Reisetipps Lateinamerika

Ein bisschen Guatemala, Panama und Kolumbien

Lateinamerika Reisetipps

Marie hat euch bereits in zwei Teilen ihres Briefs von ihrem Freien Sozialen Jahr in Costa Rica erzählt und ihre Insidertipps für eine Reise durch Costa Rica verraten. Im dritten Teil zeigt sie euch nun noch ihre schönsten Ecken außerhalb von Costa Rica.

Es geht zur charmanten Kleinstadt Antigua im Süden von Guatemala, zur Provinz Bocas del Toro – eine Inselgruppe vor der Karibikküste Panamas und zu Kolumbiens Hauptstadt Bogotá und seiner Karibikküste.

 

Hallo ihr Lieben, ich bin’s nochmal, mit noch ein bisschen mehr zu erzählen!
Denn neben Costa Rica habe ich auch noch drei andere Länder Lateinamerika bereist: Guatemala, Panama und Kolumbien. Zwar war ich dort immer nur an ein bis zwei Orten, möchte euch aber trotzdem gerne davon berichten.

Playa Bluff

Antigua (Guatemala)

In der fast 500 Jahre alten und sehr bunten Stadt Antigua habe ich mit drei anderen Deutschen einen Spanischsprachkurs gemacht. Mit ihren vielen kleinen Häuschen, alten Kirchen, Ruinen und ihrer Geschichte hat uns die kleine Stadt direkt verzaubert.

Cerro de la Cruz

Ein Gipfel im Norden Antiguas, von dem man einen super Blick über die Stadt und auch auf den Vulkan Agua hat. Man läuft etwa eine halbe Stunde nach oben, wo ein fast 100 Jahre altes großes Kreuz steht, was den Ort noch zusätzlich besonders macht.

Arco de Santa Catalina

Ein richtiges Postkartenmotiv: In einer der vielen bunten Sträßchen steht ein gelber Bogen über der Straße, hinter dem sich mit schönem grün vor blauem Himmel der spitze Vulkan Agua erhebt. Ein wunderschöner Anblick!

La Merced

Diese Kirche ist die besterhaltenste der alten Hauptstadt. Sie ist leuchtend gelb gestrichen und hat weiße Details im Barockstil. Auch von innen ist die Kirche schön anzusehen. Wir haben morgens außerdem aus Neugier mal einen Gottesdienst besucht. Wenn die ganze Kirche auf Spanisch singt, ist das schon ziemlich intensiv und schön anzuhören.

Iglesia de San Francisco El Grande

Eine ehemalige Klosterkirche und früher Hauptkirche der Franziskaner Mittelamerikas. Heute ist sie eine ganz gut erhaltene Ruine und nur eine der vielen beeindruckenden Kirchen dieser kleinen Stadt.

El Calvario

Von der Iglesia de San Francisco el Grande kann man die Alameda del Calvario entlang gehen. Diese Straße ist wohl genauso lang wie der Weg, den Jesus damals mit dem Kreuz zurücklegen musste. Deshalb ist diese Straße auch von zahlreichen Kapellen gesäumt. Am Ende gelangt man dann an eine weitere Kirche: El Calvario. Diese hat genau wie La Merced eine leuchtend gelbe Farbe mit weißen Details. Dort im Hof steht ein uralter Baum, der vor allem früher (aufgrund seiner Blüten) eine Pilgerstätte gewesen sein soll.

Plaza Mayor

Der Hauptplatz/-park der Stadt, genau in der Mitte, wenn man auf eine Karte schaut. Hier steht außerdem die Kathedrale Antiguas, ein großes, weißes, wirklich schönes Gebäude. Abends und nachts sollte man sich hier als Tourist allerdings besser nicht aufhalten.

Mercado Municipal

Ein großer und verwinkelter Markt, mal überdacht, mal nicht, auf jeden Fall ganz viele kleine Stände aneinandergereiht. Und man findet alles: kleine Restaurants, Obst und Gemüse, (traditionelle) Kleidung, ganz viel Schmuck, Souvenirs, Technik und so weiter. Auf der Suche nach Mitbringseln für Zuhause wird man hier auf jeden Fall fündig!

ChocoMuseo

Da die Geschichte der Schokolade mit den Maya anfing, ist ein Besuch des Schokomuseums in Guatemala eigentlich ein Muss. Mit einer interaktiven Führung haben wir die Geschichte der Schokolade kennengelernt und durften am Schluss selber Schokolade sowie Tee und andere Produkte herstellen, wie es sie vor der jetzigen Schokolade gab. Das war wirklich spannend und hat echt Spaß gemacht. (Und zum Schluss hat man eine leckere Erinnerung!)

Rincon Tipico

Hier gibt es lokale Gerichte, und es ist super lecker! Versteckt in einem Innenhof mit Lichterketten, Musik und Pflanzen überall, hat dieser Ort ein ganz besonderes Flair. Von draußen kann man außerdem dabei zuschauen, wie die Tortillas hergestellt werden.

Luna de Miel

Hier gibt es super leckere süße sowie herzhafte Crèpes, Salate, Smoothies, Milchshakes etc. Da kann man gar nicht genug von bekommen…

Bocas del Toro (Panama)

Mit zwei Freundinnen bin ich für vier Tage nach Bocas del Toro in Panama gefahren. Dies ist eine kleine Inselgruppe in der Karibik nicht weit von der Grenze zu Costa Rica entfernt. Viele Häuser stehen hier auf Stelzen im Wasser und sind ganz bunt. Ist also wirklich schön anzusehen. Tipp (auch wenn es kaum anders geht): unbedingt eine Bootstour machen! Ist auch nicht so teuer und man kann so tolle Dinge erleben und schöne Orte sehen.

Anreise von Costa Rica

Wir sind mit der Busorganisation MEPE von San José (Costa Rica)  bis zur Grenzstadt Sixaola (Costa Rica) gefahren. Dort liefen wir über die Grenze und durch die Grenzkontrollen, dann ging es mit einem Taxi etwa eine Stunde bis zur Küste nach Almirante. Und dann von dort aus auf ein Wassertaxi, welches uns in circa 40 Minuten bis zur Hauptinsel der Provinz brachte.

Dolphin Bay

Der Name sagt eigentlich schon alles, hier gibt es Delfine zu sehen, und das ist eigentlich eine Garantie! Ganz leise schippern hier einige Boote umher, um die Tiere nicht zu verwirren und zu stören. Und dann zeigen sie sich auch. Ganze Familien mit kleinen Delfinbabys kommen an die Wasseroberfläche und entzücken die Touristen.

Hollywood

Ein kleines Riff, welches wir auch auf der Bootstour angefahren haben. Das Wasser ist hier sehr flach und Lebensraum super vieler Seesterne!

Isla Zapatilla

Diese Insel ist unbebaut, viel kleiner als die großen bewohnten Inseln und damit ein richtiges Paradies. Mit dem Boot braucht man auch eine Weile hierher, die Fahrt ist aber auch wirklich toll. Das Wasser ist klar und türkisgrün, die Palmen wachsen schräg über den weißen Strand und haben eine kräftige Farbe, wie alle Pflanzen dieser Insel. Einige kleine Felsen, auf denen ebenfalls Palmen wachsen sind er Insel vorgelagert, ein unglaublicher Anblick.

Playa Bluff

Die Hauptinsel Colón hat auch einiges zu bieten. Wie den Playa Bluff, den man super mit dem Fahrrad erreichen kann. Diese werden übrigens überall in dem kleinen Städtchen von Cafés, Hostels und Souvenirläden verliehen. Man radelt also an der Ostküste der Insel entlang, hat durch die Palmen hindurch super Blicke auf das Meer und kommt schließlich an dem langen Sandstrand an. Der Sand ist gelblich orange und wird von saftig grünen Palmen und dem Regenwald gesäumt. Die Brandung ist etwas zu stark um entspannt baden zu gehen, aber es ist wirklich wunderschön hier und super leer!

Isla Solarte

Hier war ich tauchen. Dafür habe ich mir „La Buga Dive and Surf“ ausgesucht, zu finden auf der Isla Colón. Für mich ein so cooles Erlebnis! Das Boot spielte laut Gute-Laune-Musik, wir hatten einen so schönen Blick auf die Insel und das Meer und seine Unterwasserwelt ist atemberaubend. Viele bunte Fische und Korallen und wir haben außerdem ein Wrack betaucht, was mir richtig gut gefallen hat! Meine zwei Freundinnen durften netterweise kostenlos mit aufs Boot, obwohl sie nicht tauchen waren. So haben sie den Nachmittag auf dem Dach des Boots verbracht und die Sonne genossen.

Kolumbien

Bogotá

Wir waren leider nur einen ganzen Tag in Kolumbiens Hauptstadt und haben dementsprechend auch nur ganz wenig gesehen. Die Stadt hat uns aber extrem begeistert, wir werden also auf jeden Fall noch einmal wiederkommen! Hier meine zwei Highlights unseres kurzen Besuchs:

Cerro Monserrate

Mit einer Gondel, einem Cable Car oder zu Fuß gelangt man auf den 3152 Meter hohen Berg im Südosten der Stadt, der übrigens zu den Anden gehört. Dort findet man eine weiße Kirche, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Hier oben finden außerdem des Öfteren Kunstausstellungen statt, die die Wege säumen. Und der Blick vom Gipfel ist atemberaubend! Die riesige Stadt erstreckt sich unter einem im ganzen Tal, über Hügel und bis hinter den Horizont.

La Candelaria

Das älteste Viertel der Stadt und deshalb wirklich wunderschön! Die Straßen sind gesäumt von alten und bunten Häusern und überall führen Straßenkünstler ihre überwiegend lustigen Tricks vor. Nicht selten darf man kreativ bemalte Fassaden bestaunen. Zu diesem Viertel gehört auch der malerische Plaza de Bolivár, das ruhige und schicke Regierungsviertel, Museen und sehr viele alte Kirchen, unter anderem die rot-weiß gestreifte „Santuario Nuestra Senora del Carmen“.

Santa Marta

Ein gar nicht so kleines Städtchen an der Karibikküste, mit vielen Restaurants, Cafés und Bars. Hier treten abends sehr viele Straßenkünstler auf, wir haben vor allem super talentierte junge Tanzgruppen gesehen, die einem auch gerne mal einige traditionelle und moderne Tanzmoves zeigen – umsonst.

Rodadero

Ein weiteres Städtchen an der Karibikküste, aber viel mehr auf den Massentourismus und All inclusive Hotels ausgelegt als Santa Marta, weshalb die Stadt selbst meiner Meinung nach nicht so schön ist. Von hier gelangt man aber mit einem Boot sehr einfach zu etwas abgelegenen Stränden mit leuchtend türkisem Wasser. Man kann dort auch super die steile Küste hochsteigen, von oben hat man einen schönen Blick durch die Kakteen hindurch auf die Karibik und die an- und ablegenden Boote.

Finca la Jorará

Hier hat unser Seminar stattgefunden, die Finca ist aber für jeden geöffnet. Die Zimmer sind super schön eingerichtet und sauber. Generell ist dieser Ort wunderschön, wir haben uns (von den Mückenangriffen abgesehen) gefühlt wie im Paradies.

Die Finca liegt in der Sierra Nevada und die Berge sind überzogen von Regenwald. Überall wachsen Obstbäume, von denen jeder Besucher selber ab und zu ernten und essen darf. Die Häuser der Finca liegen zwischen Palmen, den Bergen der Sierra Nevada und direkt am wunderschönen und sozusagen privaten Strand. Außerdem gibt es hier einen Flusslauf, in dem sich immer wieder nach kleinen Wasserfällen natürliche Pools bilden, in denen man ganz entspannt baden gehen kann. Natürlich kann man auch in den Bergen wandern gehen – die Blicke lohnen sich auf jeden Fall!