Ring of Beara

idyllische Landschaft und bunte Häuser

Ring of Beara Irland

Die meisten Irland Reisenden kommen vor allem wegen des Ring of Kerry in den Südwesten des Landes. Der Ring of Kerry führt über die Halbinsel Iveragh, eine der fünf Halbinseln an der Westküste von Irland. Südlich vom Ring of Kerry liegt die Beara Halbinsel, die ebenfalls über eine Ringstraße erkundet werden kann. Der Ring of Beara ist mit 140 Kilometern Länge zwar etwas kürzer als der 179 Kilometer lange Ring of Kerry, doch ein Besuch lohnt sich. 

Direkt nebeneinander gelegen, sollte man meinen, dass sich die beiden Halbinseln sehr ähneln. Doch während den Ring of Kerry vor allem hohe Steilküsten mit schroffen Felsformationen prägen, entdeckt man auf dem Ring of Beara eine hügelige, grüne Landschaft und bunte kleine Dörfer. 

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Karte Kerry Cork

Gleninchaquin Park

Der Ring of Beara startet in Kenmare, wo sich auch unsere Unterkunft befindet. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichen wir bereits unser erstes Ziel, den Gleninchaquin Park. Der Park besteht aus einer größeren Talebene, einer hügeligen Landschaft, die diese umgibt, zwei Seen, einem kleinen Fluss und einem Wasserfall. Durch diese Idylle führen sechs verschiedene Wanderwege von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeiten. Der längste Weg führt mit knapp 15 Kilometern Strecke einmal um den gesamten Park herum. Infos und Routenbeschreibung zu den Wanderwegen findet man auf der Webseite des Gleninchaquin Parks.

Wir haben allerdings nur einen knappen Tag für den gesamten Ring of Beara – und zugegebenermaßen steckt uns noch ein Pub-Abend in den Knochen – und so entscheiden wir uns für die kürzeste Wanderstrecke des Gleninchaquin Parks. Ein kleiner Weg, nicht mehr als ein Spaziergang, führt entlang des Flusses, der durch kleine Felsenpools fließt. Wir spazieren vorbei an leuchtend grünen Kleeblättern, lauschen dem Plätschern des Wassers und fühlen uns wie in einem irischen Märchen. Kobold und Feen treffen wir trotzdem nicht, dafür aber auch nur zwei andere Parkbesucher. 

Zurück an der großen Grasebene des Parks werfen wir noch einen Blick auf den Wasserfall. Obwohl wir Anfang Oktober haben, ist der Wasserfall nicht viel mehr als ein Rinnsal, das die hohe Felswand hinab fließt. Es regnet also offenbar doch nicht immer in Irland.

Steinkreis von Uragh North

Vom Gleninchaquin Park ist es mit dem Auto nur ein Katzensprung zum 4 Kilometer entfernten Steinkreis von Uragh North. Der Steinkreis selbst ist mit knapp 2,5 Metern Durchmesser nicht sonderlich groß oder spektakulär, doch er liegt inmitten einer idyllischen Landschaft. Über eine weite Grasebene laufen wir vorbei an kleinen Wasserbecken, während dicke Nebelwolken die Hügel umspielen. Wir sind die einzigen Menschen weit und breit und genießen die Ruhe.

Bunte Dörfer am Ring of Beara

Wir setzen unsere Fahrt auf dem Ring of Beara nach Westen fort. Die landschaftlich schöne Strecke wir immer mal wieder unterbrochen von kleinen Dörfern mit perfekten Postkartenmotiven. Bunte Häuserfassaden in allen Farben des Malkastens leuchten sie uns vor dem grauen Himmel fröhlich entgegen. Die Dörfer sind vollkommen ausgestorben und wirken dabei eher wie ein Filmset als ein Ort wo tatsächlich Menschen leben. 

Besonders schön sind die drei Dörfer Ardgroom, Eyeries und AllihiesZwischen den Dörfern führt uns der schmale Ring of Beara vorbei an einsamen Seen, Felsen und schöne Küstenabschnitte des Atlantiks. 

Südseite des Ring of Beara und Bantry

In Allihies beginnt es zu regnen und ein dicker Nebel hängt über dem Atlantik. Wir entscheiden uns dagegen, noch zum Lambs Head, der Spitze der Beara Halbinsel zu fahren um von dort aus die Seilbahn nach Dursey Island zu nehmen und setzen unsere Fahrt auf dem Ring of Beara nach Osten fort. 

Auf der zweiten Hälfte des Ring of Beara entlang der Südküste der Beara Halbinsel, fahren wir ohne weitere Zwischenstopps bis nach Castletownbere. Es herrscht irischstes Wetter und feiner Regen prasselt gegen die Windschutzscheibe. In Castletownbere spazieren wir nur einige Meter durch die nassen Straßen bevor ihr in ein süßes Eiscafé vor dem Regen flüchten. Das Eiscafé gibt es leider nicht mehr und so kann ich von Castletownbere nicht mehr als den Besuch der schönen Sacred Heart Church empfehlen.

Bevor wir den Ring of Beara bis zu unserer Unterkunft in Kenmare zurückfahren machen wir noch einen Abstecher nach Bantry. Von der südlichen Hafenstraße, “The Quay” hat man einen schönen Blick über das Wasser und die bunte Häuserreihe am gegenüberliegenden Ufer. Wir schlendern noch bis zur St. Brendan’s Church und fahren dann zurück zu unserer gemütlichen Unterkunft in Kenmare. 

Praktisches und Nützliches

  • Unterwegs auf dem Ring of Beara

    Am einfachsten mit einem Mietwagen.

    Keine Angst vor dem Linksverkehr – da gewöhnt man sich schnell dran.

  • Restaurant-Tipp

    Schwierig! So schön die kleinen bunten Dörfer auch sind, viel Gastronomie gibt es nicht. Außerhalb der Hauptsaison scheinen viele Pubs dort außerdem geschlossen zu haben.

    Besser ein Lunchpaket mitnehmen. 

  • Highlights Ring of Beara

    Wenig Zeit? Das sind meine zwei Highlights:

    Gleninchaquin Park

    Eyeries

Karte Irland

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