Highlights Porto
– Die Stadt des Portweins –

Der Glockenturm 
Ein markanter und sehr ausgefallener Orientierungspunkt ist der Torre dos Clérigos, ein 76 Meter hoher Glockenturm, auf den man auch hochgehen kann. Als ich dort war, war das Wetter ziemlich durchwachsen und der Himmel oft grau und verhangen, so dass ich mir den Aufstieg ersparte (und dabei stiefel ich sonst auf jeden Turm…). 

 

Ein portugiesischer Snack
Unweit des Turmes kann man im Casa Portuguesa do Pastel de Bacalhau eine kleine portugiesische Spezialität probieren: die “Pastel de Bacalhau“, frittierte Bällchen aus Kartoffel-Stampf und Bacalhau (getrockneter Stockfisch). Im Erdgeschoss des schmalen Ladengeschäfts kann man bei der Zubereitung zusehen und dann eins der Bällchen zusammen mit obligatorischem Portwein im Obergeschoss schmausen. Das obere Stockwerk ist übrigens sehr aufwendig und mit viel Liebe zum Detail als Bibliothek eingerichtet. 

 

Rathausplatz 
Wer pompöse und aufwendige Gebäude sucht, wird sie am Praça do Município finden. Nicht nur die – im Wasserbecken sich spiegelnde – Fassade des Rathauses beeindruckt, sogar die hier ansässige McDonalds-Filiale protzt mit riesigem Bronze-Adler über dem Eingangsportal. 

 

Markt
Der Mercado de Bolhão ist der größte Lebensmittelmarkt Portos und findet bis auf Sonntags jeden Tag ab 7 Uhr statt. Auf einer überdachten Galerie und im offenen Innenhof werden allerhand Obst und Gemüse, Blumen, Fisch und Gewürze aber natürlich auch der obligatorische Portwein verkauft (und unabhängig von der Uhrzeit auch getrunken). Während man die ein oder andere Leckerei probiert, kann man Land und Leute entdecken und sich ein bisschen treiben lassen. 

 

Bahnhof
Generell sind Bahnhöfe ja nicht gerade ein Schmuckstück, in Porto ist ein Blick in den Hauptbahnhof São Bento allerdings ein Muss, denn die Eingangshalle ist komplett mit Bildern aus blauen Azulejos (typische portugiesische bemalte Wandfliesen) bedeckt. Wunderschön!

 

Kirchen
Kirchen gibt es in Porto einige. Allen voran natürlich die Kathedrale Sé do Porto. Von dort aus hat man einen hervorragenden Blick auf die Stadt und auch das Innere lohnt sich. Es ist zwar nicht gerade schön, aber hat eine sehr eigene – fast ein bisschen beklemmende – Atmosphäre.
Zumindest vorbeilaufen sollte man auch an den Kirchen Igreja Paroquial de Santo Ildefonso und Igreja do Carmo, da diese von außen mit wunderschönen blauen Azulejos geschmückt sind.

 

Gassen in Porto
Am besten erkundet man die Stadt, wenn man sich einfach durch seine Gassen treiben lässt. Von heruntergekommenen Fassaden unbewohnter Häuser bis hin zu wunderschönen Fassaden mit bunten Azulejos und den obligatorischen Gusseisernen Balkongeländern ist alles dabei.
Die Vorzeigestraße Rua das Flores, bietet von allem etwas, aber noch schöner ist es, sich im Gassengewirr zu verlieren um auch die abgelegenen Ecken zu entdecken.

 
Jardim do Infante Dom Henrique
Auf dem Weg zum Flussufer sollte man auf jeden Fall an diesem Platz vorbeilaufen. Hier steht der eindrucksvolle Palácio da Bolsa (Börse und Handelsgericht) und der Mercado Ferreira Borges mit seiner knallroten Fassade. Die Statue von Heinrich dem Seefahrer weist dir von dort aus den Weg hinab zum schönen Douro-Ufer.

 

Am Fluss
Das Douro-Ufer ist wirklich sehr hübsch – insbesondere die Praça da Ribeira, mit ihren schmalen bunten Häusern. Vorab: die Restaurants an der Uferpromenade kann man sich laut Reiseführer sparen, da man mehr für die Lage, als für Qualität und Service zahlt. Ich habe (wegen der Lage) dennoch einem Restaurant (dem „Chez Lapin“) eine Chance gegeben und kann es bestätigen. Das Essen war okay, der Preis dafür schon recht hoch.
Viel besser ist es meiner Meinung nach, sich auf dem Weg dorthin in einem Laden eine Flasche Wein und ein paar Kleinigkeiten zu holen und sich damit direkt an den Kai zu setzen. Besonders abends ist das wunderschön, wenn sich die Lichter des gegenüberliegenden Ufers im Wasser spiegeln und die Brücke Ponte Luís I wunderschön beleuchtet darüber schwebt.

 

Portwein
Über die Brücke sollte man übrigens nicht nur wegen der Aussicht gehen. Auch die andere Flussseite hat etwas zu bieten: Portwein in all seinen Facetten.
Viele bekannte Destillerien haben einen Standort direkt an der Uferpromenade und locken alle mit ähnlichen Angeboten: eine kurze Besichtigung, um mehr über die Herstellung zu erfahren und eine Verkostung verschiedener Sorten. Ich entschied mich gegen die überfüllten Anbieter und wurde stattdessen in einer kleinen Gasse fündig bei „Quevedo Port Wine“. Der Laden ist schön gestaltet mit alten Weinfässen und einer offenen Galerie und der Portwein schmeckt lecker (wobei ich da kein Kenner bin…).

 

Richtung Meer
Etwas angeduselt kann man – anstatt über die Ponte Luís I wieder zurück zu gehen – auch das Ufer weiter Richtung Meermündung hinabgehen. Dort gibt es zwar keine Sehenswürdigkeiten, aber es ist schön ruhig dort und man hat einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Stadt. Irgendwann kommt eine viel befahrene Autobahnbrücke, die auch einen Fußgängerweg zu jeder Seite hat. Wenn du es nicht abwarten kannst, das Meer zu sehen, dann solltest du den Aufgang nehmen, der nicht zur Stadt ausgerichtet ist. Sonst stehst du oben (wie ich) und stellst dann fest, dass du das Meer von hier sehen könntest – aber vier Spuren rasender Autos dazwischen sind…

 

Kristallpalast
Auf dem Weg zurück ins Zentrum lohnt sich ein Stopp am Jardins do Palácio de Cristal, einem sehr schönen Park mit einem markanten kuppelförmigen Gebäude, dem Pavilhão Rosa Mota. Kaum zu glauben, aber bei dem eindrucksvollen Gebäude handelt es sich tatsächlich um eine Sporthalle. Den Park sollte man auf jeden Fall hinunter in Richtung Fluss gehen, denn von dort aus hat man einen wunderschönen Blick.

 

Friedhöfe
Klingt erstmal ungewöhnlich, aber du solltest dir in Portugal unbedingt mal einen Friedhof anschauen. Die sehen dort nämlich ganz anders aus, als bei uns. Erde ist dort keine zu finden – dafür ganz viel Marmor, Statuen, und vor allem viele kleine Grüfte. Einen besonders schönen habe ich im Norden zufällig entdeckt, als ich mich einfach durch die untouristischen Wohngegenden treiben gelassen habe. Der Friedhof gehört zur Igreja do Bonfirm und von dort aus hat man auch einen tollen Blick.

 

Restaurant-Tipp
Neben dem kleinen Snack am Torre und den nicht ganz so guten Restaurants am Flussufer, habe ich nun noch einen wirklich tollen Restaurant-Tipp für Porto: das „Comme Ça“. Das Restaurant ist sehr ausgefallen und kreativ eingerichtet, unschlagbar günstig und wahnsinnig lecker. Als Vorspeise gibt es eine portugiesische Wurst, die auf einem Tischgrill vor sich hin brutzelt. Unbedingt hingehen!

4 Kommentare
  1. Selina
    Selina sagte:

    Lieben dank für deine tolle Empfehlung 😍👌🏽 war ein echter Genuss im Restaurant! Ich habe selbst noch ein paar Läden, die ich nur ans Herz legen kann: Folias de Baco, Miss ‘Opo und Tapabento! Super preiswert und köstlich! Lg Selina 😉

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] 1. Porto Porto ist eine richtig coole Stadt mit sehr viel Charme. Ich war nur etwa 1,5 Tage dort. Mit einem straffen Zeitplan und vielen Kilometern auf den Füßen kann man das Wichtigste in dieser Zeit schaffen, aber ein bisschen mehr Zeit schadet sicherlich nicht. Zu den Highlights der Stadt geht es hier. […]

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