La Palmas Küste

Delfine und Höhlen:
eine Whalewatching-Tour

Westlich von La Palma kommt erstmal lange Zeit nur Ozean, bis man irgendwann ungefähr an Floridas Küste landet. Kein Wunder, dass sich dann vor La Palmas Westküste auch große Meeresbewohner tümmeln. Und genau die wollten wir sehen. 

Es gibt verschiedene Anbieter für “Whale-Watching-Touren”. Sie unterscheiden sich vor allem in der Gruppengröße. Die Tour ist dagegen oft recht ähnlich: Start in Tazacortes Hafen, die Küste Richtung Norden entlang fahren, dann folgt die Suche nach Flipper und Willy. 

Wir entschieden uns vor allem wegen der kleinen Gruppengröße von ca. 8 Personen für die “Fantasy”. Eine zweistündige Tour und das sogar mit Glasboden – wobei es uns darauf gar nicht so sehr ankam. 

Hafen von Tazacorte

Nach einer leckeren Pizza beim Italiener gegenüber des Hafengebiets, gingen wir an Bord unseres Ausflugsschiffs. Mit dabei zwei Mitarbeiter und eine Spanierin. Das war’s! Mit unserer kleinen Quasi-Privat-Tour tuckerten wir aus dem Hafen, vorbei an schicken Yachten. Kaum hatten wir das letzte weiße Prachtexemplar hinter uns gelassen, petzten wir auch schon los, mit Vollgas entlang der steilen Küste. 

Unterwegs an Bord der “Fantasy”

Während der Fahrt erkennt man unter der Glasscheibe übrigens nichts außer vorbeizischendem Wasser – was auch sonst?… Macht aber nix, denn die Küste sieht von unten fast noch monumentaler aus als von oben. Zwischendurch wurden uns Sekt und Antipasti kredenzt und wir ließen es uns ziemlich gut gehen. 

 

Entlang der Küste von La Palma

Auf unserer Tour legten wir einige kurze Stopps ein um die schönsten Spots des Küstenabschnitts genießen zu können. So zum Beispiel eine kleine Höhle, in die wir sogar hinein fuhren. Hellblaues Wasser und eine grüne Höhlendecke… Ein surreales Bild. 

Irgendwann änderte sich die Gesteinsfarbe von grau zu rötlich in verschiedenen Schichten, wie ein leckerer Pancake-Berg. 

An manche Felswände wurden sogar kleine Fischerdörfer gebaut. Das “Piratendorf” kannten wir ja bereits von unserem Ausflug mit dem Auto entlang der Küste. 

Und die Delfine?

Bis dahin war es tatsächlich schon eine sehr schöne Tour gewesen – auch ohne graue Rückenflossen im Wasser. Aber natürlich hielten wir auf dem Rückweg dennoch Ausschau und erwischten uns dabei, wie wir recht verzweifelt den Horizont nach einem grauen Dreieck absuchten und jede kleine Welle plötzlich wie ein Delfin aussah. 

Als wir schon beinahe zurück am Hafen waren, dann doch noch der erhoffte Ruf eines der Guides, gefolgt von einem kleinen Sprint der “Fantasy” in Richtung der Delfingruppe im Wasser. 

Da waren sie also – die grauen Rücken, die so oft paarweise aus dem Wasser hinaus und wieder hineingleiten. Ein tolles Gefühl, auch wenn man gar nicht richtig wusste, wohin man nun gerade schauen sollte. Mal hier, mal dort, erschien einer der Tiere und verschwand sogleich wieder in den Tiefen des Meeres. 

Die Kollegen hatten wohl nicht ganz so viel Neugierde an uns, wie wir an ihnen. Da half es auch nicht so sehr, dass unser Guide uns dreimal erklärte, dass Delfine normalerweise immer totaaaal neugierig am Boot hängen, sich daran reiben und einem fröhlich entgegen quietschen… 

Ich war trotzdem begeistert! Mein erster Delfin in freier Natur. Glücklich, zufrieden und voller Salz gingen wir später von Bord der “Fantasy”. Im Gepäck eine wunderschöne Erfahrung, die eines der Highlights des Urlaubs bleiben sollte.  

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