine niedliche Straßenkakerlake. Die muss derartig viel Essen bei den Gästen gemopst haben, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt durch das schmale Loch neben der Tür gepasst hat! RIESIG. Das Loch wurde von uns erstmal fachmännisch mit Leukoplast-Tape und Flyern gestopft, damit da nicht über Nacht eine ganze Familie hinausspaziert. Danach war die Option raus aus dem Bungalow und etwas Essen aber doch eine begrüßenswerte Option.

Zum Strand hinunter war uns zu weit und ein Tuk Tuk-Fahrer, der egerade Gäste abgesetzt hatte, nutzte die Abgelegenheit des Resorts für seine Preisverhandlung. Er wollte allen Ernstes 15 Euro für eine Fahrt zum Strand (wie gesagt – 2 Kilometer) haben. Wir lehnten dankend ab und spazierten die verlassene Straße entlang, ziemlich sicher, dass wir eine Weile laufen würden, bis uns etwas Essbares begegnen würde. Aber wir hatten Glück. Ein kleiner 4 Tische-Laden, in dem sonst nur eine Gruppe gut gelaunter Locals saß, wurden wir fündig und verputzten leckeres Curry und das ein oder andere Bier (da schläft’s sich besser in Gesellschaft einer Kakerlake).
Zurück im Bungalow war unser neuer Freund nicht mehr zu sehen und ich schaffte es sogar zu schlafen, ohne dauern von einem Kribbeln am Körper aufzuwachen.

 

Auf zum Strand – aber welcher?
Am nächsten Morgen erwartete uns strahlend blauer Himmel und eine schöne grün bepflanzte Bungalow-Anlage direkt vor einem Kalksteinriesen. Der Pool sah zwar einladend ein, aber wir wollten endlich ab ans Meer. Also mieteten wir uns an der Rezeption einen Roller und düsten hinunter zum Strand auf der Suche nach Frühstück.


Wir fuhren am Ao Nang Beach vorbei und waren eher mäßig begeistert. Der Strand ist nicht gerade paradiesisch, direkt an der Straße, schmal und zugebaut. An der Straße reiht sich ein Restaurant ans nächste und alle bieten mehr oder weniger das gleiche Ensemble aus Italienisch und Asiatisch an. Wir fuhren weiter zum Nopparat Thara Beach, der nur unwesentlich schöner war. Immerhin gab es dort ein paar Restaurants auf der Strandseite und wir gaben den knurrenden Mägen nach und frühstückten mit Blick auf das Meer und die ersten Karstfelsen.

 

Während wir dort saßen, zogen langsam die ersten Wolken auf, aber wir nahmen es positiv – immerhin hatten wir für den ersten Tag einen Roller gemietet und wollten ein bisschen durch die Gegend fahren um einen schönen Strand zu finden.
Gesagt, getan – wir fuhren weiter und fanden tatsächlich ein schönes Fleckchen ganz am Ende des Küstenabschnitts an einer kleinen Flussmündung: Eine Mini-Landzunge mit ein paar Karstfelsen bildet einen kleinen Strandzipfel und die Straße endet an einem kleinen Parkplatz inzwischen von hohen Nadelbäumen. Der Sand ist relativ hell, aber zum Schwimmen eignet er sich weniger, denn das Wasser ist sehr sehr flach (und braun). So richtiges Strandwetter war auch nicht mehr, denn das Blau am Himmerl verschwand Stück für Stück. Der Strand eignet sich aber hervorragend für einen kleinen Spaziergang, denn man kann hier so einiges entdecken und dabei die Sicht auf die schönen entfernten Karstfelsen genießen.

 Als wir den Strand betraten, waren wir kurz verwundert über die vielen kleinen Erhebungen im Sand, die wie ein Flimmern bei starker Hitze in Bewegung waren. Bei genauem Hinsehen entdeckten wir, dass es tausende winzig kleine helle Krebse waren – kleiner als so manch eine Hausspinne – die in Schwärmen seitlich über den Sand flitzten und sich in Null komma Nix im Sand verbuddelten, sobald man sich näherte.
Neben dieser „Hauptattraktion“ konnten wir zahlreiche Meeresschätze in allen Größen und Formen finden. Teilweise waren ganze Felsen und ungewöhnliches Treibgut von Muscheln überwuchert und überall lagen kleine Seesternfossilien herum. Doch trotz der vielen Fotomotive – so richtig Begeisterung kam nicht auf, was mit Sicherheit am Wetter lag.

 

 

Tiger Cave Temple – Wo die Affen wohnen
Wir hüpften also zurück aufs Moped und machten uns auf den Weg zum Tiger Cave Temple, einem der wenigen Sightseeing-Optionen in Krabi. Die Anfahrt führte uns in Schlangenlinien an hohen Karstfelsen und einer dunkelgrünen Dschungelwelt vorbei. Irgendwann erreichten wir die Tempelanlage, die im ersten Moment ziemlich unfertig wirkte. Am vordersten Gebäude waren einige Teile  noch von einem Gerüst verdeckt und Maler lackierten die pompösen Wächter-Drachen. Doch obwohl unfertig und nicht begehbar, ist dieser Tempel schon jetzt ziemlich pompös mit einer gehörigen Note Asia-Kitsch. Drachen, Tempel, bunte Farben – ich bin gespannt wie es dort in ein paar Jahren aussieht.

Wir dachten erst, das war es schon und waren drauf und dran weiter zu fahren, als wir von einem Spektakel unbuddhistischer Art im hinteren Teil des Geländes angezogen wurden. Vor einem Turm-artigen Tempel tummelten sich Affen!
Vorsichtig näherten wir uns dem quirligen Rudel, das sich um das Futter der anderen Touristen prügelte und beobachteten wie eine aufmüpfige Taube, die sich auch am Buffet bedienen wollte, von einem Affen in den Schwitzkasten genommen wurde und sich erst nach ein paar panischen Flügelschlagen befreien konnte (auf ihrer Flucht flog sie mir fast in die Kamera…).
Auch wenn viele auf die frechen Makaken schimpfen, die Essen, Sonnenbrillen und Kameras klauen – mich faszinierte es dennoch, diesen kleinen Primaten dabei zuzusehen, wie sie Erdnüsse knackten oder Bananen schälten und miteinander bzw. gegeneinander agierten (beides nicht ganz jugendfrei).
Highlight waren allerdings zwei Affen-Weibchen mit ihren Affenbabies, die wie kleine Rucksäcke saugend an der Brust ihrer Mütter hingen. Zwischendurch lösten sie sich neugierig aus den Armen der beschützenden Mutter um Nüsse zu ergattern. Eines der Jungen hatte einen Heidenspaß, am Schwanz der Mutter, die auf einer Bank saß, hinauf und hinab zu klettern.
So niedlich solche Beobachtungen auch sind, sollte man aber dennoch vorsichtig sein. Einige andere Touristen ließen die Affen auf ihren Schultern und Köpfen herumturnen und lockten sie mit Essen. So was kann auch ganz schnell mal schief gehen und dann ist so ein Ohr auch mal ab… (nicht dass wir so etwas beobachtet hätten). Aber als ich einen Affen plötzlich durch die Linse auf mich zu rennen sah, nahm ich doch lieber die Beine in die Hand und nahm wieder etwas mehr Sicherheitsabstand ein (und war einmal mehr froh um die Tollwut-Impfung).

 

 

 

1237 Stufen – ohne Schweiß kein Preis
Nach einer halben Stunde Affenzirkus löste ich mich schweren Herzens von unseren kleinen Freunden, denn es galt noch einen Berg zu erklimmen. Das eigentliche Highlight des Tempels liegt nämlich gut 600 Meter höher: ein Buddha, der wohl eine herrliche Aussicht auf die Karstlandschaft Krabis genießt. Doch die Aussicht muss man sich erst verdienen, denn hinauf gelangt man nur über 1237 Stufen. Diese Angabe verschleiert allerdings ein bisschen die Realität, denn die Stufen sind viel höher als die “deutsche standard Normhöhe”. Erschwerend kommt eine Luftfeuchtigkeit von geschätzt 100% hinzu (auf einmal waren wir doch recht froh um die Wolken am Himmel).
So unschön das auch klingt, aber wir waren nach nicht mal einem Drittel durchgeschwitzt bis auf den letzten Stofffetzen. Im letzten Drittel machten wir fast an jedem Absatz eine Pause und teilten unser Leid mit den anderen triefenden Touristen. Doch irgendwann hatten wir es geschafft und stolperten die letzten Stufen hinauf.
Oben erwarte uns eine große Aussichtsplattform mit der obligatorischen Gold-Ausstattung “Stupa, großer Buddha, kleine Buddhas”. Doch neben den buddhistischen Heiligtümern war es vor allem die Aussicht, die uns beeindruckte und für den anstrengenden Aufstieg entschädigte. Zwar hatten wir keine klare Sicht und die Karstfelsen waren teilweise von Wolken verhangen, doch trotzdem – oder gerade deshalb – war es eine filmreife Kulisse die sich uns präsentierte.
Nach einem weiteren Handstandbild am Abgrund (“Wehe du gehst noch weiter!”) machten wir uns auf den Rückweg, der aufgrund der hohen Stufen auch nicht gerade ein Spaziergang war (ja, wir werden alt…).

 

 

 

Railay Beach – Krabi’s Vorzeigestrand: Wie im Film
Am nächsten Tag stand der Krabi’s Promi auf dem Programm: der Railay Beach. Das Motiv mit bunten Longtailbooten im türkisblauen Wasser vor hohen Karstfelsen schmückt wohl jeden zweiten Thailand-Reiseführer und wir freuten uns schon sehr auf einen Tag im hellen Sand mit dieser malerischen Aussicht.
Am Ao Nang Beach kauften wir zwei Tickets für knapp 3 Euro pro Person und schon wenige Minuten später wurden wir zu einem der wartenden Longtailboote geführt. Die Boote sehen ja auf den ersten Blick wirklich hübsch aus, wie sie mit ihrem Holzrumpf und bunten Tüchern am Bug im Wasser treiben. Wenn man dann allerdings  vorhat mit wasserscheuem Gepäck (Stichwort Kamera…) auf das Boot zu gelangen, kann das schon etwas kritisch werden.
Zwar wussten wir, dass man die Boote nicht trockenen Fußes erreichen würde, denn immerhin gibt es keinen Steg und man muss durch das flache Wasser waten um sie zu erreichen. Grundsätzlich ja überhaupt kein Problem. Allerdings kamen in unserem Fall ungewöhnlich hohe Wellen angeschwappt, so dass ich bereits bis zum Hals nass wurde und mein liebster Reisebegleiter den Rucksack mit Kamera hoch über seinen Kopf trug (wieso haben wir den blöden Drybag in Bangkok gelassen?…). Dabei mussten wir ständig aufpassen, dass uns die Schiffsschraube, die am Ende einer langen Stange aus dem Wasser ragte, nicht einen Kopf kürzer machte, denn durch die Wellen schwang diese wild durch die Gegend und bekam dadurch das Antlitz einer Guillotine.
Der Bootsmann hatte wohl Mitleid, oder war uns blöden Touris genervt, die da so übervorsichtig durchs Wasser  staksten, nahm den Rucksack ab und warf ihn ohne mit der Wimper zu zucken aus 3 Meter Entfernung ins Boot. Klasse. Liegt ja nur die Kamera ohne Hülle drin. Ich war stinksauer und zog kurz in Betracht den Kollegen ins Meer zu schubsen. Aber die Kamera überlebte und das Boot machte sich auf den kurzen Weg zum Railay Beach.
Die Fahrt war sogar ziemlich spaßig. Das lange Boot hüpfte über die Wellen und die Karstfelsen zogen an uns vorbei, während der Motor laut vor sich hin knatterte.

 

Kurze Zeit später erreichten wir die beliebte Bucht und fuhren auf den Railay Beach zu. Das Boot reihte sich zwischen den zahlreichen anderen Longtailbooten ein und wir hüpften durch das Wasser zum Strand. 
Ich schaute mich um und scannte den Strand in alle Richtungen, doch irgendwie blieb die erwartete Wirkung aus. Vielleicht hatte man das Motiv schon so oft gesehen, dass es einen nicht mehr aus den nassen Shorts haute. Oder aber es liegt schliechtweg daran, dass die gephotoshoppten Bilder die zahlreichen Restaurants, Resorts und Cafés ausblenden, die eine ununterbrochene Linie an der Strandrückseite bilden. Zwar sind die Gebäude nicht sonderlich hoch – aber das paradiesische Flair geht daduruch trotzdem flöten. Der Strand ist nun auch nicht riesig und so sitzt man sich schon ein bisschen auf der Pelle. Aber soweit waren wir ja noch gar nicht. 
Wir breiteten die Handtücher auf dem Sand aus und ließen uns darauf plumpsen um ein bisschen in der Sonne zu entspannen, als ZACK die ersten Tropfen kamen. Wir kamen uns vor wie in einem schlechten Film. 


Lager also wieder zusammengepackt und ab unter den nächsten Baum gestellt. Statt uns in der Sonne (welche Sonne) zu räkeln sprangen wir ins Wasser, denn beim Schwimmen ist es ja egal ob man auch von oben nass wird. Springen ist dort allerdings keine gute Idee, denn die vielen unverhofften Steine im Wasser lassen einen schnell mal aufjaulen. Schwimmen ist übrigens auch nicht, denn das Wasser ist so flach, dass man sich schon hinsetzen muss um mit dem Oberkörper im Meer zu verschwinden. 
Der Regen wurde mehr und wir suchten uns ein Café – Regenzeit in Asien: es hört bestimmt bald auf und dann scheint wieder die Sonne. 
Kaum hatten wir den Kaffee vor uns stehen, setzte so starker Wind ein, dass uns der Regen auch im halb offenen Café um die Ohren peitschte. 
Wir gaben die Hoffnung allerdings immer noch nicht auf und wechselten zu einem etwas geschützteren Restaurant. Ein Sandwich und 30 Minuten lesen später, war der Regen zwar weniger geworden, allerdings machte es nicht den Eindruck, als würde es nochmal besser werden.

Wir strichen die Segel und sprangen aufs nächste Boot zurück zum Ao Nang Beach. Die Abfahrt verzögerte sich allerdings noch einige Minuten, da zwei unserer etwas älteren Mitfahrer so mit ihrer starken Übergewichtigkeit zu kämpfen hatten, dass sie zwar irgendwie mit Hilfe des Bootsmannes auf das Boot gelangten, jedoch ziemlich an der Stufe hinab verzweifelten. Hinunter kam man aufgrund des niedrigen Dachs nur in gebückter Haltung – ein für die beiden schier unmögliche Bewegung. Letztendlich krochen sie mehr oder weniger hinab aber nahmen es mit viel Humor. Sehr sympathisch! 
Mittlerweile hatte sich der Regen zu einem kleinen Unwetter entwickelt und das Boot wurde von den Wellen ganz schön hin und her geschaukelt. Offenbar verhinderte das Wetter sogar eine Anfahrt zum Ao Nang Beach, so dass wir in der Nachbarbucht am Nopparat Thara Beach herausgeworfen wurden. Zum Glück wurden wir zwanzig Minuten später vom kostenlosen Shuttle-Service unseres Resorts abgeholt und konnten uns nach einer heißen Dusche unter der Decke aufwärmen (kein Scherz!).

 

 

Bei Regen in Krabi
Ich nehme das Ende mal vorweg: es hat auch die restlichen 24 Stunden bis zu unserem Abflug am nächsten Abend nicht mehr aufgehört zu regnen. Unsere Tour zur traumhaft schönen Hong Island sagten wir am nächsten Morgen ab und verließen unseren Bungalow nur noch für Essen, Trinken und Massage. 
Von allem waren wir am Ao Nang Beach übrigens positiv überrascht. Auf den ersten Blick versprach die Essens-Auswahl erstmal nichts Gutes. Lokale Küche gibt es in Krabi (zumindest an den Hauptstraßen) kaum und wenn dann nur in Kombination mit fremder Küche. Nach Über zwei Monaten in Asien hatten wir ohnehin mal wieder Lust auf ein bisschen westliches Essen und wagten uns an Pizza und Burger.
Im “Green Curry” saßen wir gemütlich auf der Dachterrasse (am ersten Abend, als die Welt noch nicht im Wasser verschwand) und verputzten richtig leckere Pizza, die für asiatische Verhältnisse sogar extrem günstig war. Im “Aning Restaurant”  gab es richtig gute Burger zu fairen Preisen und wir waren froh im Trockenen zu sitzen, während 3 Meter neben uns ganz Krabi unter ging. Bundesliga, gutes Bier und witzigen Smalltalk gab’s in “Mickey O’malley’s Irish Pub” und die Massage in einem Laden wenige Meter weiter war richtig erholsam (auch wenn wir auf dem Weg dorthin durch knöchelhohes Wasser marschieren mussten (mein liebster Reisebegleiter wurde daraufhin erstmal zum Füße waschen ins Bad geschickt).

 

 

Eine Nacht auf der Veranda
Zurück im Resort setzten wir uns mit ein paar 7-Eleven Bieren auf unsere überdachte Veranda und schauten dem Regen zu, wie er die großen Palmenblätter hinablief. Als auch der letzte Tropfen Leo-Bier genossen wurde und wir uns auf unser kuscheliges Bett freuten, kam die bittere Erkenntnis: wir hatten uns ausgesperrt. Es war eine dieser Türen, bei denen man den Knauf abschließt, der sich dann aber noch von Innen öffnen lässt – mit der Besonderheit, dass das Schloss von Außen verschlossen bleibt, auch wenn man von Innen die Tür geöffnet hatte. So waren wir also offenbar aus der verschlossenen Tür ausgetreten – und kamen nicht mehr hinein. 

Der Schlüssel lag im Innern, genauso wie Handy und Geld. Wir hatten nichts anderes bei uns als ein paar leere Bierflaschen. Nicht mal Schuhe hatten wir an. 
Mein liebster Reisebegleiter machte sich auf den Weg zur Rezeption, in der Hoffnung auch nach der Öffnungszeit noch irgendwo jemanden anzutreffen (natürlich vergeblichst). Ich versuchte derweil mit einem getrockneten Palmenblatt das Schloss aufzuknacken (nicht dass ich mit sowas Erfahrung hätte, aber in Filmen sieht das immer recht simpel aus). 
In unserer Not kam uns ein irrwitziger Gedanke: die kleine Luke im Badezimmer. Das kleine Schiebefenster lag in knapp 2 Metern Höhe über dem Boden und war zum Glück nicht verschlossen. Dort unten stehend kam mir die Idee auf einmal ziemlich aussichtslos vor, denn die Fensteröffnung war gerade mal 30 Zentimeter breit. Aber – trotz asiatischem Essen (und Bier) konnten wir mich reinbugsieren (schade, dass wir nun kein Bier mehr zum Anstoßen hatten. 

 

 

Krabi’s Abschiedsgeschenk
Nachdem ich einen ganzen Wälzer durchgelesen hatte, war es Zeit für die Abfahrt zum Flughafen. Der Regen hatte pünktlich zum Abflug aufgehört (so richtig strahlender Sonnenschein war es aber auch nicht).So war uns wenigstens beim Start des Flugzeugs noch ein kurzer Blick auf Krabi’s Skyline “gegönnt” (ich empfnad es allerdings eher als frech). 

Beim Verlassen des Resorts zeigte sich noch eine äußerst fotogene (und gar nicht fotoscheuer) Echsenart. Damit war es dann offiziell: ich habe in Krabi mehr Tiere als Landschaft fotografiert. (In dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, huscht der erste tierischer Besucher durch unser Apartment in Bangkok – ein winzig kleiner Gecko! Jetzt ist er unter’m Bett… mal schauen ob er in ein paar Wochen als so eine große Echse hinauskommt, wie ich sie in Krabi fotografiert habe.

2 Kommentare

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] bereits ein paar Wochen in Bangkok angekommen und hatten schon Wochenendtrips nach Chiang Mai und Krabi unternommen, da wurde es mal Zeit für einen kleinen Ausflug in Bangkok’s Umgebung. Ziel der […]

  2. […] hinabsteigen und uns graute dabei schon vor dem Weg zurück, erinnert an unseren harten Aufstieg in Krabi. Und dann hatten wir das Tal endlich erreicht. Uns empfing ein plätschernder Bach und ein Schild […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.