St. Peter-Ording

Sand, so weit das Auge reicht
– Ein paar Tage in St. Peter-Ording mit Tommy –

Stelzenhäuser

Wenn du einfach mal ein paar Tage ans Meer willst um ein bisschen abzuschalten ist St. Peter Ording gar keine schlechte Idee. 
Viel zu sehen gibt es dort nicht – doch das ist manchmal gar nicht so schlecht. Wer wie ich, einen dauerhaften Drang verspürt, sich alles anzusehen und nichts auszulassen, der kann dort wirklich mal ein bisschen Entspannung finden. 
Tommy und ich hatten bei dieser Tour das erste Mal Gesellschaft von meinem liebsten Reisegefährten. Wenn man sich nach 4 Tagen zu zweit auf knapp 2m² immer noch nicht auf die Nerven geht, dann ist das wohl ein ziemlich gutes Zeichen. 🙂 

Das Wetter war – obwohl Ende August – sehr durchwachsen und vor allem sehr stürmisch. Das freut die Kite-Surfer (zu denen ich mich leider noch nicht zähle – but it’s on my list), für die Landratten war es dann aber doch zu frisch, um sich den ganzen Tag in den Sand zu legen. Davon gibt es dort ja aber sooo viel, dass man sich auch einfach mitsamt Auto darauf begeben kann. Mit geschlossenen Wänden – aber offenem Dach – war es jedenfalls sehr gemütlich. Zwischendurch lohnt eine Longboard-Fahrt zur “Strandhütte Axels”, wo man bei herrlichem Blick ein schönes Jever genießen kann. 
In der ersten Nacht hat es allerdings so stark geregnet und vor allem gewittert (sehr aufregend, wenn man im Auto liegt, aus dem dann mal eben ein Flugsimulator wird…), dass die Strände am nächsten Tag mit riesigen Pfützen übersät waren. Es macht zwar tierisch Spaß, darüber zu “rasen” – jedoch nur, so lange man nicht stecken bleibt. Uns ist das zum Glück nicht passiert – auch wenn es das ein oder andere Mal recht knapp war. Mindestens genauso blöd ist es allerdings, wenn man sich im trockenen Sand fest fährt (das wiederum ist mir in Frankreich mal passiert…). Also am besten immer schön den festgefahrenen dunklen Sand nehmen. 

Abends sollte man sich dann allerdings – nach einem wunderschönen Sonnenuntergang – irgendwann vom Strand verabschieden, denn das Campen (und generell parken) ist dort leider nicht erlaubt. Was man so mitbekommt, wird dort auch jede Nacht kontrolliert und die Strafen liegen bei ca. 30-40 Euro. Muss nicht sein… 
Wir haben zweimal an einem Parkplatz zur Strand-Zufahrt gestanden. So richtig offiziell erlaubt ist das wohl auch nicht, aber bei einem kleinen Auto ist das Campen zum Glück nicht allzu offensichtlich. Geklopft hat jedenfalls keiner. 

Da wir aber unser Glück auch nicht allzu sehr herausfordern wollten – und man bei mehreren Nächten hintereinander dann vielleicht doch mal einen auf den Deckel bekommt – suchten wir uns für eine Nacht einen anderen Spot. Nach längerem Suchen fanden wir außerhalb von St. Peter, in Richtung Westerhever, einen schönen Spot am Ende eines Feldweges kurz vor’m Deich an einem kleinen Wasserbecken. Weit und breit nichts außer Enten, Schafe – und einem einsamen Haus, dessen Zufahrt das wohl war. Da wir uns keinen Ärger einfangen wollten, klingelten wir kurzerhand und fragten bei dem – etwas verwunderten aber sehr netten Bewohner – ob wir die Nacht dort stehen dürften. Er lachte nur und meinte das wäre kein Problem. Also grillten wir gemütlich am Wasser und genossen die Ruhe… bis uns ein “Geräusch” den Schlaf raubte. Gerade als wir uns hinlegten – wir hatten im Dunkeln noch schnell Essen und Geschirr eingeräumt – hörten wir ein krabbelndes/kratzendes Geräusch. Da es draußen ordentlich wehte, war die nahe liegende Erklärung eigentlich ein Ast oder Busch, der irgendwie gegen das Auto gepeitscht wurde. Aber andererseits waren wir uns sicher, dass nichts dergleichen direkt am Auto stand… und das Geräusch klang irgendwie doch mehr nach etwas IM Auto. War etwa ein Tier (womöglich eine Ratte?!) ins Auto gekrabbelt als wir draußen gegessen hatten? Die Vorstellung, dass unter uns ein unerwünschter Gast sein Unwesen trieb – der womöglich dann auch irgendwann den Weg AUF die Matratze finden würde wirkte besser als jeder Kaffee. An Schlaf war für mich noch viele Stunden nicht zu denken. Natürlich öffneten wir auch nochmal die Tür, gingen einmal drum herum und versuchten herauszufinden wo zum Teufel die versteckte Kamera war. Es half alles nichts – das Geräusch kam immer wieder. Irgendwann übermannte mich dann doch die Müdigkeit. Am nächsten Morgen erwachten wir – ohne Tiere – und konnten uns auch dann nicht erklären, was der Grund für das Geräusch gewesen war. Wir werden es wohl nie erfahren 😉 … 

Schau dir hier Tommy’s Strand-Rennen an:
(Natürlich ist beim Tempo etwas nachgeholfen worden… ;))

 

 

 

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