Serra de Tramuntana

Gebirge und Küste im Westen von Mallorca

Fornalutx und Sa Calobra in der Serra de Tramuntana

Fornalutx auf Mallorca

Die längste Tagestour auf Mallorca führt uns von unserer Unterkunft in Cala Ratjada an der Ostküste durch das Innere der Insel zur Westküste und der Serra de Tramuntana. Die Serra de Tramuntana ist eine Gebirgskette, die sich entlang der gesamten Westküste von Mallorca zieht. 

Uns erwarten lange Serpentinenstraßen, paradiesische Buchten mit kristallklarem Wasser, bergige Landschaften hinter leuchtenden Orangenplantagen und ein ein traumhafter Sonnenuntergang. Highlights der Tour werden die Bucht Sa Calobra und das hübsche Örtchen Fornalutx sein – doch es gibt noch einiges mehr zu entdecken. 

Teil es mit der Welt
Karte Mallorca

Karte Tagestouren Mallorca

Tagesausflug zur Westküste von Mallorca

Man sollte für die Tour in den Westen sehr früh losfahren und vor allem genug Zeit für die Anfahrt nach Sa Calobra einplanen. Bis nach Escora braucht man von Cala Ratjada etwa 1,5 Stunden. Bereits diese erste Etappe durch die Serra de Tramuntana ist landschaftlich sehr schön und man sollte Zeit haben, den ein oder anderen Stop einzulegen. 

Hinter Escora beginnt die Serpentinenstraße nach Sa Calobra und die hat es wirklich in sich. Für den Fahrer bedeutet das Konzentration, während der Beifahrer staunend die Nase aus dem Fenster hält. Die schmale Straße windet sich durch eine herrliche Landschaft, während zu einer Seite der Straße steile Felsen aufragen und zur anderen Seite genauso steil abfallen. 

Besonders spektakulär ist die Stelle “Nus de Sa Corbota”, an der die Straße eine Acht beschreibt und unter einem alten Torbogen hindurchführt. Am “Mirador de San Calobra” sollte man kurz anhalten und den Ausblick auf die Bucht genießen, bevor es weiter zur letzten Etappe geht. 

Sa Calobra: Canyon und kristallklares Wasser

Am Ende der Straße wartet die kleine Bucht Sa Calobra auf – zugegebenermaßen – zahlreiche Besucher. Aber so ist es nunmal mit besonders schönen Orten. Unser Ziel ist damit aber noch gar nicht erreicht. Von der Bucht Sa Calobra führt eine breite Promenade entlang der felsigen Küste nach Osten. Ein schmaler Tunnel führt unter dem Felsmassiv hindurch und endet im Canyon Torrent de Pareis.

Das Ende des Canyons wird durch eine Lücke in den Felsen an der Küste markiert. Zwischen dieser natürlichen Pforte befindet sich der Strand Playa de Piedras. Er besteht aus kleinen Kieselsteinen, Liegen ist hierauf also eher unbequem, doch dafür ist es im Wasser umso schöner. Durch den fehlenden Sand ist das Wasser kristallklar und helltürkis – so klar, dass man vom Land den Schatten unter den Segelbuchten sehen kann, als würden sie in der Luft schweben. 

Stausee und Restaurant mit Aussicht

Nach einem tollen Aufenthalt in Sa Calobra fahren wir die Serpentinenstraße wieder hinauf bis zur Hauptstraße M10 und setzen von hier aus die Tour durch die Serra de Tramuntana nach Süden fort. Nach nur wenigen Minuten wartet bereits das nächste Ziel auf uns: der Stausee Gorg Blau. In einem Kessel inmitten der bergigen Landschaft leuchtet er in einem intensiven blau-grün. 

Auf unserer Weiterfahrt entdecken wir Ziegen, die über winzige Felsvorsprünge in der steilen Wand hüpfen und den Puig Major, der höchste Berg von Mallorca. Sein Berggipfel ist leider militärisches Sperrgebiet und so sehen wir vom Berg nicht mehr als die Radaranlage aus weiter Entfernung. 

Unsere Mittagspause legen wir am Mirador de ses Barques ein. Hier befindet sich ein einfaches Restaurant mit großer Terrasse und traumhaftem Ausblick. 

Fornalutx: Postkartendorf und Orangenplantagen

Am Nachmittag erreichen wir Fornalutx. Das kleine Dorf liegt inmitten des Gebirgszuges Serra de Tramuntana und wird umgeben von Orangenplantagen. In den verwinkelten Gassen präsentiert sich ein Postkartenmotiv nach dem nächsten: herausgeputzte Fassaden mit bunter Blumenpracht, blaue und grüne Fensterrahmen, die strahlen als seien sie gerade frisch lackiert. Kein Wunder dass Fornalutx schon Schönheitspreise abgeräumt hat. 

Besonders schön ist es, durch die Orangenplantagen außerhalb des Zentrums von Fornalutx zu spazieren. Der Blick auf die umliegenden Berggipfel ist wunderschön und das Leuchten der orangenen Früchte macht gute Laune. In Fornalutx gibt es auch den ein oder anderen Straßenverkauf für frisch gepressten Orangensaft – sehr lecker! 

Sóller und perfekter Sonnenuntergang in Llucalcari

Auf der Suche nach einem schönen Plätzchen für den Sonnenuntergang fahren wir Richtung Küste. Da unsere Unterkunft an der Ostküste liegt, sieht man die Sonne dort immer nur über der Insel untergehen. Heute sind wir endlich mal am Abend an der Westküste und so soll es wenigstens einen klassischen Sonnenuntergang am Meer geben. 

In Sóller legen wir noch einen Zwischenstopp ein und spazieren zum Stadtzentrum. Die Fassade der St. Bartholomäus Kirche ist beeindruckend und der Platz davor perfekt für eine Kugel Eis. Sóller selbst liegt nicht am Meer, hierfür fahren wir noch ein Stückchen weiter nach Port de Sóller. Doch schnell wird klar, dass ein Sonnenuntergang am Wasser hier auch nichts wird, da Hafenbecken und -einfahrt so verwinkelt sind, dass die Sicht nach Westen nicht frei ist.

Wir fahren die Küste weiter nach Süden und steuern das Restaurant Hoposa Costa d’Or in Llucalcari an. Das Restaurant ist zwar laut Internet etwas teurer, hat dafür aber eine traumhafte Terrasse mit Meerblick. Was uns das Internet nicht sagt: es hat geschlossen. Und so stehen wir mitten im Nirgendwo vor verschlossenen Türen, während sich der Himmel bereits orange färbt. Vom Parkplatz des Restaurants wird die Sicht aufs Meer jedoch von Bäumen und Häusern blockiert. Wir sind schon kurz davor aufzugeben und zurück nach Cala Ratjada zu fahren, als wir hinter der Terrasse des Restaurants eine kleine Treppe entdecken. Sie scheint nicht auf Privatgrundstück zu stehen und so folgen wir den schmalen Stufen den Berg hinab. 

Was wir am Ende der Treppe vorfinden übersteigt nicht nur unsere Erwartungen: es ist der perfekte Spot für den Sonnenuntergang. Eine schroffe, steile Küste, kein Haus oder Mensch in Sicht. Wir lassen uns auf einem großen Felsen nieder und genießen das Spektakel am Himmel. 

Später fahren wir durch die Dunkelheit zurück nach Cala Ratjada. Der Magen knurrt und vermisst das ausgefallene Abendessen, doch der Bilderbuch-Sonnenuntergang war es wert!

Unterkunft auf Mallorca: meine Empfehlung

Da Mallorca so klein ist, bietet es sich an, einen Ort als Ausgangspunkt zu wählen und von hier aus die Insel in Tagestouren zu erkunden. Sehr zu empfehlen ist Cala Ratjada. In der Hauptsaison ist es dort zwar recht touristisch, im Mai ist davon allerdings wenig zu spüren. Dafür gibt es eine gute Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars. Vor allem ist Cala Ratjada ein sehr guter Ausgangspunkt für Tagestouren auf Mallorca.

Ein sehr empfehlenswertes Hotel in Cala Ratjada ist “The Sea Club” (Affiliate Link). Die kleine hübsche Anlage liegt etwas abseits des Trubels in Cala Ratjada, ist aber zu Fuß entlang der Küstenpromenade gut erreichbar. Das Areal besteht aus einigen kleinen Gebäuden mit gut ausgestatteten Apartments und teilweise privaten Terrassen. Hotelanlagen-Charakter sucht man hier zum Glück vergeblichst. Der Garten ist hübsch angelegt und blüht besonders im Mai in voller Pracht.  

Dies ist ein Affiliate-Link. Wenn du hierüber buchst, bekomme ich eine winzig kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis natürlich nicht!

Praktisches und Nützliches

  • Anfahrt

    von Cala Ratjada nach Sa Calobra: ca. 2 Stunden

    Mietwagen am besten am Flughafen mieten für gesamten Urlaub auf Mallorca

  • Highlights im Westen

    Wenig Zeit? Das sind meine drei absoluten Highlights:

    Sa Calobra

    Fornalutx

    Sonnenuntergang in Llucalcari

Karte Mallorca

Gib deinen Senf dazu

Hast du Fragen, Anmerkungen oder willst einfach mal was loswerden?
Dann hinterlass doch einen Kommentar!

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Teil es mit der Welt