Thailand

Tops und Flops: Meine Thailand Reisetipps

Im Jahr 2017 lebte ich 4 Monate in Thailand und arbeitete – als Teil meines Referendariats – an der Deutschen Botschaft in Bangkok. Während ich unter der Woche Behördentisch und Bangkok erkundete, reiste ich an den Wochenenden durch Thailand.

In diesem „Tops & Flops“- Beitrag zeige ich dir meine persönlichen Thailand Reisetipps. Du bekommst hier also eine Übersicht darüber, welche Orte in Thailand sich meiner Meinung nach lohnen und welche nicht. Damit möchte ich dich dazu einladen, die Liste für deine Reise durch Thailand so klein wie nötig zu halten. So bleibt dir noch genug Zeit, das Land zu entdecken und deine eigenen Highlights zu finden. Und darum geht es doch beim Reisen!

Erfahre mehr zu meiner Reihe „Tops & Flops“.

Die Liste meiner Highlights für Thailand kannst du dir übrigens als Merkzettel am Ende des Beitrags als PDF herunterladen. 

Wer schreibt hier eigentlich?

Thailand Reisetipps: 10 Tops und Flops Thailand Reisetipps

Ich bin Katharina, wohne in Hamburg und verbringe so viel Zeit wie möglich draußen. Am liebsten am Meer. Egal ob mit Surfboard, Kite oder Segelboot, Hauptsache Wassersport. Die Küsten Europas mit dem Van erkunden oder mit dem Rucksack die Welt.

Reise nach Thailand? Aktuelle Empfehlungen

Lohnt sich eine Reise nach Thailand?

Thailand ist zwar längst kein Geheimtipp mehr und die beliebten Ziele sind schon sehr touristisch. Trotzdem lohnt sich eine Reise nach Thailand, denn es bietet eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft, tolle Tempel und spannende Kultur. Im Vergleich zu Vietnam empfand ich den Tourismus in Thailand auch weniger „aggressiv“ und würde eine Reise nach Thailand eher empfehlen als nach Vietnam. 

Wie ist die aktuelle Lage in Thailand?

Covid-19 Update: Eine Einreise nach Thailand ist unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung gewisser Regeln wieder möglich. Einen aktuellen Überblick bietet die Webseite des Auswärtigen Amtes

Thailand Reisetipps

Da ich keine klassische Rundreise durch Thailand gemacht habe, sondern jeweils aus Bangkok verschiedene Orte in Thailand bereist habe, gibt es keinen Vorschlag für eine Reiseroute. Meine Reisetipps für Bangkok sind – aufgrund der langen Zeit, die ich dort war – in einem separaten Artikel zusammengefasst.

Während die meisten Urlauber in den Süden von Thailand reisen, finde ich den Norden besonders empfehlenswert. Dort gibt es zwar keinen paradiesischen Strand, dafür wunderschöne und wilde Landschaften. Vor allem der Doi Inthanon Nationalpark lohnt sich. Chiang Mai ist eine sehr schöne Stadt mit zahlreichen sehenswerten Tempeln. In der Umgebung gibt es außerdem eine Auswahl an Elefantencamps. Einen Ausflug nach Chiang Rai kann man sich meiner Meinung nach sparen. 

In der Umgebung von Bangkok gehören die Ruinen in Ayutthaya nicht nur zum Pflichtprogramm, ein Besuch lohnt sich auch sehr. Besonders untouristische Thailand Reisetipps sind ein Ausflug in den Westen, zum Drachentempel, und in den Süden von Bangkok zu einem Tempel im Meer

Koh Tao und Krabi sind sehr beliebte Ziele in Thailand. Während sich Koh Tao meiner Meinung nach lohnt, ist Krabi eher ein Flop. 

Thailand Reisetipps Karte

Chiang Mai

Chiang Mai ist mein wichtigster Thailand Reisetipp. Das Zentrum hat die Form eines Quadrates, das von einem Wassergraben umschlossen ist und insgesamt beherbergt Chiang Mai angeblich über 200 Tempel. Neben den Tempeln ist Chiang Mai besonders bei Backpackern und Digitalen Nomaden beliebt. Es gibt eine große Auswahl an Restaurants und Cafés und am Abend lohnt sich ein Bummel über einen der zahlreichen Nachtmärkte. 

Die Tempel in Chiang Mai liegen teilweise so dicht beieinander, dass sich ein Taxi kaum lohnt, aber zum Teil auch weit außerhalb des Zentrums. Am flexibelsten ist man daher mit einem Roller. Wer noch keine Erfahrung mit Rollerfahren hat, für den sind die kleinen, wenig befahrenen Gassen des Zentrums ein gutes Übungsterrain. 

Top 6 Tempel in Chiang Mai

Der Wat Chiang Man zeichnet sich durch seinen schönen Hinterhof mit Durianbäumen aus, in dem eine Pyramide aus Elefanten steht. 

Der Wat Phan Tao ist ein kleinerer, weniger besuchter Tempel. Besonders schön ist seine Außenanlage mit Bambuswegen, kleinen Hütten und Buddhafigur im Sand. Der Tempel und sein Garten sind übersät mit leuchtend gelben Fähnchen. Besonderer Hingucker sind der knallrote Chedi und die passenden roten Schirmchen. 

Mein persönliches Highlight unter den Tempeln in Chiang Mai ist der Wat Umong, eine idyllische Tempelanlage mitten im Wald an einem kleinen See. Neben einem gemauerten Chedi gibt es dort eine Art „Buddhafriedhof“: eine Ansammlung alter Buddhastatuen und -köpfe, teilweise verfallen und von Pflanzen überwuchert.

Elefantan am Wat Chiang Man in Chiang Mai
Bunte Fahnen im Wat Pahan Tao in Chiang Mai
Buddhafriedhof im Wat Umong in Chiang Mai

Noch nicht sehr alt, aber ein besonderer Hingucker ist der Silbertempel Wat Sri Suphan. Sehr schade ist, dass man den Tempel als Frau nicht betreten darf. Doch auch von außen ist der Silbertempel mit seinen Verzierungen sehr sehenswert. Im hinteren Bereich befindet sich die „Werkstatt“ des Tempels. Dort kann man live zusehen, wie Reliefs mit Hammer und Meißel in Silber- und Goldplatten geschlagen werden. Wer Zeit und Lust hat, kann hier auch sein eigenes Stück Silber bearbeiten. 

Auch im Wat Chedi Luang Worawihan gibt es ein „Frauen müssen draußen bleiben“ -Schild, allerdings nur für einen kleinen Schrein. Die übrige Tempelanlage lohnt sich trotzdem für einen Besuch. Neben einem halb verfallenen Backsteinchedi und allerhand Buddhafiguren, beeindruckt vor allem das Innere des Tempels: Von der Decke hängen unzählige bunte Wimpel herab. 

Etwas weiter entfernt, im Doi Suthep Pui Nationalpark, lohnt sich der Wat Phra That Doi Kham.  Er befindet sich oben auf einem Berg und bietet eine schöne Aussicht in die Landschaft um Chiang Mai. Neben den zahlreichen Statuen sind es vor allem die Berge von Jasminblumen, die ins Auge stechen. Diese werden von Gläubigen als „Dankeschön“ dort abgelegt, wenn sie für Glück gebetet hatten (zum Beispiel im Job) und dann tatsächlich Erfolg haben. 

Bildhauer am Silbertempel Wat Sri Suphan in Chiang Mai
Bunte WImpel im Wat Chedi Luang Worawihan in Chiang Mai
Statuen am Wat Phra That Doi Kham in Chiang Mai

Elefantencamp

Der Elefant ist das Nationaltier Thailands. In fast jedem Tempel kann man eine Nachbildung des Tieres entdecken. Mal in seiner natürlichen Form, mal als zweibeinigen Wächter oder aber in der Form des dreiköpfigen Elefanten Erawan. Sogar eines der populärsten Biere Thailands wurde nach dem Tier benannt: „Chang“, das thailändische Wort für Elefant. 

Begegnung mit Elefanten – aber tierfreundlich

In Südostasien gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit lebenden Elefanten in Kontakt zu kommen, doch die meisten dieser Angebote sind alles andere als tierfreundlich. Gerade das Elefantenreiten, zu zweit im Korb auf dem Rücken des Dickhäuters, ist zum einen schädlich für die Wirbelsäulen der Tiere und zum anderen wurden diese Elefanten vorher Jahre lang unter quälenden Methoden „dressiert“.

Es gibt mittlerweile aber genug Camps, die die Elefanten abkaufen und ihnen ein neues Zuhause bieten, in dem sie tiergerecht leben können. Nach viel Recherche entschied ich mich für einen „Elephant Freedom – Single Day“ beim Elephant Nature Park.

Elefanten hautnah

Der Tag startet mit einer Fütterung der Elefanten. Unsere kleine Gruppe bereitet Kürbisse und Bananen vor, die wir den Elefanten über den Zaun reichen. Danach folgt ein Verdauungsspaziergang durch die Landschaft. Wir beobachten die Elefanten dabei, wie sie Hügel hinauf klettern und miteinander spielen und lernen ihre unterschiedlichen Charakterzüge kennen. 

Am Nachmittag marschieren die Elefanten wie im Dschungelbuch zum Fluss, wo das Highlight des Tages folgt: Ausgestattet mit Schüsseln und Bürsten schrubben wie die Elefanten im flachen Fluss ab. Dass das frisch verdaute Frühstück der Dickhäuter gerade in diesem Fluss gelandet ist, wird dabei am besten ignoriert. Die hygienischen Umstände sind beim Anblick der Elefanten, wie sie sich wohlig im Wasser suhlen und verspielt mit uns toben, aber schnell vergessen. 

Der Tag mit den Elefanten ist für mich eines der schönsten Erlebnisse in Südostasien und deshalb ein ganz besonderer Reisetipp für Thailand. 

Spaziergang mit Elefanten in Chiang Mai
Junger Elefant in Chiang Mai
Plantschen mit Elefanten in Chiang Mai

Chiang Rai

Etwa 200 Kilometer nördlich von Chiang Mai liegt Chiang Rai und dort der „White Temple“, Wat Rong Khun. Dieser Tempel ist mehr Kunstwerk als buddhistische Stätte und generell sehr sehenswert. Er liegt aber auch sehr weit entfernt von Chiang Mai und ein Besuch ist somit sehr zeitaufwendig.

Flop: Tagestour zum White Temple

Ich besuchte den White Tempel im Rahmen einer Tagestour aus Chiang Mai. Die Tour an sich stellte sich als ziemlicher Flop heraus, denn abgesehen vom White Temple legten wir noch vier weitere Stopps ein, die allesamt rein touristisch und nicht sehenswert waren:

1. Heiße Quellen zum vermeintlichen Eierkochen (vorgekochter Eier),

2. das „Black House“ (Bandaam Museum), mit Kunstwerken aus Tierköpfen, Reptilienhäuten und Phallusfiguren,

3. das Goldene Dreieck zwischen Myanmar, Thailand und Laos, wobei wir mit dem Boot kurz nach Laos fuhren, um dort, in Schnapps eingelegte, Reptilien präsentiert zu bekommen,  

4. das „Long Neck Karen Camp“, in dem die „Long-Neck-Frauen“ leben. Man hat es vielleicht schonmal im Guinness Buch der Rekorde gesehen: zahlreiche goldene Halsringe, die den Hals verlängern. Diese Frauen kann man in solchen Schaudörfern ansehen – ich möchte mich hiermit aber ausdrücklich gegen einen solchen Besuch aussprechen. Obwohl es Teil der Tour war, habe ich es vorgezogen am Van zu warten und bin der Gruppe nicht gefolgt. Warum? 

Bei den Frauen handelt es sich um Flüchtlinge aus Myanmar, die in diesen Schaudörfern leben wie im Zoo. Sie werden dort regelrecht vorgeführt und mitunter sollen sie ihre Blusen aufknöpfen, um die vom Schmuck verursachten Knochenverschiebungen zu präsentieren. Von den Eintrittsgeldern sehen die Frauen nur einen Bruchteil und es wird vermutet, dass sie ihre Dörfer nicht verlassen dürfen, weil sie für die Veranstalter eine lukrative Einnahmequelle sind. 

Top in Chiang Rai

Unabhängig von der Tour ist der White Temple allerdings sehr beeindruckend und lohnt sich für einen Besuch. Von außen ist der Tempel verziert mit Dornenranken, Schlangen, die in menschliche Hände beißen und Gesichter, die von Schlingpflanzen verschlungen werden. Alles ist weiß und mit Glitzersteinen geschmückt, mit Ausnahme eines einzelnen roten Fingernagels. 

Im kleinen Tempelraum befindet sich ein großes Wandbild eines teuflischen Gesichts, das  von zahlreichen, gezeichneten Figuren umgeben ist. Dabei handelt es sich aber nicht etwa um buddhistische Motive, stattdessen entdeckt man dort Superman, Batman, Kung Fu Panda, Elvis, Michael Jackson und sogar George W. Bush und Osama Bin Laden.

Mein Reisetipp: Wer genug Zeit hat, sollte lieber auf eigene Faust per Bus zum White Temple reisen. Dabei sieht man mehr von Land und Leuten, als während der Touri-Tour und hat mehr Zeit am White Temple.

White Temple in Chiang Rai
Totenkopf am White Temple in Chiang Rai
Black House bei Chiang Rai

Doi Inthanon Nationalpark

Ein untouristischer Thailand Reisetipp ist der Doi Inthanon Nationalpark. Der Nationalpark ist landschaftlich sehr schön und sein Namensgeber ist der größte Berg Thailands, der Doi Inthanon mit ca. 2.500 Metern Höhe. Der Nationalpark liegt etwa 50 Kilometer entfernt von Chiang Mai. Eine recht weite Strecke für einen Roller, aber anders lässt sich der Doi Inthanon Nationalpark kaum erkunden. Die Straßen sind teilweise allerdings sehr steil – eine Herausforderung für Nerven und Bremsen. 

Top im Doi Inthanon Nationalpark

Besonders schön ist der Wachirathan Wasserfall, der entweder ein Geheimtipp ist oder die Anfahrt per Roller die meisten Reisenden abschreckt. Wir treffen nur fünf andere Menschen. Das Besondere am Wachirathan Wasserfall ist, dass man hinauf zum Felsplateau gehen und von dort aus über die Kante in die Tiefe blicken kann. 

Auf dem Weg Richtung höchstem Punkt Thailands stehen die Zwillingspagoden „The Great Holy Relics Pagodas“ Nabhamethinidon und Nabhaponbhumisiri. Die Pagoden sind weniger buddhistische Tempel, als vielmehr eine Art Monument für das thailändische Königspaar. Die beiden Chedis stehen sich auf zwei Hügelspitzen gegenüber und sind im gleichen Stil erbaut, unterscheiden sich aber in ihren Details. Von den Zwillingspagoden hat man eine tolle Aussicht auf den Doi Inthanon Nationalpark. 

Flop im Doi Inthanon Nationalpark

Vom höchsten Punkt des Doi Inthanon hat man dagegen leider keine Aussicht. Neben dem Schild, das den Gipfel markiert, gibt es einen kleinen Holzpfad durch den Wald und einen von Pflanzen überwucherten Schrein. Man kann sich den letzten Weg ab den Zwillingspagoden also sparen. Das ist mitunter auch ratsam, denn das letzte Stück ist so steil, dass der Roller hinauf nur um Schritttempo fährt und hinab die Bremsen an ihre Grenzen kommen. 

Wachirathan Wasserfall im Doi Inthanon Nationalpark
Zwillingspagoden im Doi Inthanon Nationalpark
Blick vom Wachirathan Wasserfall im Doi Inthanon Nationalpark

Ayutthaya

Ayutthaya liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Bangkok. Die ehemalige Hauptstadt des Königreichs Siam bietet sehenswürdige Tempelruinen. Ayutthaya lässt sich gut als Tagestour aus Bangkok besuchen, wobei man am einfachsten mit dem Zug hinfährt. In Ayutthaya empfiehlt es sich, einen Roller zu mieten, denn einige der Tempel liegen weit auseinander. 

Top 3 in Ayutthaya

Der bekannteste Tempel in Ayutthaya ist der Wat Maha That. Dort befindet sich das „Gesicht im Baum“, ein Buddhakopf, der von einem Baum umwachsen ist. Doch auch unabhängig vom Gesicht im Baum lohnt sich der Tempel sehr: verfallene Buddhastatuen und alte Gemäuer auf einem weitläufigen Gelände im Grünen. 

Sehr empfehlenswert ist außerdem der Wat Yai Jaya Mongkhorn, von dem man einen tollen Blick hat. Der große, liegende und die Reihe sitzender Buddhas, sind besonders schöne Motive. 

Rund um den Wat Phra Sri Sanphet ist es ziemlich voll, was aber vor allem an den dort befindlichen Angeboten für Essen und Elefantenreiten liegt. Die Tempelruinen sind aber recht weitläufig und sehr schön.

Flop in Ayutthaya

Der Wat Phu Khao Thong ist bei meinem Besuch noch nicht fertig und noch „eingetütet“. Womöglich ist es mittlerweile aber ein beeindruckender Chedi. Er liegt etwas außerhalb und die Umgebung ist sehr idyllisch.

Gesicht im Baum im Wat Maha That in Ayutthaya
Chedis im Wat Phra Sri Sanphet in Ayutthaya
Buddhas in Wat Yai Jaya Mongkhorn in Ayutthaya

Bangkok

Bangkok ist riesig und hat sehr viele Facetten. Viele, die Bangkok nur kurz besucht haben, finden die Stadt hässlich und stressig. Nachdem ich vier Monate in Bangkok gelebt und gearbeitet habe, kann ich dem nur widersprechen. Bangkok hat nicht nur lauten Verkehr und buntes Nachtleben. Neben beeindruckenden Tempeln gibt es sogar einige idyllische Ecken. 

Mein wichtigster Reisetipp für Bangkok: Verlasse auch die üblichen Touri-Gegenden und lass dich von Bangkoks Vielseitigkeit überraschen: beeindruckende Verzierungen im Königspalast, idyllische Plätzchen im Lumphini Park, Streetart entlang der Kanäle, z.B. dem Phanfa Bridge Water Gate. 

Noch mehr außergewöhnliche Ecken und schöne Tempel findest du im Artikel zu Bangkok.

Königspalast in Bangkok
Lumphini Park in Bangkok
Street Art am Kanal in Bangkok

Geheimtipps rund um Bangkok

Wer Thailand abseits der touristischen Pfade kennenlernen möchte, sollte sich einen Roller mieten und Bangkoks Umgebung erkunden.

Riesiger Park

Etwa 20 Kilometer westlich von Bangkok befindet sich der Phutthamonthon Park. Hierbei handelt es sich um eine buddhistische Parkanlage, die sogar größer als der Central Park in New York ist. Im Zentrum befindet sich eine hohe Buddhastatue sowie ein Bodhi-Baum, der für die Erleuchtung Buddhas steht. Der Park ist erstaunlich wenig besucht und man findet herrlich ruhige Plätzchen zum Entspannen. Hier und da trifft man thailändische Familien, die dort picknicken.

Highlight ist die Insel im See. Dort steht ein Tempel mit goldenen Stupas, umgeben von einer Art Kreuzgang mit knallblauen Dachziegeln. Im Innern sind 1418 Marmortafeln wie Dominosteine aneinandergereiht, auf denen in goldenen Lettern der Pali-Kanon (die Lehren Buddhas, nicht in der vielleicht bekannteren Sanskrit-Sprache, sondern in Pali) eingraviert ist. 

Geheimtipp Drachentempel

Weitere 20 Kilometer weiter in den Westen befindet sich einer meiner schrägsten Thailand Reisetipps: der „Drachentempel“ Wat Samphran. Dieser Tempel ist wahrscheinlich das Skurrilste, was ich in ganz Südostasien gesehen habe. Ein pinker Turm, um den sich ein Drache nach oben schlängelt. Der Bauch des Drachen ist ein Gang, der hinauf zum Kopf führt und eine spektakuläre Aussicht bietet. 

Und auch rund um den Drachenturm gibt es noch allerhand zu sehen: In einem kleinen Dschungel trifft man goldene Drachen, einen weißen Elefanten, Delphine, einen großen Pfau  und eine riesige Schildkröte, die wie Morla aus „Die Unendliche Geschichte“ aussieht. 

Tempel im Phutthamonthon Park bei Bangkok
Drachentempel Samphran Tempel bei Bangkok
Blick vom Drachentempel Samphran Tempel bei Bangkok

Tempel am Meer

Etwa 70 Kilometer südlich von Bangkok liegt der Wat Hong Thong. Der Tempel steht im Meer und ist über einen Steg zu erreichen. Besonders skurril sind die Figuren, die den Tempel schmücken: ein weibliches Seeungeheuer, ein Miniaturschiff mit Seemännern und sogar Schafe. Vom Tempel hat man einen schönen Blick aufs Meer. 

Flop am Meer

Auch wenn das Meer südlich von Bangkok bereits „Golf von Thailand“ heißt, darf man kein türkisblaues Wasser und weißen Sand erwarten. Die Küste erinnert eher an norddeutsche Wattlandschaft. 

Die direkte Strecke zum Wat Hong Thong führt entlang einer Schnellstraße. Mit Roller ist es sehr unangenehm dort entlang zu fahren. Man sollte lieber abseits der großen Straßen eine Route suchen.

Den Bangpoo Resort auf dem Weg zum Tempel kann man sich sparen. Es ist nich mehr als eine hässliche Essenshalle im DDR-Stil.

Tempel im Wasser Wat Hong Thong bei Bangkok
Blick aufs Meer vom Wat Hong Thong bei Bangkok
Skurrile Figur am Wat Hong Thong bei Bangkok

Koh Tao

Koh Tao ist die kleinste und ruhigste der bekannten Inselgruppe mit Koh Samui und Koh Phangang im Golf von Thailand. Aus Bangkok erreicht man Koh Tao billig und bequem mit dem Nachtzug nach Chumphon und ab dort mit der Fähre nach Koh Tao.

Koh Tao ist vor allem für Taucher ein echtes Paradies. Doch auch über Wasser bietet die Insel eine schöne Landschaft. Am besten erkundet man die Insel mit dem Roller, wobei Koh Tao aufgrund der steilen Berge sehr anspruchsvoll zu befahren ist.

Top auf Koh Tao

Besonders empfehlenswert sind die Aussichtspunkte John Suwan Viewoint, Koh Tao Viewpoint und vom Blue Heaven Restaurant. Vom Dusit Buncha Resort hat man einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang und hinüber zur Inselgruppe Ko Nang Yuan.

Die Inselgruppe Ko Nang Yuan liegt nah vor der Küste von Koh Tao und besteht aus drei kleinen Inseln, die durch eine Sandbank miteinander verbunden sind. Sie ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel und dadurch sehr touristisch. Der Blick hinab vom Aussichtspunkt auf die Sandbank ist aber tatsächlich sehr beeindruckend – man teilt ihn jedoch mit vielen anderen Menschen. Der Ausflug nach Ko Nang Yuan ist daher sowohl Top als auch Flop.

Flop auf Koh Tao

Vom Sairee Beach hat man zwar einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang, doch der Strand ist extrem touristisch.

Generell ist Koh Tao auch schon recht touristisch und nicht ganz so paradiesisch wie zum Beispiel Koh Rong Sanloem in Kambodscha. Wer richtiges Paradies sucht, sollte besser eine der kleineren, unbekannten Inseln besuchen.

Blick vom John Suwan Viewpoint auf Koh Tao
Dusit Buncha Resort auf Koh Tao
Ko Nang Yuan bei Koh Tao

Krabi

Krabi ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in Thailand. Kein Wunder, es klingt ja auch vielversprechend: Strände, Palmen, Karstfelsen,  kleine Inseln und bunte Fische. In der Realität entpuppt sich Krabi aber als totaler Flop. 

Flops in Krabi

Der Hauptstrand Ao Nang Beach ist nicht gerade paradiesisch, direkt an der Straße, schmal und zugebaut. An der Straße reiht sich ein Restaurant ans nächste und alle bieten mehr oder weniger das gleiche Ensemble aus Italienisch und Asiatisch an. Auch der benachbarte Nopparat Thara Beach ist nur unwesentlich schöner.

Der bekannteste Strand ist der Railay Beach. Er liegt zwischen hohen Karstfelsen und ist nur per Longtailboot erreichbar. Während die Fahrt dorthin eine ganz lustige Erfahrung ist, ist der Strand ein weiterer Flop. Bestimmt war der Strand einst richtig schön – aber heute, wo der Strand von einer Linie aus Restaurants, Resorts und Cafés gesäumt wird, ist nicht mehr viel übrig vom Paradies. Der Strand ist auch nicht sehr weitläufig und so sitzt man sich schon ein bisschen auf der Pelle. 

Top in Krabi

Einziges Highlight in Krabi ist der Tiger Cave Temple. Die Tempelanlage besteht aus mehreren Gebäuden und Figuren im schrillen Asia-Kitsch und einer Horde Affen, die sich dort tummelt. Die eigentliche Sehenswürdigkeit liegt allerdings gut 600 Meter und 1237 steile Stufen höher. Der Aufstieg ist schweißtreibend und anstrengend, doch er lohnt sich: Auf dem Gipfel der Karstfelsen ist ein kleiner Tempel mit Buddha, von dem aus man eine grandiose Aussicht über die Karstlandschaft hat.

Affen am Tiger Cave Tempel in Krabi
Ausblick vom Tiger Cave Tempel in Krabi
Mit dem Longtailboot zum Railay Beach in Krabi

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