Mandalay Sehenswürdigkeiten

6 Highlights für einen Tag

Ankunft am Flughafen Mandalay: Startpunkt der Reise durch Myanmar

Nach einer ziemlichen Odyssee landen wir endlich in Mandalay. Unsere Reise durch Südostasien kann endlich beginnen und wir sind schon super gespannt auf die Mandalay Sehenswürdigkeiten! Am Flughafen besorgen wir uns noch schnell einen ersten Stapel burmesischer Scheine und eine SIM-Karte für mobiles Internet (keine 10 Euro für 3,5 GB in einem Monat).

Vom Flughafen teilen wir uns mit drei weiteren Reisenden ein Sammeltaxi (für ca. 2,50 € pro Person), das uns zu unserem Hotel in Mandalay bringt. Die etwa 40-Minütige Fahrt ist abenteuerlich und besser als jeder Film! Man kann es kaum in Worte fassen, was sich hier auf den Straßen abspielt.

Eigentlich ist Straße schon kaum die richtige Bezeichnung – asphaltierte Feldwege trifft es eher. Von allen Seiten wird mit einer Handbreit Abstand überholt und nahezu durchgehend gehupt Ein System dahinter können wir noch nicht erkennen.

Ganz überwiegend sind es übrigens Mopeds und nicht Autos, die über die sogenannte Straßen brausen. Es ist wirkliche erstaunlich, was man alles auf so einem Roller transportieren kann… Von einer vierköpfigen Großfamilie bis hin zu drei (lebenden!) Schafen, die auf den Hintersitz festgezurrt sind, ist alles dabei. Wir wissen gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollen. Unglaublich!

Ankunft in Myanmar: Mandalay Sehenswürdigkeiten an einem Tag

Unser Hotel macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck und es liegt recht zentral. Unser Zimmer liegt im achten Stock und die Klimaanlage ist ein Segen. Wir suchen uns noch in der Umgebung etwas zu essen und entscheiden uns für das “Shan Ma Ma Restaurant”. Doch dazu am Ende mehr. 

Auf dem Heimweg erwischt uns ein kleiner Monsunregen und pitschnass fallen wir bereits um 7 Uhr ins Bett. Natürlich sind wir um Mitternacht wieder hellwach. Doch zwei Game of Thrones Folgen später schlummern wir noch ein paar Stunden bis zum ersten richtigen Tag in Myanmar. 

Nach einem Frühstück, bestehend aus asiatischer Reispfanne und Marmeladen-Toast, dazu Kaffee mit Milchpulver (an richtige Milch trauen wir uns nicht heran) und einem grandiosen Blick aus dem neunten Stockwerk über die Stadt, brechen wir zu unserer ersten Tour zu den Mandalay Sehenswürdigkeiten auf. An der Rezeption unseres Hotels bitten wir um ein Taxi – 2 Minuten später sind wir bereits mitten im Straßenchaos der Stadt, auf dem Weg nach Süden.

Mahamuni Pagode: Geschlechtertrennung, korrekte Kleidung und buddhistische Gepflogenheiten

Die erste der Mandalay Sehenswürdigkeiten soll die Mahamuni Pagode sein. Um uns den Gepflogenheiten der heiligen Orte hier anzupassen, muss aber noch eine Bein-Bedeckung für meinen liebsten Reisebegleiter her. Also ab zum ersten Shop. Nach kurzer Erklärung mit Händen und Füßen, geht es – eingewickelt in einen dunkelroten Longyi – wieder hinaus. So ganz richtig scheint das aber noch nicht zu sein, denn auf den hundert Metern zur Pagode sorgen wir für gehöriges Gelächter seitens der Burmesen. Ist es vielleicht unüblich als Fremder so etwas zu tragen? Oder sitzt das Ding einfach falsch? Wir nehmen es mit Humor und betreten die Mahamuni Pagode.

Uns erwartet ein großes Areal, in dessen Mitte ein goldener Buddha steht, der mit so vielen Schichten Blattgold übersät ist, dass man seine ursprüngliche Form kaum mehr erkennen kann. Die hauchdünnen Goldplättchen werden als Ritus von den männlichen Gläubigen (und Schaulustigen) dort dran geklebt.

Frauen haben allerdings keinen Zugang zu dem Buddha. Sie dürfen aber immerhin – mit einem Sicherheitsabstand von gut 10 Metern – davor beten (und den Buddha auf einem Bildschirm beobachten).

Mein liebster Reisebegleiter kommt also in den Genuss des nahen Goldes. Beim Durchschreiten der Sicherheitskontrolle wird er allerdings erstmal von einem der Securities angehalten und richtig “eingekleidet”. Der Herr greift ihm beschwingt um die Hüfte und bindet den Longyi korrekt. Ob aus Mitleid oder Buddha-Respekt, bleibt sein Geheimnis. Nach der Musterung gibt es noch einen freundlichen Klaps auf die Schulter und dann ist er offenbar ordentlich genug, um dem Heiligtum gegenüber zu treten.

Für mich als Frau, die der Figur ja nicht zu nahe kommen darf, ist aber auch das ganze Geschehen rings herum eine echte Sensation. Der Gang zum Zentrum der Pagode ist übersät mit Ständen, an denen allerhand Souvenirs, Ramsch aber auch Opfergaben für die Gläubigen wie zum Beispiel Blumenketten verkauft werden. Als wäre das nicht schon genug Jahrmarkt-Feeling, blinken zudem zahlreiche bunte LEDs um die Wette.

Bei einem kleinen Rundgang um das Gebäude kann man noch ein paar Glocken entdecken, die insbesondere von den burmesischen Kindern voller Elan geschlagen werden. An einem der Seiteneingänge schließt sich ein hübscher kleiner Park an und vor dem Haupteingang kann man an einem kleinen Springbrunnen-Teich kleine Schildkröten und eine riesige Tauben-Schar beobachten.

Goldschläger in Mandalay: Schauwerkstatt King Galon

Nachdem wir so viel Goldplättchen gesehen haben, wollten wir nun auch ihre Herstellung in live sehen. Also nehmen wir ein Taxi zur Schauwerkstatt King Galon, in der man vier junge Männer dabei beobachten kann, wie sie in einem festen Rhythmus Minute um Minute auf ihr Päckchen voll Gold einschlagen.

Eine schweißtreibende aber auch feinfühlige Arbeit, denn die Plättchen dürfen nicht an der falschen Stelle getroffen werden, sonst gehen sie kaputt. Bei dem melodischen Klang der Hammerschläge sitzt eine Gruppe Frauen im Zimmer nebenan und schneidet die hauchdünnen Goldstücke in kleine Quadrate. Danach werden mehrere dieser Goldplättchen, getrennt durch dünnes Bambuspapier, zu kleinen Paketen verpackt und an Gläubige oder Touristen verkauft.

Shwenandaw Kloster: Mandalay Sehenswürdigkeit aus Holz

Von den Goldschlägern nehmen wir ein Taxi in den Norden der Stadt, wo eine der Mandalay Sehenswürdigkeiten die nächste jagt. Die Sehenswürdigkeiten liegen hier alle so dicht beieinander, dass man alles in einer Tour abklappern kann.

Als erstes schlenderen wir durch das Shwenandaw Kloster, das komplett aus Holz erbaut ist. Das Dach mit seinen vielen filigranen Spitzen ist echt beeindruckend und die Schnitzereien in den Wänden wunderschön. Das Innere ist etwas düster, aber das Holz schimmert im Halbdunkeln in einem warmen Goldton und die Decke ist beeindruckend hoch.

Atumashi Kloster: kein Highlight, aber direkt nebenan

Das direkt daneben gelegene Atumashi Kloster ist nicht ganz so spannend und vielleicht kein heißer Mandalay Tipp, aber wenn man schon mal dort ist, kann man zumindest einen kurzen Blick auf die recht pompöse Außenfassade und in die riesige leere Halle werfen.

Kuthodaw Pagode: das größte Buch der Welt

Ein paar hundert Meter weiter gelangt man zur Kuthodaw Pagode. Sie ist wegen ihrer 729 Marmortafeln, die jeweils in einem kleinen weißen Stupa stehen, das wohl größte Buch der Welt. Laut Wikipedia erzählt es die Lehren Buddhas, wir schaffen es aber leider nicht es durchzulesen.

Auf den Stupas sind kleine goldene Glöckchen angebracht, die leise vor sich hin klingeln und die vielen ruhigen und schattigen Ecken zwischen den weißen Türmen zu perfekten Orten für ein kleines Päuschen machen. Hier kannst du dich von deinen ersten Eindrücken und den Mandalay Sehenswürdigkeiten erholen.

Die schönste der Mandalay Sehenswürdigkeiten ist allerdings die Sandamuni Pagode, die direkt an die Kuthodaw anschließt. Sie besteht auch aus zahlreichen weißen Stupas mit filigranen, goldenen Spitzen.

Vom zentralen Goldstupa hat man einen tollen Blick auf das Meer aus weiß-goldenen Spitzen und bis hinauf zum Mandalay Hill. Wir sind beinah die einzigen Besucher und würden gern noch länger dort verweilen. Doch die Sonne beginnt langsam unterzugehen und den Sonnenuntergang wollen wir unbedingt vom Mandalay Hill aus genießen.

Mandalay Hill: perfekter Ort für den Sonnenuntergang

Etwa eine Stunde vor offiziellem Sonnenuntergang machen wir uns auf den Weg hinauf auf den Mandalay Hill, eines des schönsten Mandalay Sehenswürdigkeiten. Wir hatten in unserem Reisebuch notiert, dass der Aufstieg ca. 30 Minuten dauern würde und es auf der langen Treppe hinauf so einiges zu sehen gäbe.

Wir entscheiden uns daher gegen ein Taxi und beginnen, die Straße in langen Kurven hinauf zu laufen. Nach einer ganzen Weile steht die Sonne schon ziemlich weit unten, aber dem Gipfel sind wir gefühlt noch nicht näher gekommen. Die Treppe müssen wir übersehen haben. Auf dem Weg entlang der Straße würden wir es niemals rechtzeitig schaffen.

Kurzentschlossen winken wir einen vorbeifahrenden SUV heran. Der Fahrer hält an, macht ohne großen Kommentar die Kofferraumklappe auf und von der Ladefläche (Sitze gibt es in dem Fahrzeug nicht mehr) schaut uns eine burmesische Großfamilie entgegen. Sie grinsen uns fröhlich zu und rücken auf die letzten Millimeter zusammen. Wir krabbeln dazu, ohne groß weiter nachzudenken.

Auf der rasanten Serpentinenfahrt den Berg hinauf landen wir in der ein oder anderen iPhone-Galerie unserer völlig faszinierten Mitfahrer, die über unsere Aktion noch mehr aus dem Häuschen sind, als wir selbst. Ein Trinkgeld lehnen sie bei unserer Ankunft auf dem Plateau allerdings vehement ab.

Vom Plateau geht es noch ein paar Rolltreppen nach oben und schon sind wir  an der Sutaungpyi Pagode, dem obersten Punkt des Mandalay Hill. Die Aussicht ist einfach genial – auch wenn die diesige Luft keine klare Sicht auf die umliegende Landschaft zulässt.

Wir drehen eine Runde um die Pagode und lassen uns dann zwischen den Säulen im Schatten der schräg stehenden Sonne nieder. Diese taucht die Pagode mit ihren reflektierenden Spiegeln und Fliesen in ein wunderschönes goldenes Licht. Der Sonnenuntergang selbst ist aufgrund der diesigen Luft zwar nicht der grandioseste, aber die Stimmung dort oben auf dem Berg, fern von Autohupen und Staub, ist wunderschön.

Essen und Abendprogramm in Mandalay

Shan Ma Ma Restaurant: heißer Tipp!

Meine absoluter Mandalay Tipp und beste Empfehlung zum Essen in Mandalay ist das “Shan Ma Ma Restaurant”, das wir selbst mehr als einmal besuchen.

Direkt an der Straße gelegen, wird vor dem Haus gekocht und im Laufe des Abends immer mehr Plastiktische und -stühle davor aufgereiht. Vom Buffet sucht man sich drei Komponenten aus. Dazu gibt es dann Reis und Salat (letzteren haben wir lieber stehen gelassen… die Magen-Probleme werden noch früh genug kommen). Das Essen ist super lecker und kostet uns für zwei Personen nur knapp 3 Euro.

Mintha Theater: Besuch geplatzt wegen Umzug

Nach dem Sonnenuntergang auf dem Mandalay Hill wollen wir eigentlich noch zum Mintha Theater. Dort soll man eine schöne Show mit traditionellem Tanz ansehen können. Dem Taxifahrer ist das Theater leider kein Begriff und so zeigen wir es ihm in der Karte unseres Reiseführers. Bei Ankunft an der genannten Kreuzung müssen wir leider feststellen, dass es das Theater dort nicht mehr gibt. Nach einer kurzen Google-Suche (leider etwas zu spät) finden wir heraus, dass sich die Adresse erst kürzlich geändert hat. Nicht bereit, nochmal ein Taxi zu nehmen oder noch weitere 20 Minuten zu laufen, streichen wir das Theater und suchen uns auf dem Heimweg ein Restaurant.

Ginkyi Mandalay: gemütliches Gartenrestaurant

Wir werden fündig und setzen uns in das gemütliche Gartenrestaurant „Ginkyi Mandalay“. Das Essen ist eher für Touristen, aber dennoch lecker und vor allem die Atmosphäre ist wirklich schön.

Unterkunft in Mandalay: meine Empfehlung

Unser Hotel, das “Royal Pearl Hotel” war ein echter Glücksgriff für den Start unserer Reise. Schöne Zimmer, ein bequemes Bett und ein reichhaltiges Frühstück. Der Blick von Frühstücksraum und der angrenzenden Dachterrasse ist genial!

Die meisten Mandalay Sehenswürdigkeiten sind zwar zu weit entfernt um dorthin zu laufen, dafür liegt das Hotel zentral in Mndalay und in der Nähe von Essen und Geschäften. Zum Restauran “Shan Ma Ma” ist es nur ein Katzensprung.

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Fortsetzung folgt…

Am nächsten Tag machen wir eine tolle Tour in die Umgebung Mandalays: zu ganz vielen Pagoden in Sagaing, zur alten Stadt Inwa und einem traumhaften Sonnenuntergang in Amarapura. Die Tour kann ich absolut empfehlen. Wieso, warum und vor allem wie, erfährst du im nächsten Myanmar-Artikel.