Reiseberichte mit den schönsten Stränden

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Die längste Tagestour auf Mallorca führt uns von unserer Unterkunft in Cala Ratjada an der Ostküste durch das Innere der Insel zur Westküste und der Serra de Tramuntana. Die Serra de Tramuntana ist eine Gebirgskette, die sich entlang der gesamten Westküste von Mallorca zieht.

Uns erwarten lange Serpentinenstraßen, paradiesische Buchten mit kristallklarem Wasser, bergige Landschaften hinter leuchtenden Orangenplantagen und ein ein traumhafter Sonnenuntergang. Highlights der Tour werden die Bucht Sa Calobra und das hübsche Örtchen Fornalutx sein – doch es gibt noch einiges mehr zu entdecken.

Mallorca, die wahrscheinlich beliebteste spanische Insel – oder das 17. Bundesland Deutschlands – genießt nicht gerade einen tollen Ruf. Bekannt ist sie weitläufig bekannt für Alkohol und schlechte Musik. Umso größer ist die Überraschung, wenn man die Insel abseits des Ballermanns bereist und dort wunderschöne und vor allem sehr abwechslungsreiche Natur entdeckt: Ländliche Felder und Wiesen im Landesinneren, schöne Strände mit glasklarem Wasser und vor allem Berge und Klippen, die man auf der kleinen Insel, die man in unter 2 Stunden durchqueren kann, nicht erwartet.

Ich habe Mallorca eine Woche lang in Tagestouren von Cala Ratjada aus erkundet und habe in dieser Zeit viele schöne Orte gesehen – wobei dies nicht mal ansatzweise alle Sehenswürdigkeiten der Insel waren. Die restlichen werden dann beim nächsten Mal abgeklappert, denn ein Urlaub auf Mallorca lohnt sich definitiv.

Marie war im Jahr 2015 für einen Auslandsaufenthalt in Australien. Im ersten Teil erzählt sie von ihrer Ankunft, der High School und ihrem Alltag in, Caloundra einer kleinen Stadt in der Nähe von Brisbane. In diesem Teil zeigt sie euch die schönsten Ausflüge und Reisen in die Umgebung.

Bali’s Süden
– Strandhopping und Fotoshootings auf der Halbinsel Bukit –

 

Mit dem Roller in den Süden
Nach einer spektakulären Nachtwanderung und einem wunderschönen Sonnenaufgang auf den Vulkan Batur, ließen wir uns am Nachmittag zurück nach Canggu bringen. Dort quartierten wir uns für eine Nacht im „Kampung Canggu“ ein und erholten uns an Strand und Pool vom nächtlichen Marsch. Am nächsten Morgen ging es dann aber auch schon wieder weiter: mit einem Roller, den wir über unsere Unterkunft gemietet hatten, fuhren wir nach Süden zur Halbinsel Bukit. Die Strecke bis zu unserer Unterkunft dort war zwar nur ca. 30 Kilometer lang, doch führte sie entlang der meistbefahrenen und dadurch allzeit verstopften Straßen rund um Kuta und den Flughafen. Anstatt uns einen halben Tag mit dem Taxi Meterweise vorzuschieben, sprangen wir also mit leichtem Gepäck aufs Zweirad und waren in Windeseile am Ziel. Die großen Rucksäcke konnten wir gegen ein kleines Entgelt in einem Schließfach in unserer Unterkunft in Canggu lassen. Perfekt. Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte wurde das “Hill Dance Bali American Hotel”, eine kleine Anlage in praktischer Lage und mit ausgefallenem Bad-Design. 

 

 

Balangan Strand
Von unserer Unterkunft auf Bukit waren es nur wenige Minuten mit dem Roller zum nächsten Strand. Der Balangan Strand gewinnt zwar keinen Preis in der Kategorie “paradiesisch”, bietet mit seiner Steilküste dafür aber eine grandiose Aussicht über die Bucht. Das Fotografen-Auge lacht und der ein oder andere Balinese verdiente sich dort gerade sein Honorar mit Hochzeitsfotos.

 

 

Uluwatu Tempel
Das bekannteste Highlight der Halbinsel Bukit ist mit Sicherheit der Uluwatu-Tempel. Die riesige Anlage zieht sich entlang der atemberaubenden Steilküste und der Blick auf die gewaltige Brandung in der Tiefe stellt sogar die hübschen Tempelbauten in den Schatten. 

 

 

“Single Fin”
Beinahe genauso berühmt wie der Uluwatu-Tempel ist wohl auch die Bar “Single Fin”, die ebenfalls in schwindelerregender Höhe über dem Ozean thront. Wir kamen, sahen und gingen. Abgesehen von einem sagenhaften Blick bietet der Laden überteuertes Essen, fancy Getränke, dröhnende Bässe und Sitzgelegenheiten nur für den Adel (oder Menschen mit ganz viel Motivation zum Warten). Da schauten wir doch lieber im einfachen Warung nebenan, genossen einen ähnlich schönen Blick und konnten uns sogar noch ein Getränk dazu leisten. Und das sogar im Sitzen! 

 

 

Nyang Nyang Strand
Der zweite Tag auf der Halbinsel Bukit wurde zum chilligen Strandhopping. Mit dem Roller die südliche Küste entlang und hier und da mal abbiegen und schauen was es zu entdecken gibt. Und gleich der erste Stop (zugegebenermaßen ein Tipp meiner lieben Untermieterin Pia, die auf Bali studiert hat) erwies sich als absoluter Glücksgriff! Denn dieser Küstenabschnitt gewann definitiv den Preis für das Paradies! 
Nach einem kleinen Marsch hinab, erreichten wir einen schmalen aber absolut verlassenen Strand. Eine einsame Balinesin verkaufte uns am Strandaufgang frische Kokusnüsse und wir hatten nur noch die Qual der Wahl, an welchem Fleckchen wir uns für die nächsten Stunden niederlassen sollten. Bei einem kleinen Spaziergang entdeckten wir die vielleicht abgefahrenste Schlafmöglichkeit auf Bali: durchsichtige, aufblasbare Iglus – mitten in der Natur. Also quasi unter freiem Himmel, nur geschützt vor Wasser, Wind und was sonst noch so der Dekadenz entgegensteht.
Ich ziehe den echten Himmel ja meistens vor und kam ihm auf einer verlassenen Bambusschaukel mit Blick auf den knallblauen Ozean ziemlich nahe. Apropos Ozean: die Wellen kamen hier mit so einer Wucht herangepeitscht, dass der Strand von all den umherfliegenden Wassertröpfchen wie im Nebel lag. Eine wunderschöne und surreale Szenerie. Schwimmen sollte man dort allerdings besser nicht gehen. Der Sog hinaus aufs offene Meer ist so stark, dass man selbst im nur knöchelhohen Wasser droht, umgespült zu werden. Und danach kommt dann bis zur australischen Grenze erst mal lange nichts…

 

 

Melasti Strand
Ein ebenso einsamer, wenn auch landschaftlich völlig anderer Strand wartete einige Kilometer weiter östlich der südlichen Bukit-Küste auf uns. Eine schroffe Steinküste, wenig grün aber das gleiche, wunderschöne knallblaue Meer. Und an eben dieser Kulisse stand das wohl schönste Fortbewegungsmittel der Welt: ein hellblauer Bulli! Leider war er weder zum fahren noch zum campen gedacht (ich hätte ihn zu gern entführt…). Stattdessen – man kratzt sich verwundert am Kopf – dient er nebst anderen Requisiten als Fotokulisse für Pärchen-Shootings. Und nicht etwa für jene aus Europa, der Wiege des Bullis. Nein, tatsächlich saß eine Asiatin mit pastellgelben Petticoatkleid und farblich abgestimmten Göttergatten in und auf dem kleinen Hippiebus. Die Situation hatte eine gewisse Komik – man stelle sich einmal ein urbayrisches Pärchen in Geisha- und Samuraikostüm mit Papierschirmchen vor einem Teehaus vor… Aber warum nicht mal Klischees brechen? 

 

 

Der Osten der Halbinsel Bukit
Umso weiter wir in den Osten kamen, desto touristischer wurde es. Bereits am Pandawa Strand machten wir nur einen kurzen Boxenstopp, denn weder die großflächige Baustelle, noch die bunten Fähnchen und Schilder entsprachen unserer Vorstellung von schönem Strand. Auch die Statuen, die dort in großen Ausbuchtungen der Felswand stehen, scheinen lediglich Touristen-Zwecke zu erfüllen und keinen kulturellen Hintergrund zu haben.

Wir düsten weiter zur Ostküste von Bukit, Nusa Dua. Man kann es weniger als Stadt, sondern vielmehr als riesigen Vergnügungspark bezeichnen. Fein säuberlich angelegte Straßen, die Strände wie eine künstliche Lagune und überall warten irgendwelche Attraktionen. Dem ein oder anderen Besucher mag das gefallen, uns schreckte es ziemlich ab und wir machten uns auf den Rückweg zu unserer Unterkunft. 

 

 

Hochzeitsshooting am Tegal Wangi Strand
Eine Kleinigkeit habe ich noch: ich bin selbst mal wieder unter die Fotografen gegangen und hatte die Freude, ein frisch verheiratetes Paar aus Deutschland in ihren Flitterwochen zu fotografieren. Die beiden hatten über Facebook jemanden für ein After-Wedding-Shooting gesucht und wie das Glück es wollte, waren wir gleichzeitig dort. Geplant waren schöne Posen vor paradiesischer Kulisse und einem kitschigen Sonnenuntergang. Leider spielte das Wetter ausnahmsweise mal nicht mit sondern verrückt: Grauer Himmel, zwischendurch kleine Regentropfen und von Sonnenuntergang keine Spur. Die Kulisse teilten wir uns mit ca. 5-6 anderen Fotografen und Hochzeitspaaren (offenbar hatten wir DEN In-Spot schlechthin gefunden). Um an dem Spektakel teilnehmen zu dürfen mussten wir dann auch noch ca. 20 Euro zahlen (richtig, um Fotos in der Landschaft zu machen…). Die Szenerie wurde dann, ähnlich zum blauen Bulli, noch durch einen “typisch asiatischen”, knallroten Käfer ergänzt… 
Wir nahmen’s mit Humor – was blieb auch anderes übrig – und machten das Beste draus. Spaß hat es in jedem Fall gemacht und das Ergebnis sogar besser als befürchtet, auch wenn die Kulisse mehr nach deutscher Nordsee aussieht… 
Vielen Dank für Euer Vertrauen, Jenny und Benny! 

 

Tja, und das war’s dann auch mit unserem Urlaub auf Bali. Zurück ging’s nach Canggu und von dort aus, nach beinahe fünf Monaten Südostasien, mit einem langen Ritt zurück nach Deutschland. Doch das ist eine andere Geschichte…

White Sand Beach und Padang Pai
– Weißer Sand und alte Fischerboote – 

Nach unseren Ausflügen rund um Ubud und in den Norden zu Vulkansee und Wasserfall, zog es uns mal wieder ans Meer. Doch anstatt zurück an die belebte Westküste zu fahren, schwangen wir uns erneut auf den Roller und düsten gen Osten. Ziel: der White Sand Beach. 

 

Teatime im Dschungel-Baumhaus
Unterwegs sorgte die Kaffeesucht und (ja, ihr dürft Lachen) auch mal wieder mein navigatorisches Talent im Sinne von “Oh, wir hätten vor 5 Kilometern abbiegen müssen” für einen besonderen Zwischenstopp. Versteckt an einer winzigen Landstraße entdeckten wir die kleine Kopi Luwak Farm “Taru Agro. Zwar wartete hier kein atemberaubender Blick auf Reisterrassen wie im Bali Pulina” dafür aber ein gemütliches Baumhaus mitten im Dschungel. Auf eine erneute Führung verzichteten wir, doch den vielen verschiedenen bunten Tee- und Kaffee-Proben konnten wir nicht widerstehen und schlürften um die Wette. 

 

White Sand Beach
Wenig später erreicht man dann, mit ein bisschen Aufmerksamkeit des Navigators, ein verstecktes Hinweisschild zum “White Sand Beach”. Den Roller ließen wir an der Straße stehen und marschierten ca. 15 Minuten durchs Gestrüpp, durch das bereits türkisblaues Meer hindurch schimmerte. Angekommen an der kleinen Bucht, brauchen die Augen ein paar Sekunden um sich an das gleißende Licht zu gewöhnen. Denn der Strand wird seinem Namen gerecht: der Sand ist wirklich schneeweiß. Einzig ein paar feine schwarze Linien Vulkangestein durchziehen die glitzernde Oberfläche.

Am Rand der Bucht hat sich sogar eine Art natürlicher Whirlpool aus schwarzem Gestein gebildet, in dem man so lange entspannt sitzen kann, bis die nächste Welle hereingeschwappt kommt. Denn der Ozean hat hier – auch wenn die Ostküste wohl kein Surfbedingungen bietet – ganz schön viel Kraft. Wen es da unverhofft von hinten trifft, der kann mitunter ein paar DNA-Partikeln Lebewohl sagen, die dann schnell mal am scharfkantigen Pool-Gestein zurückbleiben. 

Zurückgeblieben sind übrigens auch ein paar Indonesische Rupiah, denn der White Sand Beach ist natürlich kein Geheimtipp mehr. Einige Strandbars bieten Essen frisch vom Grill und Sonnenliegen, alles zahlbar beim Balinesen mit Rastafari-Friese. Trotzdem ist es alles andere als überlaufen dort – die meisten bleiben dann wohl doch auf der anderen Seite Balis. Und mal ehrlich, wen stören ein paar weitere Sonnenanbeter, während der Sand weiß glitzert und das Meer knallblau entgegen rollt…

 

Padang Bai
Irgendwann hatten wir uns an dem Postkartenmotiv dann aber doch satt gesehen und fuhren mit dem Roller zum benachbarten Ort Padang Bai. Das alte Fischerdörfchen erwartete uns mit süßen Holzbooten am Strand und ein paar einladene kleinen Restaurants und Warungs. Ich kann gar nicht mehr sagen, was wir dort eigentlich gegessen haben und ob es geschmeckt hat. Aber ich nehme mal an, im Zweifel hätte die pittoreske Kulisse für einiges entschädigt. 

 

Man hätte an der Ostküste sicherlich noch einiges mehr erleben und entdecken können und nur schweren Herzens fuhren wir schon am Nachmittag zurück Richtung Ubud um ganz früh in unser Bett zu fallen. Denn mitten in der Nacht sollte es schon wieder los gehen. Es sollte anstrengend und schweißtreibend – doch zugleich auch eines der schönsten Erlebnisse unserer Reise werden…

(Fortsetzung folgt…)

Koh Tao
– Bergauf, bergab und Unterwasser – 

Thailand hat sooo viele Inseln – und wir wollten zumindest eine davon sehen! Doch welche? Die meisten Inseln liegen vor der Westküste Thailands, doch im Sommer, während der Regenzeit besteht ein nicht zu verachtendes Risiko, dass der Kurztrip ins Wasser fällt.

Nachdem uns genau das in Krabi passiert war, hatten wir wenig Lust unser letztes langes Wochenende wieder nur im Bungalow zu verbringen. Also ab zu den Inseln im Golf von Thailand. Die Wahl auf eine der dreien fiel nicht schwer – wir wollten es möglichst klein und ruhig: Koh Tao.

 

Anreise nach Koh Tao
Nachdem die Entscheidung gefallen war, begann die nächste Qual der Wahl: wie kommen wir hin?
Man kann bequem nach Koh Samui fliegen und von dort aus die Fähre nehmen – allerdings kostet allein der Flug schon 200 Euro. Ein bisschen günstiger fliegt man nach Chumphon oder Surathani und steigt dort (nach einem Bustransfer) ins Boot um.
Da wir aber erst am Abend aufbrechen konnten und wir auf gar keinen Fall einen unserer Urlaubstage für Anreise verplempern wollten, blieb uns nur der lange Weg über Land.

 

Fahrender Schlafsaal mit Weckservice: Nachtzug von Bangkok nach Chumphon
Über die asiatischen Nachtzüge hatten wir bereits viel Gutes gehört und so zuckelten wir am Abend von Bangkok’s Hauptbahnhof los in Richtung Süden. [Hier geht’s zu den Abfahrtszeiten]
Das Schlafabteil sieht erst mal aus wie ein gewöhnlicher Zug, doch über den Sitzgruppen befinden sich Klappen, die ein bisschen wie die Gepäckfächer im Flugzeug aussehen. Darin befindet sich das obere Bett, das später durch die Zugbegleiter hinuntergeklappt wird. Das untere Bett (das übrigens sehr viel größer und gemütlicher ist und dadurch, wie leider auch in unserem Fall, bereits schnell ausgebucht ist) wird wie in einem Wohnwagen aus dem Vierersitz gebaut. Die Zugbegleiter beziehen in Windeseile Matratzen, haken Vorhänge ein und versehen jede Schlafkoje mit frischen Kissen und Decken. Verrückt.
Wir konnten darin jedenfalls erstaunlich gut schlafen – einzig die grelle Beleuchtung, der man im oberen Bett leider sehr nah ist, stört ein bisschen. Aber mit Schlafmaske (die ich natürlich in Bangkok liegen gelassen hatte) oder einer Kapuze kann man dem ganz gut ausweichen. Wer dann noch an Ohrenstöpsel denkt, kann sogar die Schnarchgeräusche ausblenden.
Rechtzeitig vor Ankunft beim gewünschten Bahnhof kommen die Zugbegleiter und wecken alle, die dort aussteigen müssen (man sollte also besser keine Betten tauschen, denn der Weckservice funktioniert anhand einer Liste mit Bettnummern).

 

Auf dem Sonnendeck: Mit der Fähre von Chumphon nach Koh Tao
Mitten in der Nacht, gegen halb vier, stolperten wir auf den Bahnsteig in Chumphon und wollten uns, verschlafen wie wir waren, erstmal in die lange Schlange reihen um unser Anschlussticket für die Fähre abzuholen. Von einer energischen Mitarbeiterin wurden wir dann allerdings mit vielsagenden Handbewegungen zu einem anderen Büro in 500 Metern Entfernung zum Bahnhof verwiesen, da wir kein Ticket des bekannten Anbieters Lomprayah hatten.
Etwas verwirrt wanderten wir die verlassenen Straßen entlang, wurden aber irgendwann fündig. In dem halboffenen Bistrobereich eines Hostels erhielten wir unsere Tickets und nach einer Stunde sogar einen Kaffee, gleichzeitig mit einem kleinen Van, der uns zur Fähre bringen sollte (dachten wir). Stattdessen parkten wir nach 5 Minuten Fahrt wieder am Bahnhof um nun in einen großen Doppeldecker-Bus umzusteigen (kein Scherz…). Nach etwa einer Stunde Fahrt gelangten wir endlich an den Pier und während der Himmel sich langsam von dunkel- zu hellgrau verwandelte, legten wir ab in Richtung Koh Tao. Umso näher wir der Insel kamen, desto schöner wurde das Wetter und einen Großteil der 2 Stunden an Board, ließen wir uns bei mittlerweile strahlend blauem Himmel auf dem „Sonnendeck“ die salzige Luft um die Ohren peitschen.
Irgendwann war es dann soweit: wir legten an und uns empfing klares türkisfarbenes Wasser vor einer Skyline aus dunkelgrünem Dschungel und hellgrauen Felsformationen. Wir hatten Koh Tao erreicht.

 

 

Bett mit Aussicht: Unser Bungalow im P. D. Beach Resort
Angekommen am Pier und einen Anruf später, holte uns ein Mitarbeiter unseres Resorts ab. Resort klingt jetzt erstmal schweineteuer und luxuriös, ist aber eher eine der günstigeren Alternativen auf Koh Tao. Auf der Fahrt dorthin bekamen wir dann bereits einen ersten Eindruck von den Straßen der Insel: steil bergauf und bergab, manchmal nur Schotter und scharfe Kurven. Wie bei einer (zum Glück langsamen) Achterbahnfahrt rollten wir über einen Kamm und konnten dabei nicht einmal mehr die Straße hinab sehen, so steil war es! Meine Reaktion zum liebsten Reisebegleiter: „Das Roller-Fahren kannst du hier vergessen!“
Wir erreichten unser Resort, eine einfache Bungalow-Anlage am Hang (in Koh Tao ist fast alles am Hang) an einer kleinen verlassenen Bucht. Der Restaurant-Bereich ist sehr schlicht: ein paar einfache Tische mit Stühlen und ein großer Balkon ohne Geländer, direkt am Meer. Für uns ist es perfekt.
Noch perfekter ist übrigens unser Timing, denn wir ergattern den mit Abstand besten Bungalow der Anlage: in erster Reihe, mit nur wenigen Metern Abstand zum Meer und eigenem Balkon. Eine kleine Katzenfamilie fand das übrigens auch und hielt sich am liebsten dort mit uns auf. (Mein morgendliches Yoga auf der Terrasse wurde dadurch allerdings zu einem kleinen Eiertanz, denn bei jedem Positionswechsel musste erst mal ein Fellknäuel beiseitegeschoben werden). Es gibt wohl kaum etwas schöneres als Abends zum Meeresrauschen, zu zweit auf dem gemütlichen Sessel mit einer schnurrenden Katze auf dem Bauch einzudämmern und am nächsten Morgen mit Blick aufs Meer im Bett zu erwachen…
Apropos Meeresrauschen: Obwohl Koh Tao ja im eher ruhigen Golf von Thailand liegt, hatten wir an einigen Abenden an unserer Bucht eine richtig starke Brandung mit lauten Wellen… Wunderschön.

 

 

Nachbarpool mit Aussicht: Das Pinnacle Resort
Einen Pool gab es in unserer Bungalow-Anlage zwar nicht, aber wenn man sich einen Cocktail in der benachbarten Poolbar des Pinnacle Resorts gönnt, darf man deren schönen Pool mit Blick aufs Meer nutzen. Das haben wir natürlich getan, auch wenn der Himmel immer mehr von Plantschwetter zu Weltuntergangsstimmung wechselte. Fröstelnd unterhielten wir uns mit drei anderen Hamburgern, die schon einige Mal auf Koh Tao zum Tauchen waren und uns dringlichst zuredeten, wir sollten uns doch einen Roller mieten. Anders wäre es sehr kompliziert und vor allem teuer, die Insel zu erkunden.

 

Mit dem Roller Koh Tao erkunden
Nach dem ersten Tag in der Anlage merkten wir dann schon sehr schnell: uns fehlte das Herumcruisen, das Auskundschaften und spontane Anhalten bei interessanten Plätzen. Also wagten wir es und mieteten uns einen Roller. (Mir ist dabei die Ironie durchaus bewusst, dass wir uns einerseits mittlerweile so lässig durch den verrückten Verkehr Bangkoks schlängelten, dass ich mich dabei hinten im Kleid seitlich sitzend, nicht mal mehr eine Hand zum festhalten brauchte, sondern entspannt auf Instagram postete, ich mir aber bei verlassenen Straßen ins Hemd machte… Aber unser Bremsen-Debakel in Chiang Mai hat sich eben eingebrannt.)
Schnell stellten wir fest, dass wir mittlerweile nun doch schon zu den erfahrenen Roller-Fahrern gehörten und so waren die steilen Straßen und Schotterpisten kein Problem mehr für uns und wir genossen das Herumfahren über die Insel voll und ganz. Die schönsten und steilsten Strecken habe ich euch übrigens im Koh Tao-Film am Ende des Beitrags mitgebracht, wobei ich zugeben muss, dass man die Steigungen darauf nur erahnen kann…
(Wenn du auch mit dir am Ringen bist, ob du dich dort auf einen Roller wagen sollst: mach es, wenn du schon ein bisschen Fahren kannst – lass es wenn du noch nie gefahren bist. Für Anfänger sind die Steigungen echt zu krass. Tipp: wenn du jetzt schon weißt, dass du bald nach Koh Tao reisen wirst, dann übe doch einfach jetzt schonmal in einfacher Umgebung das Rollerfahren. Die Kosten, die du vorher zum Üben investierst, werden sich auf der Insel an gesparten Taxikosten und schönen Erlebnissen rentieren.)

 

 

Außergewöhnlicher Ausblick: Der John Suwan Viewoint
Mit dem Roller ging es direkt zum ersten Viewpoint und es sollte auch der spektakulärste werden!
Ganz weit im Süden, auf einem kleinen Zipfel gibt es einen Aussichtspunkt, von dem aus man in Richtung Norden auf die Insel schaut. Der Weg hinauf ist gut ausgeschildert und nach ca. 10 Minuten bergauf erreichten wir einen großen Fels, an deren Rückseite man mit Hilfe eines Taus hinaufklettern kann (Anmerkung: auch wenn es einige geschafft haben, ohne abzustürzen oder sich einen Fuß zu brechen – Flip Flops sind nicht so ganz das richtige Schuhwerk hierfür…).
Oben angelangt teilten wir den Stein mit etwa 8 anderen Leuten und genossen einen ganz besonderen Blickwinkel: Koh Tao ist an dieser Stelle so schmal, dass man vom Viewpoint nicht nur die Chalok Bay an der Westküste, sondern auch gleichzeitig die gegenüber liegende Shark Bay an der Ostküste bestaunen kann. Ein göttlicher Anblick für alle Symmetrie-Fanatiker.

 

Chillen und Essen am Freedom Beach
Nachdem wir den außergewöhnlichen Anblick in uns aufgesogen hatten machten wir noch einen kurzen Stopp am hübschen Freedom Beach. Der kleine Strand ist nahe des Viewpoints gelegen und von der nördlich gelegenen Chalok Bucht durch Felsen und Wald getrennt.
Uns erwartete hellweißer Sand und eine kleine fotogene Baumreihe, in der Hängematten und Korrallen-Ketten hingen. Am Ende des Strandes gibt es nur ein einziges Restaurant, das mit einer großen offenen Holzterrasse und gemütlichen Sitzkissen zu leckeren Burgern mit Blick auf den Strand einlädt.

 

Tauchen in der Tanote Bay
Von dort aus düsten wir über die Insel Richtung Norden und auf die andere Seite, zur Tanote Bay. Schnorcheln stand auf dem Programm. In einer Tauchschule leihten wir uns Schnorchel und Brille – Flossen darf man auf Koh Tao nicht benutzen, denn damit zerstört man schnell mal eine Koralle.
Die Bucht ist zwar nicht so hübsch wie der Freedom Beach, dafür ist sie durch die alten Boote und den großen Fels im Wasser sehr fotogen. Zum Schnorcheln eignet sie sich übrigens hervorragend und uns erwartete eine sagenhafte Landschaft aus Korallen und zahlreichen bunten Fischen von klein bis groß. Als wir um besagten großen Fels in der Bucht herumschwammen, wurden wir übrigens fast gefressen: dort gibt es ca. Handteller-große dunkelbraun/schwarze Fische, die das Gebiet offenbar zu ihrem Territorium gemacht haben. Wenn man da so nichtsahnend umher schwimmt und plötzlich so ein Fisch zielstrebig auf einen zu geschossen kommt um einen in den Zeh zu beißen ist das im ersten Moment gar nicht mal so witzig. Man weiß ja nie wieviele Brüder der hat…
Es sei dazu gesagt, dass ich das Schnorcheln generell faszinierend und unheimlich zu gleich finde. Man taucht komplett in eine andere Welt ab und durch die Taucherbrille hat man nicht nur ein eingeschränktes Sichtfeld – alles hat auch andere Proportionen. Oft sehen Dinge weiter entfernt aus, als sie sind und ZACK stößt man mit dem Fuß gegen eine scharfe Koralle. Man verliert auch einfach komplett die Orientierung Unterwasser und beim Auftauchen ist man manchmal verwundert wie man da jetzt hingekommen ist und dass man von oben nicht einmal ansatzweise die Welt unter einem ausmachen kann. Doch wahrscheinlich macht es genau das zu etwas so faszinierendem. Schau es dir doch selbst im Trockenen und ganz ohne Brille und Schnorchel in meinem Koh-Tao-Film am Ende an.

Wenn du nicht nur Schnorcheln, sondern sogar richtig Tauchen willst, bist du auf Koh Tao übrigens auch goldrichtig! Meine Bloggerkollegen Jasmin und Valentin vom Reiseblog Vakuya erzählen dir, wie du einen Tauchschein auf Koh Tao machen kannst.

 

Shark Bay mit blutigem Ende
Am nächsten Tag wollten wir einen zweiten Schnorchelgang in der Shark Bay starten, denn dort soll man am frühen Vormittag eine gute Chance auf Riffhaie (und mit ganz viel Glück sogar Schildkröten!) haben. Ich scheuchte meinen liebsten Reisebegleiter also schon früh aus den Federn und wir erreichten die Bucht gegen neun Uhr. Die Shark Bay besteht offenbar nur aus einem einzigen Riesen-Resort, der sogar eine eigene Tauchschule besitzt. Wir zahlten ein paar Euro Eintritt, mieteten uns Schnorchel und erreichten den Strand, als noch alle anderen Menschen am Frühstückstisch oder in ihren Betten lagen. Im Wasser war keiner. Die anfängliche Freude wurde schnell von Verwirrung verdrängt und als wir nah ans Wasser kamen, war auch klar, wieso: Ebbe. Na gut – dann laufen wir eben ein Stück raus. Zwei Meter später war klar: no Chance. Der Boden bestand komplett aus Korrallenflechten (ganz abgesehen davon, dass es das Riff zerstört, würde es auch einfach höllisch wehtun, darüber zu laufen). Also schwammen wir, bei einem Wasserstand so niedrig, dass wir gerade so mit der Bauchdecke drüber passten. Auf Dauer war das auch keine Lösung und das Wasser wurde einfach nicht tiefer.
Letzte Option: wir paddelten zurück an Land und kletterten gut 20 Minuten über Geröll und scharfe Felsen hinaus aus der Bucht. In der Hand Schnorchel, Brille und GoPro und stets darauf bedacht, nicht auszurutschen.
Vorn angelangt wollten wir gerade ins Wasser krabbeln, als ich (komplett stillstehend) auf einem flachen Stein ausrutschte. Wie im Comic zog es mir komplett die Füße unter dem Körper weg und ich landete mit einem schmerzhaften Krachen auf dem, lediglich in einem Bikini-steckenden Hinterteil. Die erste Sorge galt dem Rücken und den Handgelänken, doch das schien alles soweit in Ordnung zu sein. Doch als ich aufstehen wollte, bemerkte ich, wie sich der, von Algen ganz grüne, Stein plötzlich dunkeltrot verfärbte. Ein paar Sekunden später hatten wir die undichte Stelle gefunden: ich hatte mir den linken Fuß aufgeschlitzt. Nicht so ein bisschen. Das Blut schoss regelrecht hinaus.
Schnorcheln war so keine Option mehr (Blutend durch die Shark-Bay schwimmen… klingt wie das Drehbuch zu einem typischen Hollywood-Hai-Film). Leider war weit und breit auch kein Mensch oder Straße in Sicht. Also blieb nur: den Weg zurück klettern, den wir gekommen waren.
Während uns die Sonne so langsam auf den Rücken brannte, kletterte ich mit Händen und 1,5 Füßen über die Felsen zurück und verteilte meine DNA dabei in einer hübschen Spur entlang der Bucht. Im Gegenzug nahm ich gefühlt aber auch einen Eimer Sand und Dreck mit und verkrampfte mich schon bei dem Gedanken an die Schmerzen, die es verursachen würde, das alles wieder dort hinaus zu bekommen…
Ich erspare euch ein Foto (wir hatten ehrlich gesagt auch anderes im Sinn, als von Fuß oder der Bucht noch Fotos zu machen) und komme zum Ende des Blutbads: nach einer halben Stunde erreichten wir die Tauchschule und einer der Lehrer versorgte die Wunde recht fachmännisch (noch nie habe ich mir vormittags so sehr einen Schnaps herbei gesehnt). Danach ging es ab in die Klinik, wo eine zweite Säuberung und Antibiotika auf mich warteten.
Wasser (egal ob Meer oder Pool) war für den Rest der Zeit auf Koh Tao damit gelaufen. Die Entzündungsgefahr ist laut Ärztin einfach zu hoch. Stattdessen gab es in den folgenden eineinhalb Wochen einen täglichen Verbandswechsel inklusive Säuberung und antibiotischer Salbe. Aber ich hatte Glück (im Unglück): die Entzündung blieb aus, der Fuß ist noch dran und rechtzeitig für den Urlaub auf Bali war ich wieder fit für’s Meer. Und so ein bisschen Zwangspause auf unserem Balkon war übrigens auch ganz nett.

 

Touri-Trubel: Abends am Sairee Beach
So schön es abends auf unserem kleinen Balkon auch war, fuhren wir am Abend zum Sairee Beach, dem Hauptsttrand von Koh Tao. Dort merkt man dann recht schnell, dass die Insel mittlerweile auch schon komplett touristisch ist. Beachbars mit Tauchtouristen und Backpackern reihen sich aneinander und Restaraurants mit einem Angebot von Pizza bis Burger ziehen sich entlang der kleinen Straßen. Den Sonnenuntergang kann man aber dennoch ganz hübsch bei einem Cocktail im Sand betrachten.

Danach suchten wir eine Weil einen empfohlenen Italiener – und wurden irgendwann auch fündig. In einer kleinen versteckte Gasse, in einem düsteren Hinterhof, der an ein Rocky-Filmset erinnert gibt’s leckere Pizza bei „La Pizzeria“.

 

Humpelnd über Stock und Stein: Hinauf zum Koh Tao Viewpoint
Da ja Wasser nun tabu war, wollten wir die restlichen Aussichtspunkte von Koh Tao abklappern. Erster Anlaufpunkt des Tages sollte der Koh Tao Viewpoint inmitten der Insel sein. In scharfen Kurven ging es immer steiler hinauf, bis Googlemaps uns ca. 800 Meter vor dem Ziel aufforderte rechts abzubiegen. Und tatsächlich zeigte auch ein kleines Holzschild in diese Richtung.

Der „Weg“ war allerdings alles andere als befahrbar. Weg ist eigentlich auch zuviel gesagt. Trampelpfad mit plötzlich aufreißenden Erdlöchern, Felsen und Gewächs trifft es eher.
Mit anständigen Schuhen und einer normalen Fitness absolut machbar. Humpelnd mit Verband ein bisschen eine Herausforderung. Aber: Ich. Wollte. Da. Hoch. Also gingen wir hoch.
Oben erwartete uns eine Art Rohbau eines kleinen Hauses, von dessen unfertiger (aber bunt dekorierter) Dachterrasse man einen herrlichen Ausblick auf die Westküste von Koh Tao bis hin zu der kleinen Inselgruppe Ko Nang Yuan hat.
Nach einer kleinen Verschnaufpause und einem kühlen Wasser, das im Erdgeschoss verkauft wird, schlitterten wir den Weg wieder hinab zum Roller (was sich humpelnd tatsächlich noch schwieriger als hinauf herausstellte).

 

Essen mit Aussicht: Das Blue Heaven Restaurant
Ein weiterer schöner Punkt wäre wohl noch die Mango Bay im Nordern gewesen. Allerdings war die einzige Straße dorthin gerade gesperrt. Auf Warterei hatten wir wenig Lust und die zahlreichen Stufen hinab zur Bucht klangen mit besagtem Klumpfuß auch nicht gerade einladend.

Also folgten wir einer Empfehlung und fuhren zum Blue Heaven Restaurant, das man ebenfalls als Aussichtspunkt bezeichnen könnte. Von der Dachterrasse, die bei unserem Besuch wie leergefegt war, blickt man wunderschön auf die Bucht Ao Leuk, in der wir am liebsten auch nochmal geschnorchelt wären.
Stattdessen genossen wir leckeres Essen bei toller Aussicht – bis wir plötzlich schwarze Wolken in einer rasanten Geschwindigkeit auf uns zurasen sahen. In windeseile fuhren wir zurück zu unserem Resort und schafften es mit den ersten Tropfen gerade noch in unseren Bungalow.

 

Wunderschöne Atmosphäre: Der Sonnenuntergang im Dusit Buncha Resort
Der Regen hörte Richtung Abend zum Glück wieder auf und so machten wir uns auf die Suche nach einem netten Plätzchen für einen letzten Sonnenuntergang am Meer.
Wir ließen den überlaufenen Sairee Beach hinter uns und fuhren weiter nach Norden, bis wir am Ende einer Straße auf ein Schild mit der Aufschrift „Sunset Restaurant“ entdeckten.
Unter einem umgefallenen Felsen ging es hindurch und nach einem akzeptablen Eintrittsgeld schlenderten wir durch das schöne Resort vor zum Meer. Einen Strand gibt es dort zwar nicht, doch dafür wurden verschiedene Holzterassen auf die Felsküste gebaut, von deren Bambussitzgruppen man einen wunderschönen Ausblick auf die gegenüberliegende Inselgruppe Ko Nang Yuan hat. Einen ganz besonderen Platz gibt es der Terrasse vorgelagert: Auf einem großen Felsen steht eine einzelne kleine Sitzgruppe unter einem weißen Baldachin. Wir waren noch recht früh, doch natürlich war der Platz schon besetzt – blieb es zu unserem Glück allerdings nicht mehr lange. Und so konnten wir vom absoluten Prime-Spot bewundern, wie die Sonne langsam zwischen den kleinen Inseln gegenüber unterging.
Irgendwann wurden wir dann zwar doch noch von dort vertrieben, da den Mitarbeitern dann wohl eingefallen ist, dass sie den Platz nur mit Reservierung (und ich nehme mal an mit Mindestverzehr) hinausgeben. Wir hatten wohl einfach Glück gehabt…
Aber auch unten an den Felsen lohnte es sich noch eine Weil zu sitzen und dem lauten Meeresrauschen zu lauschen.

 

Drei Inseln und eine Sandbank: Ko Nang Yuan
Der letzte Tag war bereits angebrochen, doch wir hatten noch Zeit bis zum Nachmittag, wenn unsere Fähre zurück nach Chumphon ablegen würde. Also noch Zeit für einen Ausflug zur Inselgruppe Ko Nang Yuan. Die drei kleinen Erdhügel liegen vor der Nordwestküste von Koh Tao und sind durch eine breite Sandbank miteinander verbunden. Ein außergewöhnliches Bild und oft gepostetes Instagram-Motiv. Um dem Touristenstrom möglichst auszuweichen machten wir uns schon am Morgen auf den Weg. Wir checkten aus unserem Bungalow aus und wurden mit Sack und Pack zum Pier gebracht, wo wir uns Tickets für ein Longtailboot nach Ko Nang Yuan kauften. Die großen Rucksäcke konnten wir beim Ticketbüro lassen und los ging es. Vorbei an der Westküste von Koh Tao knatterten wir gen Norden und bereits nach ca. 20 Minuten legten wir am Steg der kleinsten der drei Inseln an. Uns erwartete klares Wasser, hellgraue Felsen und eine gleißendweiße Sandbank. Diese ließen wir allerdings erstmal hinter uns und stiegen auf den Viewpoint der südlichsten Insel. Nach einigen Stufen und einer großen Ladung Mückenspray erreichten wir einen kleinen Felsvorsprung, von dem aus man den bekannten – aber trotz dessen wunderschönen – Blick auf die Sandbank und die anderen Inseln hat. Wagemutig und trotz verbundenen Fußes kletterten wir über ein paar große Felsen noch weiter hinauf, denn dort kann man um einen großen Fels herum gehen und hat eine weitere sensationelle Aussicht Richtung Süden auf die Küste von Koh Tao.
Lange genossen wir den Blick allerdings nicht, denn gegen halb elf stürmten die ersten Touristengruppen hinauf und belagerten den ganzen Viewpoint. Da waren wir wohl gerade noch rechtzeitig gekommen.
Zurück auf der Sandbank war das klare Wasser beinah zu verlockend für den kaputten Fuß, doch die Touristenmassen im Wasser sorgten zum Glück für Abschreckung und so genossen wir den Blick bei einem (unfassbar überteuerten) Kaffee an der Beachbar.
Viel mehr schien es auch nicht zu geben auf der Attraktions-Insel, die uns immer mehr wie eine künstliche Resortlandschaft vorkam. Wir vergruben uns in unsere Bücher und warteten darauf, dass uns unser Longtailboot wieder abholen würde.
Auf dem Weg zurück sorgte ein gehöriger Wellengang noch für durchnässte Kleidung und zwischenzeitliche Befürchtungen, dass wir am Ende noch komplett im Wasser landen würden, denn unser Fahrer fuhr waghalsig parallel zu den Wellen, so dass sie uns jedes Mal drohten umzukippen.
Wir kamen dann doch irgendwie an und zogen als Fazit, dass sich ein kurzer Ausflug nach Ko Nang Yuan am frühen Vormittag zum Viewpoint lohnt, ein längerer Aufenthalt allerdings wohl kaum. Aber für uns war es ein netter Abschluss unserer Reise nach Koh Tao.

 

Mit dem Bus zurück nach Bangkok
Für den Rückweg nach Bangkok hatten wir die Alternative zum Nachtzug gewählt, denn mit diesem wären wir nicht rechtzeitig zum Dienstbeginn am nächsten Tag angekommen. Stattdessen fuhren wir Nachmittags mit der Lomprayah-Fähre zurück nach Chumphon, von wo aus wir ca. 8 Stunden mit einem Doppeldecker-Bus zurück nach Bangkok fuhren. Ziemlich lang, aber wir hatten wieder einmal verdammt viel Glück. Als erste im Bus stürmten wir im oberen Stockwerk ganz nach hinten zum Notausgang, vor deren Tür eine Sitzreihe fehlte und stattdessen eine Matratze lag (warum auch immer). Abwechselnd konnten wir auf dieser hervorragend schlafen, bis wir irgendwann nach Mitternacht Bangkok erreichten.

 

Bergauf, bergab und Unterwasser: Mein Koh Tao Film

 

Krabi
– Treppen, Tiere und Regen –

Strände, Palmen, Karstfelsen,  kleine Inseln und bunte Fische: Krabi. Wir hatten uns schon so lange darauf gefreut und bereits zweimal verschoben, da die Wetterprognose so schlecht war. Doch dann Mitte Mai war es endlich soweit. Die Wettervorhersage war gar nicht mal so schlecht und bevor die Regensaison so richtig kommt riskierten wir es.  Auf geht‘s in Thailands Süden.

 

Ankunft in Krabi – Bungalow mit Haustier
Am späten Abend erreichten wir nach einem (wieder mal verspäteten) Flug das Vipa Tropical Resort eine kleine Bungalow-Anlage, zwei Kilometer entfernt vom Ao Nang Beach, dem Hauptstrand von Krabi. Zum Glück erwischten wir noch jemanden an der Rezeption, denn bereits 15 Minuten später wäre dort Schicht im Schacht gewesen und wir hätten in die Röhre geschaut. Einen Nachtwächter gab es dort nämlich nicht.

Auf den ersten Blick (soweit sich das im Dunkeln einschätzen ließ) machte die kleine Bungalow-Anlage einen schönen Eindruck und während wir zu unserer Hütte liefen konnte ich schemenhaft eine monströse Felswand vor uns ausmachen, die sich vor den dunklen Nachthimmel schob und sich vor den Sternen abzeichnete. Unser Bungalow war gemütlich eingerichtet mit einer kleinen Veranda davor und wir ließen uns kurz auf’s Bett plumpsen um den knurrenden Magen gegen die Müdigkeit abzuwägen.
Die Entscheidung wurde uns in diesem Moment abgenommen – denn unter dem Bett kam eine Kakerlake hervorgeschossen, flizte ab ins Bad und verschwand in einem kleinen Spalt zwischen Wand und Türrahmen. Bums – wir waren wieder hellwach.
Es war tatsächlich nach 10 Wochen in Asien unser erstes Haustier (abgesehen von Geckos). Aber ich sag‘ euch: das war keine kleine niedliche Straßenkakerlake. Die muss derartig viel Essen bei den Gästen gemopst haben, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt durch das schmale Loch neben der Tür gepasst hat! RIESIG. Das Loch wurde von uns erstmal fachmännisch mit Leukoplast-Tape und Flyern gestopft, damit da nicht über Nacht eine ganze Familie hinausspaziert. Danach war die Option raus aus dem Bungalow und etwas Essen aber doch eine begrüßenswerte Option.

Zum Strand hinunter war uns zu weit und ein Tuk Tuk-Fahrer, der egerade Gäste abgesetzt hatte, nutzte die Abgelegenheit des Resorts für seine Preisverhandlung. Er wollte allen Ernstes 15 Euro für eine Fahrt zum Strand (wie gesagt – 2 Kilometer) haben. Wir lehnten dankend ab und spazierten die verlassene Straße entlang, ziemlich sicher, dass wir eine Weile laufen würden, bis uns etwas Essbares begegnen würde. Aber wir hatten Glück. Ein kleiner 4 Tische-Laden, in dem sonst nur eine Gruppe gut gelaunter Locals saß, wurden wir fündig und verputzten leckeres Curry und das ein oder andere Bier (da schläft’s sich besser in Gesellschaft einer Kakerlake).
Zurück im Bungalow war unser neuer Freund nicht mehr zu sehen und ich schaffte es sogar zu schlafen, ohne dauern von einem Kribbeln am Körper aufzuwachen.

 

Auf zum Strand – aber welcher?
Am nächsten Morgen erwartete uns strahlend blauer Himmel und eine schöne grün bepflanzte Bungalow-Anlage direkt vor einem Kalksteinriesen. Der Pool sah zwar einladend ein, aber wir wollten endlich ab ans Meer. Also mieteten wir uns an der Rezeption einen Roller und düsten hinunter zum Strand auf der Suche nach Frühstück.


Wir fuhren am Ao Nang Beach vorbei und waren eher mäßig begeistert. Der Strand ist nicht gerade paradiesisch, direkt an der Straße, schmal und zugebaut. An der Straße reiht sich ein Restaurant ans nächste und alle bieten mehr oder weniger das gleiche Ensemble aus Italienisch und Asiatisch an. Wir fuhren weiter zum Nopparat Thara Beach, der nur unwesentlich schöner war. Immerhin gab es dort ein paar Restaurants auf der Strandseite und wir gaben den knurrenden Mägen nach und frühstückten mit Blick auf das Meer und die ersten Karstfelsen.

 

Während wir dort saßen, zogen langsam die ersten Wolken auf, aber wir nahmen es positiv – immerhin hatten wir für den ersten Tag einen Roller gemietet und wollten ein bisschen durch die Gegend fahren um einen schönen Strand zu finden.
Gesagt, getan – wir fuhren weiter und fanden tatsächlich ein schönes Fleckchen ganz am Ende des Küstenabschnitts an einer kleinen Flussmündung: Eine Mini-Landzunge mit ein paar Karstfelsen bildet einen kleinen Strandzipfel und die Straße endet an einem kleinen Parkplatz inzwischen von hohen Nadelbäumen. Der Sand ist relativ hell, aber zum Schwimmen eignet er sich weniger, denn das Wasser ist sehr sehr flach (und braun). So richtiges Strandwetter war auch nicht mehr, denn das Blau am Himmerl verschwand Stück für Stück. Der Strand eignet sich aber hervorragend für einen kleinen Spaziergang, denn man kann hier so einiges entdecken und dabei die Sicht auf die schönen entfernten Karstfelsen genießen.

 Als wir den Strand betraten, waren wir kurz verwundert über die vielen kleinen Erhebungen im Sand, die wie ein Flimmern bei starker Hitze in Bewegung waren. Bei genauem Hinsehen entdeckten wir, dass es tausende winzig kleine helle Krebse waren – kleiner als so manch eine Hausspinne – die in Schwärmen seitlich über den Sand flitzten und sich in Null komma Nix im Sand verbuddelten, sobald man sich näherte.
Neben dieser „Hauptattraktion“ konnten wir zahlreiche Meeresschätze in allen Größen und Formen finden. Teilweise waren ganze Felsen und ungewöhnliches Treibgut von Muscheln überwuchert und überall lagen kleine Seesternfossilien herum. Doch trotz der vielen Fotomotive – so richtig Begeisterung kam nicht auf, was mit Sicherheit am Wetter lag.

 

 

Tiger Cave Temple – Wo die Affen wohnen
Wir hüpften also zurück aufs Moped und machten uns auf den Weg zum Tiger Cave Temple, einem der wenigen Sightseeing-Optionen in Krabi. Die Anfahrt führte uns in Schlangenlinien an hohen Karstfelsen und einer dunkelgrünen Dschungelwelt vorbei. Irgendwann erreichten wir die Tempelanlage, die im ersten Moment ziemlich unfertig wirkte. Am vordersten Gebäude waren einige Teile  noch von einem Gerüst verdeckt und Maler lackierten die pompösen Wächter-Drachen. Doch obwohl unfertig und nicht begehbar, ist dieser Tempel schon jetzt ziemlich pompös mit einer gehörigen Note Asia-Kitsch. Drachen, Tempel, bunte Farben – ich bin gespannt wie es dort in ein paar Jahren aussieht.

Wir dachten erst, das war es schon und waren drauf und dran weiter zu fahren, als wir von einem Spektakel unbuddhistischer Art im hinteren Teil des Geländes angezogen wurden. Vor einem Turm-artigen Tempel tummelten sich Affen!
Vorsichtig näherten wir uns dem quirligen Rudel, das sich um das Futter der anderen Touristen prügelte und beobachteten wie eine aufmüpfige Taube, die sich auch am Buffet bedienen wollte, von einem Affen in den Schwitzkasten genommen wurde und sich erst nach ein paar panischen Flügelschlagen befreien konnte (auf ihrer Flucht flog sie mir fast in die Kamera…).
Auch wenn viele auf die frechen Makaken schimpfen, die Essen, Sonnenbrillen und Kameras klauen – mich faszinierte es dennoch, diesen kleinen Primaten dabei zuzusehen, wie sie Erdnüsse knackten oder Bananen schälten und miteinander bzw. gegeneinander agierten (beides nicht ganz jugendfrei).
Highlight waren allerdings zwei Affen-Weibchen mit ihren Affenbabies, die wie kleine Rucksäcke saugend an der Brust ihrer Mütter hingen. Zwischendurch lösten sie sich neugierig aus den Armen der beschützenden Mutter um Nüsse zu ergattern. Eines der Jungen hatte einen Heidenspaß, am Schwanz der Mutter, die auf einer Bank saß, hinauf und hinab zu klettern.
So niedlich solche Beobachtungen auch sind, sollte man aber dennoch vorsichtig sein. Einige andere Touristen ließen die Affen auf ihren Schultern und Köpfen herumturnen und lockten sie mit Essen. So was kann auch ganz schnell mal schief gehen und dann ist so ein Ohr auch mal ab… (nicht dass wir so etwas beobachtet hätten). Aber als ich einen Affen plötzlich durch die Linse auf mich zu rennen sah, nahm ich doch lieber die Beine in die Hand und nahm wieder etwas mehr Sicherheitsabstand ein (und war einmal mehr froh um die Tollwut-Impfung).

 

 

 

1237 Stufen – ohne Schweiß kein Preis
Nach einer halben Stunde Affenzirkus löste ich mich schweren Herzens von unseren kleinen Freunden, denn es galt noch einen Berg zu erklimmen. Das eigentliche Highlight des Tempels liegt nämlich gut 600 Meter höher: ein Buddha, der wohl eine herrliche Aussicht auf die Karstlandschaft Krabis genießt. Doch die Aussicht muss man sich erst verdienen, denn hinauf gelangt man nur über 1237 Stufen. Diese Angabe verschleiert allerdings ein bisschen die Realität, denn die Stufen sind viel höher als die “deutsche standard Normhöhe”. Erschwerend kommt eine Luftfeuchtigkeit von geschätzt 100% hinzu (auf einmal waren wir doch recht froh um die Wolken am Himmel).
So unschön das auch klingt, aber wir waren nach nicht mal einem Drittel durchgeschwitzt bis auf den letzten Stofffetzen. Im letzten Drittel machten wir fast an jedem Absatz eine Pause und teilten unser Leid mit den anderen triefenden Touristen. Doch irgendwann hatten wir es geschafft und stolperten die letzten Stufen hinauf.
Oben erwarte uns eine große Aussichtsplattform mit der obligatorischen Gold-Ausstattung “Stupa, großer Buddha, kleine Buddhas”. Doch neben den buddhistischen Heiligtümern war es vor allem die Aussicht, die uns beeindruckte und für den anstrengenden Aufstieg entschädigte. Zwar hatten wir keine klare Sicht und die Karstfelsen waren teilweise von Wolken verhangen, doch trotzdem – oder gerade deshalb – war es eine filmreife Kulisse die sich uns präsentierte.
Nach einem weiteren Handstandbild am Abgrund (“Wehe du gehst noch weiter!”) machten wir uns auf den Rückweg, der aufgrund der hohen Stufen auch nicht gerade ein Spaziergang war (ja, wir werden alt…).

 

 

 

Railay Beach – Krabi’s Vorzeigestrand: Wie im Film
Am nächsten Tag stand der Krabi’s Promi auf dem Programm: der Railay Beach. Das Motiv mit bunten Longtailbooten im türkisblauen Wasser vor hohen Karstfelsen schmückt wohl jeden zweiten Thailand-Reiseführer und wir freuten uns schon sehr auf einen Tag im hellen Sand mit dieser malerischen Aussicht.
Am Ao Nang Beach kauften wir zwei Tickets für knapp 3 Euro pro Person und schon wenige Minuten später wurden wir zu einem der wartenden Longtailboote geführt. Die Boote sehen ja auf den ersten Blick wirklich hübsch aus, wie sie mit ihrem Holzrumpf und bunten Tüchern am Bug im Wasser treiben. Wenn man dann allerdings  vorhat mit wasserscheuem Gepäck (Stichwort Kamera…) auf das Boot zu gelangen, kann das schon etwas kritisch werden.
Zwar wussten wir, dass man die Boote nicht trockenen Fußes erreichen würde, denn immerhin gibt es keinen Steg und man muss durch das flache Wasser waten um sie zu erreichen. Grundsätzlich ja überhaupt kein Problem. Allerdings kamen in unserem Fall ungewöhnlich hohe Wellen angeschwappt, so dass ich bereits bis zum Hals nass wurde und mein liebster Reisebegleiter den Rucksack mit Kamera hoch über seinen Kopf trug (wieso haben wir den blöden Drybag in Bangkok gelassen?…). Dabei mussten wir ständig aufpassen, dass uns die Schiffsschraube, die am Ende einer langen Stange aus dem Wasser ragte, nicht einen Kopf kürzer machte, denn durch die Wellen schwang diese wild durch die Gegend und bekam dadurch das Antlitz einer Guillotine.
Der Bootsmann hatte wohl Mitleid, oder war uns blöden Touris genervt, die da so übervorsichtig durchs Wasser  staksten, nahm den Rucksack ab und warf ihn ohne mit der Wimper zu zucken aus 3 Meter Entfernung ins Boot. Klasse. Liegt ja nur die Kamera ohne Hülle drin. Ich war stinksauer und zog kurz in Betracht den Kollegen ins Meer zu schubsen. Aber die Kamera überlebte und das Boot machte sich auf den kurzen Weg zum Railay Beach.
Die Fahrt war sogar ziemlich spaßig. Das lange Boot hüpfte über die Wellen und die Karstfelsen zogen an uns vorbei, während der Motor laut vor sich hin knatterte.

 

Kurze Zeit später erreichten wir die beliebte Bucht und fuhren auf den Railay Beach zu. Das Boot reihte sich zwischen den zahlreichen anderen Longtailbooten ein und wir hüpften durch das Wasser zum Strand. 
Ich schaute mich um und scannte den Strand in alle Richtungen, doch irgendwie blieb die erwartete Wirkung aus. Vielleicht hatte man das Motiv schon so oft gesehen, dass es einen nicht mehr aus den nassen Shorts haute. Oder aber es liegt schliechtweg daran, dass die gephotoshoppten Bilder die zahlreichen Restaurants, Resorts und Cafés ausblenden, die eine ununterbrochene Linie an der Strandrückseite bilden. Zwar sind die Gebäude nicht sonderlich hoch – aber das paradiesische Flair geht daduruch trotzdem flöten. Der Strand ist nun auch nicht riesig und so sitzt man sich schon ein bisschen auf der Pelle. Aber soweit waren wir ja noch gar nicht. 
Wir breiteten die Handtücher auf dem Sand aus und ließen uns darauf plumpsen um ein bisschen in der Sonne zu entspannen, als ZACK die ersten Tropfen kamen. Wir kamen uns vor wie in einem schlechten Film. 


Lager also wieder zusammengepackt und ab unter den nächsten Baum gestellt. Statt uns in der Sonne (welche Sonne) zu räkeln sprangen wir ins Wasser, denn beim Schwimmen ist es ja egal ob man auch von oben nass wird. Springen ist dort allerdings keine gute Idee, denn die vielen unverhofften Steine im Wasser lassen einen schnell mal aufjaulen. Schwimmen ist übrigens auch nicht, denn das Wasser ist so flach, dass man sich schon hinsetzen muss um mit dem Oberkörper im Meer zu verschwinden. 
Der Regen wurde mehr und wir suchten uns ein Café – Regenzeit in Asien: es hört bestimmt bald auf und dann scheint wieder die Sonne. 
Kaum hatten wir den Kaffee vor uns stehen, setzte so starker Wind ein, dass uns der Regen auch im halb offenen Café um die Ohren peitschte. 
Wir gaben die Hoffnung allerdings immer noch nicht auf und wechselten zu einem etwas geschützteren Restaurant. Ein Sandwich und 30 Minuten lesen später, war der Regen zwar weniger geworden, allerdings machte es nicht den Eindruck, als würde es nochmal besser werden.

Wir strichen die Segel und sprangen aufs nächste Boot zurück zum Ao Nang Beach. Die Abfahrt verzögerte sich allerdings noch einige Minuten, da zwei unserer etwas älteren Mitfahrer so mit ihrer starken Übergewichtigkeit zu kämpfen hatten, dass sie zwar irgendwie mit Hilfe des Bootsmannes auf das Boot gelangten, jedoch ziemlich an der Stufe hinab verzweifelten. Hinunter kam man aufgrund des niedrigen Dachs nur in gebückter Haltung – ein für die beiden schier unmögliche Bewegung. Letztendlich krochen sie mehr oder weniger hinab aber nahmen es mit viel Humor. Sehr sympathisch! 
Mittlerweile hatte sich der Regen zu einem kleinen Unwetter entwickelt und das Boot wurde von den Wellen ganz schön hin und her geschaukelt. Offenbar verhinderte das Wetter sogar eine Anfahrt zum Ao Nang Beach, so dass wir in der Nachbarbucht am Nopparat Thara Beach herausgeworfen wurden. Zum Glück wurden wir zwanzig Minuten später vom kostenlosen Shuttle-Service unseres Resorts abgeholt und konnten uns nach einer heißen Dusche unter der Decke aufwärmen (kein Scherz!).

 

 

Bei Regen in Krabi
Ich nehme das Ende mal vorweg: es hat auch die restlichen 24 Stunden bis zu unserem Abflug am nächsten Abend nicht mehr aufgehört zu regnen. Unsere Tour zur traumhaft schönen Hong Island sagten wir am nächsten Morgen ab und verließen unseren Bungalow nur noch für Essen, Trinken und Massage. 
Von allem waren wir am Ao Nang Beach übrigens positiv überrascht. Auf den ersten Blick versprach die Essens-Auswahl erstmal nichts Gutes. Lokale Küche gibt es in Krabi (zumindest an den Hauptstraßen) kaum und wenn dann nur in Kombination mit fremder Küche. Nach Über zwei Monaten in Asien hatten wir ohnehin mal wieder Lust auf ein bisschen westliches Essen und wagten uns an Pizza und Burger.
Im “Green Curry” saßen wir gemütlich auf der Dachterrasse (am ersten Abend, als die Welt noch nicht im Wasser verschwand) und verputzten richtig leckere Pizza, die für asiatische Verhältnisse sogar extrem günstig war. Im “Aning Restaurant”  gab es richtig gute Burger zu fairen Preisen und wir waren froh im Trockenen zu sitzen, während 3 Meter neben uns ganz Krabi unter ging. Bundesliga, gutes Bier und witzigen Smalltalk gab’s in “Mickey O’malley’s Irish Pub” und die Massage in einem Laden wenige Meter weiter war richtig erholsam (auch wenn wir auf dem Weg dorthin durch knöchelhohes Wasser marschieren mussten (mein liebster Reisebegleiter wurde daraufhin erstmal zum Füße waschen ins Bad geschickt).

 

 

Eine Nacht auf der Veranda
Zurück im Resort setzten wir uns mit ein paar 7-Eleven Bieren auf unsere überdachte Veranda und schauten dem Regen zu, wie er die großen Palmenblätter hinablief. Als auch der letzte Tropfen Leo-Bier genossen wurde und wir uns auf unser kuscheliges Bett freuten, kam die bittere Erkenntnis: wir hatten uns ausgesperrt. Es war eine dieser Türen, bei denen man den Knauf abschließt, der sich dann aber noch von Innen öffnen lässt – mit der Besonderheit, dass das Schloss von Außen verschlossen bleibt, auch wenn man von Innen die Tür geöffnet hatte. So waren wir also offenbar aus der verschlossenen Tür ausgetreten – und kamen nicht mehr hinein. 

Der Schlüssel lag im Innern, genauso wie Handy und Geld. Wir hatten nichts anderes bei uns als ein paar leere Bierflaschen. Nicht mal Schuhe hatten wir an. 
Mein liebster Reisebegleiter machte sich auf den Weg zur Rezeption, in der Hoffnung auch nach der Öffnungszeit noch irgendwo jemanden anzutreffen (natürlich vergeblichst). Ich versuchte derweil mit einem getrockneten Palmenblatt das Schloss aufzuknacken (nicht dass ich mit sowas Erfahrung hätte, aber in Filmen sieht das immer recht simpel aus). 
In unserer Not kam uns ein irrwitziger Gedanke: die kleine Luke im Badezimmer. Das kleine Schiebefenster lag in knapp 2 Metern Höhe über dem Boden und war zum Glück nicht verschlossen. Dort unten stehend kam mir die Idee auf einmal ziemlich aussichtslos vor, denn die Fensteröffnung war gerade mal 30 Zentimeter breit. Aber – trotz asiatischem Essen (und Bier) konnten wir mich reinbugsieren (schade, dass wir nun kein Bier mehr zum Anstoßen hatten. 

 

 

Krabi’s Abschiedsgeschenk
Nachdem ich einen ganzen Wälzer durchgelesen hatte, war es Zeit für die Abfahrt zum Flughafen. Der Regen hatte pünktlich zum Abflug aufgehört (so richtig strahlender Sonnenschein war es aber auch nicht).So war uns wenigstens beim Start des Flugzeugs noch ein kurzer Blick auf Krabi’s Skyline “gegönnt” (ich empfnad es allerdings eher als frech). 

Beim Verlassen des Resorts zeigte sich noch eine äußerst fotogene (und gar nicht fotoscheuer) Echsenart. Damit war es dann offiziell: ich habe in Krabi mehr Tiere als Landschaft fotografiert. (In dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, huscht der erste tierischer Besucher durch unser Apartment in Bangkok – ein winzig kleiner Gecko! Jetzt ist er unter’m Bett… mal schauen ob er in ein paar Wochen als so eine große Echse hinauskommt, wie ich sie in Krabi fotografiert habe.

Koh Rong Samloem 
– paradiesischer Strand in Kambodscha –

Nach etwa viereinhalb Wochen Speed-Travelling durch Myanmar, Vietnam und Kambodscha, mit ganz vielen Eindrücken und Erlebnissen, war die Festplatte (nicht nur des Laptops) randvoll und wir waren reif für die Insel! Aber welche sollte es nun sein? Wir hatten unsere Route so geplant, dass wir am Ende an die Küste Kambodschas, nach Sihanoukville fahren würden um von dort aus zu einer der Inseln überzusetzen. Zur Auswahl standen für uns Koh Ta Kiev, Koh Rong und die kleine Schwester Koh Rong Samloem. Wir wollten Ruhe, brauchten keine Beachparties und entschieden uns für das kleine Eiland Samloem. Nun musste nur noch das Wetter mitspielen…
Bereits zwei Wochen vorher begannen wir täglich den Wetterbericht zu verfolgen und waren irgendwann schon drauf und dran den Inselaufenthalt doch noch zu canceln, denn Google versprach Regen und Gewitter non-stop. Doch dann, einen Tag vorher (wir waren mittlerweile bei fast stündlichen Google-Vorhersagen) wurde uns Petrus dann doch mal wieder gnädig und die Regenwahrscheinlich sank auf ein vertretbares Minimum. Also los!

Von Phnom Penh nach Sihanoukville
Zu spät (einen Tag vorher) hatten wir uns um einen Bus von Phnom Penh nach Sihanoukville bemüht und so war der empfohlene Bus von Giant Ibis morgens schon ausgebucht. Ich wollten aber ohnehin noch gerne die Apsara-Tanzschule besuchen (wie gut das geklappt hat, erfährst du hier…) und so fuhren wir erst um die Mittagszeit Richtung Sihanoukville.
Auf dem Weg stellte ich unsere Entscheidung dann doch nochmal in Frage, denn während wir durch die wunderschöne Natur fuhren, wurde mir bewusst, dass wir Kambodscha nicht so richtig kennengelernt hatten. In Sieam Reap haben wir nur die Touristenattraktion Angkor gesehen und Phnom Penh, als einzige große Stadt, spiegelt wohl kaum „Land und Leute“ wider. Vielleicht hätten wir doch noch einen Besuch in Kampot einschieben sollen, denn darüber hatten wir wirklich schönes gehört. Aber nach so vielen Orten in der recht kurzen Zeit, hätten wir es wohl nicht mehr richtig aufnehmen können…

Sihanoukville
Stattdessen erreichten wir am frühen Abend eine weitere Touristen-Hochburg: Sihanoukville. Wir hatten uns eine einfache Unterkunft fußläufig zum Pier gesucht, da wir direkt am nächsten Morgen zur Insel aufbrechen wollten. Während die Sonne über dem Meer unterging, informierten wir uns am Pier über die verschiedenen Fähren. Unsere Internet-Recherche bestätigte sich: viel Auswahl gab es nicht und fast alle Boote fuhren nur zum Hauptstrand im Osten und zur nördlichen Bucht von Koh Rong Samloem. Wir hatten uns allerdings (auch wegen der nur noch begrenzten Auswahl aufgrund recht später Unterkunfts-Suche) für den Strand auf der Westseite entschieden. Da es auf der Insel keine Straßen gibt, ist diese Seit nur per Boot oder zu Fuß erreichbar. Im Internet fanden wir eine einzige Fähre, die auch diesen Strand anfuhr – allerdings nur einmal täglich am Nachmittag. Wir wollten aber direkt morgens los und so versuchten wir unser Glück bei einem Ticketshop, bei dem wir von einem älteren Herrn angesprochen wurden. Dieser war nicht etwa der Verkäufer, sondern ein Rentner aus der Schweiz, der sich offenbar in einer wie auch immer gearteten Beziehung mit der kambodschanischen Ticketverkäuferin befand. Er schwärmte uns vor „sie könne uns alles besorgen“ und tatsächlich schien es für die Dame kein Problem zu sein, uns Tickets für eine Fähre um acht Uhr morgens zu organisieren, die uns auch zu unserem Strand bringen würde…

 

 

Ein Abend in Sihanoukville
Am Abend entdeckten wir einen kleinen Falafel-Laden, mit super leckerem Essen und nettem Service, den ich absolut empfehlen kann.
Danach schlenderten wir den Ochheuteal Beach entlang um uns einen schönen Cocktail am Meer zu gönnen. Auf dem Weg wurden wir alle paar Meter sehr vehement von den Kellnern angesprochen (teilweise gingen sie neben uns her, bis wir den nächsten erreichen… ich weiß nicht, wem es noch so geht, aber mir drängte sich da sehr der Vergleich mit der Hamburger Reeperbahn auf…). Irgendwann ließen wir uns dann aber doch auf einem der (wirklich gemütlichen) Bambussofas mit dicken Polstern nieder und bestellten eine Runde Cocktails, die zwar unglaublich günstig aber auch unfassbar ungenießbar waren. Doch bei unserer Vorfreude auf die Insel, dem Meerrauschen und die gelegentlich am Himmel explodierenden Feuerwerkskörper, die am Strand verkauft wurden, konnte uns nichts die Laune verderben.
Nach nur halb ausgetrunkenen Gläsern wechselten wir dennoch auf den Serendipity Beach, der im Lonely Planet hoch gelobt wurde. Der kleine Abschnitt ist tatsächlich angenehmer als der Occheuteal Strand und wir setzten uns in die letzte Strandbar ganz am Ende. Dort ist zwar kein Sand mehr, die Atmosphäre mit den großen Steinen und vielen Pflanzen aber sehr viel idyllischer.

Auch bei unserer Rückkehr von der Insel hatten wir nochmal einen Abend Aufenthalt in Sihanoukville. Zum Abschluss unserer Reise und als Geburtstagsfeier für meinen liebsten Reisebegleiter gönnten wir uns ein (für asiatische Verhältnisse) sündhaft teures Steak am Serendipity Beach. Leider war es recht zäh und in Kombination mit denkbar schlechtem Service sein Geld nicht wert. Wären wir doch lieber bei der lokalen Küche geblieben – die war auf unserer gesamten Reise nämlich nicht nur viel günstiger sondern auch richtig lecker!

 

 

Von Sihanoukville nach Koh Rong Samloem
Am nächsten Morgen frühstückten wir noch fix am Serendipity Beach und los ging’s zum Steg. Typisch Deutsch waren wir eine halbe Stunde (so wie uns gesagt wurde…) am Steg und warteten dann knapp 40 Minuten bis unser Boot kam (wobei wir den Steg dreimal hin und her geschickt wurden, da jeder Mitarbeiter eine andere Meinung hinsichtlich des Abfahrtsortes hatte…). Beim Einsteigen wurde dann klar: die Dame des Ticketshops hat bestimmt viele Fähigkeiten, aber die erhoffte Fährverbindung konnte sie dann doch nicht herbeizaubern. Natürlich war es nun doch das gewöhnliche Boot, das nur den Hauptstrand anfahren würde – das andere gibt es (das kann ich nun zu hundert Prozent sagen) wirklich nur einmal am Nachmittag.
Na gut, hilft ja nix, wir sind ja „Backpacker“ – dann können wir die Rucksäcke nun auch endlich mal sinnvoll nutzen und laufen eben zu unserer Bucht.
Die Fahrt mit dem Speedboot ging fix und nach einem schönen Sprint über das Meer legten wir am Hauptstrand von Koh Rong Samloem an. Der strahlend blaue Himmel wetteiferte mit dem helltürkisfarbenen Wasser, während sich der helle feine Sand und der saftig grüne Dschungel davor abzeichneten wie auf einem Postkartenmotiv. Ich war begeistert!

 

 

Durch den Dschungel –  das Inselinnere von Koh Rong Samloem
Voll beladen mit großem Rucksack hinten, kleinen Rucksack vorn, Kamera an der Seite marschierten wir den langen schmalen Steg entlang und – Platsch – fiel die volle Wasserflasche hinab ins Meer. Na gut – wir hatten ja noch einen kleinen Rest. Muss der eben reichen bis zur Unterkunft. Am Hauptstrand von Koh Rong Samloem wiesen uns zwei Kambodschaner den Weg (allein die Tatsache, dass uns niemand anbot, für viel Geld auf die andere Seite zu bringen, bestätigte für uns nochmal: wir müssen mitten durch. Irgendwo am Ende des Strands entdeckten wir einen kleinen Holzpfeil mit der Aufschrift „Robinson Bungalows“. Da wollten wir hin. Der Pfad begann schon recht abenteuerlich und ohne das Schild, wäre ich überzeugt gewesen, dass es dort nicht langgehen könnte… Als wir wenig später auf eine Tafel trafen, die vor Schlangen warnte, wechselten wir dann doch noch von FlipFlops zu Turnschuhen und gönnten uns nochmal eine ordentliche Ladung Mückenspray.

Die nächste halbe Stunde quälten wir uns bei schwüler Hitze einen kaum vorhandenen Pfad steil hinauf. Der Schweiß rann uns in Strömen hinab und der vordere Rucksack war schon bald pitschnass. Das Wasser war natürlich viel zu wenig und irgendwann versagten die Muskeln nahezu. An Hinsetzen und Ausruhen war aufgrund der Schlangenwarnung nicht zu denken. Irgendwann ging es dann endlich wieder bergab – doch war das auch nicht weniger anstrengend. Der sandige steile Boden war rutschiger als gedacht und nur ein locker gespanntes Seil verhinderte, dass man die Felsen hinab purzelte. Doch irgendwann, als ich schon beinah sicher war, dass wir uns verlaufen hatten, sah ich die erste Holzhütte. Erleichterung pur!

 

 

 

Ankunft im Paradies – Robinson Bungalows auf Koh Rong Samloem
Wir standen auf einer großen Holzveranda inmitten der dichten Dschungelpflanzen, die so am Hang gebaut ist, dass man sich dort wie in einem Baumhaus fühlt. Dort stehen ein paar kleine Bambustische mit Stühlen und zwischen den Holzpfeilern baumeln Hängematten. An der Balustrade liegen dicke Matten mit Dreiecks-Kissen um kleine Holztischchen und man hat einen wunderschönen Blick auf das kristallklare Meer. Vom Baumhaus führt eine kleine, mit Muscheln verzierte Treppe hinab zum Wasser, vorbei an kleinen einzelnen Sitzecken. Unten angelangt befindet sich die schönste der Sitzecken: ein paar gemütliche Bambussessel und –sofas mit dicken blauen Polstern, von denen man wunderschön auf das Wasser schaut. An dieser Stelle ist zwar kein Sand sondern Steine, doch der Strand beginnt drei Meter weiter und verschlug mir die Sprache. Heller, feiner Sand, glasklares türkisfarbenes Wasser, keine Bebauung – sondern Dschungel, soweit das Auge reicht. Zwischen einigen Bäumen sind Hängematten gespannt und die malerisch verfallenen Reste eines Holzsteges trennen den Strandabschnitt unseres Camps von den restlichen drei kleinen Camps. Wir waren im Paradies angekommen – und das gefühlt allein, denn nur eine Hand voll andere Menschen verteilen sich über den Strand. Wahnsinn!

 

 

 

 

Fünf Tage Entspannung auf Koh Rong Samloem
Der schweizer Inhaber der „Robinson-Bungalows“ empfing uns mit eiskalter Limo und wir trockneten so langsam im Schatten des Baumhauses. Vom Baumhaus führte er uns einen kleinen Trampelpfad durch den Wald zu unserem Bungalow, ein kleines Holzhäuschen mitten im Wald. Es sieht ganz gemütlich aus und ein Mückennetz hängt auch darin – doch so ganz ohne Fenster ist es auch etwas düster (ich fragte mich, ob es womöglich sogar besser ist, wenn man die Krabbelviecher gar nicht sieht, die da so durch die vielen Schlitze in Wand und Boden kommen…). Auf dem Weg zurück zum Baumhaus kamen wir an einem großen weißen Zelt vorbei , das einzeln inzwischen der Pflanzen, aber direkt am Strand stand – mit Blick aufs Meer! Ich lugte hinein und verliebte mich sofort: durch den hellen Stoff und die kleinen Öffnungen fiel viel Licht hinein. Auf dem Boden lag eine dicke Matratze und am Zeltdach hingen kleine bunte Stoffwimpel. Viiiiiel schöner als das düstere Bungalow! Wir hatten Glück: wir durften wechseln und das zum gleichen Preis! 

 
Die folgenden fünf Tage auf Koh Rong Samloem sind schnell zusammengefasst, waren aber der Himmel auf Erden:

 

Barfuß über Waldboden, Steine, Holz und Sand – fünf Tag ohne Schuhe

Im Schneidersitz im Baumhaus – leckeres Essen schmausend oder Blog schreibend

In der Hängematte baumelnd – ein hervorragendes Buch lesend, das total zerfleddert (das muss ja gut sein!) in einem kleinen Bücherregal im Baumhaus stand [„Die Zeit, die Zeit“ – absolut empfehlenswert!]

Im gemütlichen Sessel am Wasser – Bier-trinkend traumhafte Sonnenuntergänge beobachtend

Im kristallklaren Wasser – herumtobend und schnorchelnd

Im hellen Sand – unter strahlender Sonne und blinkenden Sternen

Im Zelt – zum Geräusch des Meeres, des nächtlichen Regens (aber immer nur Nachts!) einschlafen und aufwachen

 

 

Auch wenn die Insel kein berühmtes Tauchgebiet ist, so war das Schnorcheln auf Koh Rong Samloem für mich ein echtes Erlebnis! Direkt an unserem Strand – jeweils am Ende der Bucht – offenbarte sich unter der Wasseroberfläche eine andere Welt! Zahlreiche Fische in jeder Farbe und Größe, bunte Steine und andere Unterwasserlebewesen. Komm mit und sieh es dir an:

Wir verließen unser Camp nicht ein einziges Mal – warum auch? Wir hatten dort ja alles was wir brauchten. Wir vermissten weder das Internet, noch unseren Handyempfang. Den Laptop konnte man zum Laden im Baumhaus abgeben. Es gibt sogar richtige Toiletten in kleinen gefliesten Hütten, in denen auch jeweils eine kleine Dusche ist. Spiegel gibt es nirgendwo, stattdessen steht über den Waschbecken bunt bemalte Holzschilder mit der Aufschrift „You are beautiful“.

 
Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so tiefen-entspannt war, wie auf dieser Insel….
Es war der perfekte Abschluss einer großartigen Reise!