Umgebung Mandalays: Tagesausflug nach Sagaing, Inwa und Amarapura

Umgebung Mandalay
– Pagoden, Kutschfahrt und ein grandioser Sonnenuntergang –

Für unseren zweiten Tag in Myanmar wollten wir die Umgebung Mandalays erkunden. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns gegen eine Bootstour nach Mingun, wo es hauptsächlich einen riesigen Steinklotz zu sehen gibt, aus dem einmal eine Pagode werden sollte… der Größenwahn ist wohl nach hinten losgegangen.

Stattdessen entschieden wir uns dann doch dafür, die klassische Touri-Tour, die einem jeder Taxi-Fahrer Mandalays anhand einer (immer gleichen) laminierten Din-A-4 Seite mit Beispielfotos anpreist. Aber die Tour durch Sagaings Pagoden, Inwas alte Stätten und Amarapuras U-Bein-Brücke war ja nicht ohne Grund so beliebt und ein bisschen fühlten wir uns auch wohler damit, den zweiten Tag nicht komplett ohne Plan auf eigene Faust durch die Gegend zu brausen. Dafür wäre dann nämlich auch ein Roller notwendig – nachdem was wir bisher vom Fahrverhalten der Burmesen mitbekommen haben, erschien uns das aber als eine zu heikle Angelegenheit. So buchten wir also schon am Abend vorher – bangbüchsig wie wir nunmal waren – eine Tour mit Taxifahrer für 35.000 Kyat (ca. 24 Euro pro Taxi) an unserer Hotelrezeption.

Am nächsten Morgen wurden wir auch mit deutscher Pünktlichkeit um 8:30 am Hotel abgeholt und ohne groß über die genaue Route zu sprechen (der Fahrer machte das ja ständig…) ging es los.

 

Holzschnitzer-Werktstatt „Aung Nan“

Nach ein paar Minuten gab es dann direkt den ersten Stopp. Etwas verwundert stiegen wir aus und fanden uns vor einem Laden für Holzschnitzereien wieder, wobei man die Arbeit dort auch live beobachten konnte. Wir nahmen es erstmal so hin und es war auch interessant, die Blicke über die vielen verschiedenen Figuren schweifen zu lassen. Teilweise waren ganze Platten mit filigranen Figuren darunter. Sofern diese wirklich alle per Hand hergestellt werden, sind die Stücke dort schon wirklich sehr beeindruckend.

 

NextGEN Gallery

 

 

Webstube

‚Nach ein paar Minuten in dem Laden ging die Fahrt dann weiter – nun dann wohl zu den ersten Pagoden. Falsch gedacht. Wir hielten abermals in Mandalay, nun vor einer Webstube. Auch hier nahmen wir es so hin und schauten uns kurz um. Zugegebenermaßen war auch dieser Stopp echt interessant und beeindruckend zu sehen, wie hauchdünne Fäden in zig verschiedenen Farben zu einem komplizierten Muster gewebt werden oder wie genau eigentlich ein alter Webstuhl funktioniert. Das Geklapper, das aus vielen Gassen Mandalays erklingt, können wir jetzt jedenfalls sofort zuordnen.

 

NextGEN Gallery

 

 

„Mönchsfütterung“ im Kloster Mahagandayon

Nachdem wir dann doch vorsichtig fragten, wann wir denn zur eigentlich Tour aufbrechen würden, erfuhren wir, dass nun noch der Besuch eines Klosters auf dem Weg liegen würde, bei dem man (so verstanden wir unseren Taxifahrer) gemeinsam mit den Mönchen frühstücken würde. Wir stimmten zu – zwar etwas verwundert, aber immer noch darauf vertrauend, dass es schon gut sein würde, wenn es Teil des Standard-Programms ist. Und wir wollten auch einfach nicht zu unhöflich sein… Doch das änderte sich dann ziemlich schlagartig, als wir bei dem Kloster ankamen und die Details dieses Zwischenstopps erfuhren. Unser Taxifahrer entließ uns am Parkplatz und erklärte, das Frühstück würde in 15 Minuten beginnen und wies uns den Weg.

Einige Meter später erblickten wir bereits den „Speisesaal“: ein zu allen Seiten offenes Gebäude, das zur Straße hin durch einen kleinen Zaun abgegrenzt war. An diesem wurde in großen LED-Buchstaben der Beginn der nächsten „Fütterung“ angezeigt. Vor dem Zaun drängten sich bereits weit über hundert Schaulustige, die es nicht erwarten konnten, die Mönche dabei anzugaffen und zu fotografieren, wie diese ihre Mahlzeit einnahmen. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass wir uns der Menge nicht anschlossen.

Stattdessen wollten wir einfach etwas über das Klostergelände schlendern – so wie es auch viele andere taten. Nach einigen Metern stellten wir allerdings fest, dass wir uns nun kurz vor der (ebenfalls sehr offenen) Gemeinschaftsdusche der Mönche befanden. Völlig unverständlicherweise schien sämtlichen anderen Besucher die Tatsache, dass man sich hier in der engsten Privatsphäre anderer Menschen aufhielt, nicht klar zu sein. Oder das Bewusstsein wurde ganz schnell beiseite geschoben, nur um ein aufregendes Foto schießen zu können. Uns reichte es jedenfalls endgültig und wir marschierten zurück zu unserem Taxi, wobei wir auf dem Rückweg bereits kaum mehr durch die Menschenmenge kamen, die auf die „Mönchsfütterung“ wartete.

 

NextGEN Gallery

 

 

 

Sagaing

Um weitere solcher Zwischentstopps zu vermeiden, zählten wir unserem Fahrer nun doch genau auf, was wir gerne sehen wollten und versuchten ihm freundlich zu verstehen zu geben, dass wir solche touristischen Besuche gerne auslassen würden. Endlich ging es dann nach Sagaing. Die Stadt – oder besser der Hügel, liegt etwa 20 Kilometer südwestlich von Mandalay und auf der anderen Seite der Flusses Irawadi. Die Fahrt dorthin war bereits total interessant: am Straßenrand wechselten sich staubige Landschaften, Palmen, kleine Straßenmärkte, aber auch Müllberge und Wellblechhütten ab. Irgendwann erblickt man dann auf der anderen Uferseite die ersten goldenen Stupas der Region Sagaing. In üppiger Menge sind sie weit über den Hügel verstreut – als wären sie dort einfach so vom Himmel gefallen. Bereits die schlichte Masse ist beeindruckend – doch es gibt auch einige wirkliche Highlights darunter. Unser Taxifahrer setzte uns immer am Eingang der Pagode ab und wartete am Auto auf unsere Rückkehr. So konnten wir ganz entspannt in unserem eigenen Tempo durch die Heiligtümer schreiten und uns zwischendurch im klimatisierten Auto wieder etwas abkühlen. Welch luxuriöse Art des Reisens…

 

Kaunghmudaw Pagode

Unser erster Stopp in Sagaing war schon direkt ziemlich beeindruckend, denn uns erwartete der riesige goldene kuppelförmige Stupa der Kaunghmudaw Pagode. Der hell geflieste Boden mit einem schönen Muster ringsherum blendete mit dem Goldkoloss um die Wette und die Mittagssonne kam so von allen Seiten. Wie schön wäre es da, wenn so ein Stupa auch von Innen zugänglich wäre.

Im Nachhinein erfuhren wir, dass sich viele einen Spaß daraus machen, die Zaunpfeiler der Umgrenzung zu zählen. Offenbar kommt jedes Mal eine andere Zahl am Ende heraus. Das nächste Mal werden wir das testen!  

 

NextGEN Gallery

 

 

Sin Myar Shin Pagode

Der nächste Halt war offenbar kein klassisches Touristenhighlight, aber ich hatte irgendwo davon gelesen und es in meinem schlauen Reisenotizbuch vermerkt. Also setzte uns unser Taxifahrer (der sich offenbar nun exakt an unsere Vorstellungen halten wollte) an der kleinen ausgestorbenen Pagode ab. Die Sin Myara Shin Pagode wird auch Elefantenpagode genannt, denn mein Lieblingstier findet man hier direkt in vielfacher Ausführung rings herum um den Stupa. Doch nicht nur die Elefanten reihen sich hier aneinander, auch eine lange Kette der Schüler Buddhas zieht sich um das Gelände.

 

NextGEN Gallery

 

 

U Min Thonze Pagode

Von hier aus ging es immer weiter den Hügel hinauf und bald gelangten wir zu unserer Lieblingspagode dieses Tages. Die U Min Thonze Pagode ist in mehreren Ebenen am Hang gelegen und von dort aus hat man eine Wahnsinnsaussicht! Wenn jetzt noch etwas klarere Luft wäre…

Die unterste Ebene ist eine Art großer Balkon am Hang mit einem schön verzierten Kolonnadengang, der in den Berg gebaut wurde. Im Innern des Ganges reihen sich ganz viele lebensgroße Buddhas dicht aneinander und laden zu Spielereien mit der Kamera ein. Am Ende dieser Ebene gibt es noch einen weiteren kleinen Aussichtspunkt mit einem Mini-Stupa.

An der Seite des Gebäudes führen Treppen hinauf auf das treppenförmige Dach des Kolonnadenganges. Inmitten von kleinen goldenen Stupas kann man einen weiteren atemberaubenden Blick genießen. Oberhalb dieser Ebene gibt es noch einige kleinere Gebäude, in deren Schatten, auf bunten kühlen Fliesen sitzend, man sich gut abkühlen kann.

 

NextGEN Gallery

 

 

Sun U Ponnya Shin Pagode

Auf dem Hügel bleibend, ging es dann zur letzten Pagode unserer Rundfahrt durch Sagaing. Die Sun U Ponnya Shin Pagode ist sehr bunt mit vielen filigranen goldenen Verzierungen auf den Dächern. Die Aussicht ist natürlich auch von dort aus wirklich toll. Doch viel mehr als das Heiligtum selbst, ist uns eine verrückte Situation in Erinnerung geblieben: Da saßen wir gerade entspannt auf einer Bank und genossen die Aussicht, als sich ein Burmese in unserem Alter plötzlich zu uns stellte und ein Selfie mit uns machen wollte. Völlig verdattert grinsten wir mit ihm in die Handykamera. Das war dann allerdings der Startschuss für alle Umherstehenden. Plötzlich bildete sich eine Schlange von Menschen, die sich alle mit uns fotografieren lassen wollten. Das war uns dann doch zu viel und wir gingen zügig weiter (die ersten Meter durchaus noch mit Verfolgern…).

 

NextGEN Gallery

 

 

Sitagu International Buddhist Academy

Unser Fahrer legte dann doch noch einen kurzen Überraschungsstopp ein, wobei uns diese Pagode der Sitagu International Buddhist Academy wirklich gut gefiel. Die roten Steine rings herum um die goldene Kuppel waren mal etwas anderes und wir entdeckten sogar eine Art goldenes Steuerrad, das uns direkt an unser geliebtes Hamburg erinnerte.

 

NextGEN Gallery

 

 

 

Inwa

Nach unserer Rundfahrt durch Sagaing fuhren wir wieder auf das andere Flussufer zurück und hielten irgenwann an einem kleinen Steg. Von hier aus sollte uns ein kleiner Kahn auf die andere Seite nach Inwa, der alten Königsstadt bringen. Unser Taxifahrer würde uns dann später hier wieder erwarten. Das Boot kam auch bald und nach einer kurzen Überfahrt für weniger als 1 Euro pro Person legten wir in Inwa an. Dort warteten schon zahlreiche alte Kutschen um die ankommenden Touristen für 7 Euro pro Kutsche zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten zu karren. Wohl wissend, dass wir uns damit endgültig in auf dem Touri-Pfad bewegten, hüpften wir dennoch auf die Erstbeste auf. Wir sollten es nicht bereuen! Die Fahrt durch die wunderschöne Umgebung, vorbei an Bananenplantagen und Reisfeldern, über holprige Feldwege und zum meditativen Klang der Hufe und der knarrenden Holzräder war unglaublich beruhigend und zum dortigen Zeitpunkt unser Highlight der Reise.

NextGEN Gallery

Abgerundet wurde die Rundfahrt durch die einzelnen schönen Zwischenstopps und unseren Fahrer, ein schon sehr alter Burmese mit nur noch wenig Zähnen, krummen Zehen und abgenutztem Sonnenhut, der zwar kaum ein Wort Englisch sprach, aber auf sympathische Art irgendwie doch mit uns kommunizierte.

 

 

Daw Gyan Pagode

Den ersten Zwischenstopp legten wir an dem alten Pagodenkomplex Daw Gyan ein. Das Areal ist zwar mit wenigen Schritten abgelaufen, aber es gab uns bereits einen ersten kleinen Vorgeschmack auf Angkor Wat, den wir uns in ca. 4 Wochen ansehen werden.

 

NextGEN Gallery

 

 

Bagaya Kloster

Danach gab es mal wieder ein schönes Holzkloster zu besichtigen, das zwar von Innen nicht so eindrucksvoll ist, wie das Shwenandaw Kloster in Mandalay, aber dafür steht dieses hier inmitten von Palmen und Reisfeldern und ist dadurch wahnsinnig stimmungsvoll. Apropos Stimme: aus dem Innern des Klosters ertönten laute Kinderstimmen. Wir warfen einen Blick hinein (die Fußmatte mit der „Welcome“-Aufschrift lud uns dazu ein) und entdeckten eine Art Schulklasse. Zumindest saßen die Kids in Tischreihen und ein Mönch beaufsichtigte das Ganze. Ob es dort tatsächlich auch Unterricht gab, oder ob die Kinder dort vielleicht nur reingesetzt wurden um Touristen anzulocken und zu unterhalten, können wir nur spekulieren, aber die Kids schienen in jedem Fall eine Menge Spaß zu haben.

 

NextGEN Gallery

 

 

Yadana Hsemee Pagode

Beim nächsten Pagodenkomplex, dem Yadana Hsemee, gab es wieder schöne alte rote Ruinen zu sehen. Außerdem verliebten wir uns in die Art von Bildern, die sie dort an Touristen verkauften. Einem der Verkäufer konnten wir dabei zusehen, wie er mit Lack und Rasierklinge einen Scherenschnitt der Landschaft Inwas aufs Papier brachte. Wir konnten nicht widerstehen und suchten uns gleich mehrere Motive aus. Zusammengerollt in einem Bambusrohr, werden wir sie die nächsten Wochen mit uns herumtragen und dann unser Apartment in Bangkok damit schmücken.

Am seitlichen Ende des Komplexes gibt es eine sehr fotogene verfallene Halle, von der nur noch ein Teil der Außenwände und ein paar Säulen stehen. In den Überresten – top erhalten – steht allerdings noch eine recht große Buddha Statue. Im Rücken des Buddhas fehlt die Wand, so dass sich dahinter nur die weite Landschaft Inwas erstreckt. Wunderschön!

Als wir uns gerade an einem Selfie von uns vor diesem Hintergrund versuchten, wurden wir plötzlich von einem vorbeikommenden Burmesen angesprochen. Wir sollten um die Wand herum gehen und uns dann dort auf die Mauer stellen, er würde dann von hier aus ein Foto von uns machen… Er schien ein Guide zu sein und hatte selber ein paar Touristen im Schlepptau, so dass er sich wohl kaum mit der Kamera aus dem Staub machen würde. Also los. Tatsächlich war der Herr wirklich witzig und machte seine Späße während er (zum Vergnügen aller Umherstehenden) mit heller Begeisterung und Leidenschaft Fotos von uns machte. Als er mir die Kamera zurückgab fragte er noch, ob wir abends auch zu Brücke in Amarapura fahren würden und erklärte uns, der beste Spot für den Sonnenuntergang sei am dritten Häuschen die Treppe hinunter. Da würde er später dann auch sein. Na mal sehen… wir hatten ja eigentlich eine Bootsfahrt zum Sonnenuntergang angedacht.

 

NextGEN Gallery

 

 

Nanmyint Turm

Schon von weitem konnten wir den gelben und völlig schiefen Turm erblicken und ich freute mich bereits auf die Aussicht von dort oben. Doch als wir davor hielten mussten wir leider feststellen, dass der Turm gesperrt ist. Naja, ist vielleicht auch besser so… von einem Statiker würde der wohl kaum mehr abgenommen werden.

 

NextGEN Gallery

 

 

Maha Aung Mye Bonzon Kloster

Der letzte Stopp unserer Rundfahrt führte uns dann noch zu einem ziemlichen Prachtbau. Eine riesige Klosterruine, in Gelb- und Schwarz-Schattierungen, das mich ein bisschen an das Batalha-Kloster in Portugal erinnerte.

Nebenan steht noch ein schöner weißer Stupa mit goldener Spitze, von dem aus man nicht nur einen schönen Blick auf das benachbarte Kloster, sondern auch auf die Pagoden von Sagaing hat.

 

NextGEN Gallery

 

 

 

Amarapuras U-Bein Brücke

Pünktlich und mit genug Vorlaufzeit kamen wir an der Brücke in Amarapura an. Die über einen Kilometer lange Teakholzbrücke ist wirklich sehenswert. Wir schlenderten die Holzbohlen entlang und genossen die Aussicht auf die wunderschöne Umgebung. Dabei muss man gut aufpassen, dass man bei der Menschenmenge vor lauter Umherschauen und Fotografieren nicht einen Schritt zu weit nach außen macht. Denn mangels Geländer kommt dann als nächstes nur noch Wasser oder Wiese. In regelmäßigen Abständen stehen kleine Häuschen auf der Brücke, die hauptsächlich zum Verkauf von Essen, Tabak oder Ramsch genutzt werden.  Als wir nach der Flussüberquerung wieder Land unter der Brücke hatten, entdeckten wir eine Art Bar am Fuß der Brücke, direkt am Ufer. Und siehe da, ganz ohne es zu planen, hatten wir wohl den beschriebenen Spot des Guides aus Inwa gefunden. Wir sicherten uns einen Tisch in der ersten Reihe und gönnten uns erstmal ein leckeres Myanmar-Bier.

NextGEN Gallery

 

Während die Sonne langsam sank, füllten sich die begehrten Plätze und auch unser Guide mit seinen Touris (ein älteres Ehepaar aus Nordirland) trudelte irgendwann ein. Während wir gerade aus einer frisch aufgeschlagenen Kokosnuss schlürften, begrüßte er uns herzlich wie zwei alte Bekannte und wir kamen ins Gespräch über unsere Planung für den folgenden Tag. Wir hatten nämlich vor, irgendwie nach Monywa zu gelangen um uns dort noch ein paar Pagoden anzusehen, um dann am Nachmittag irgendwie von dort nach Bagan zu kommen. Die Details hatten wir über Internet oder Lonely Planet allerdings noch nicht klären können. Unser Guide bot uns an, einer seiner Kollegen könne uns am nächsten Tag nach Monywa fahren und uns zu den Highlights bringen. Er würde uns dann helfen einen Bus nach Bagan zu finden und zu buchen. Der ganze Spaß sollte uns 45 Euro kosten.

Während wir die Idee langsam sacken ließen, wurden wir Zeugen (und Fotografen) eines bombastischen Sonnenuntergangs. Langsam verschwand der blutrote Ball hinter der Brücke und tauchte den Himmel in knallige Farben. Die stelzenförmigen Teakholzstämme zeichneten sich wie ein Scherenschnitt davor ab. Wahnsinn!

 

NextGEN Gallery

Als wir wieder bei unserem Fahrer ankamen, trafen wir abermals auf den Guide und das irische Paar (nordirisch, wie die beiden betonten). Wir hatten uns entschieden und buchten die Fahrt. Bei so vielen Unsicherheitsfaktoren war es uns doch ganz Recht, den Weg (inklusive der großen Rucksäcke) mit jemanden aus der Umgebung zu unternehmen.

Zurück in Mandalay gingen wir wieder zum Restaurant „Shan Ma Ma“ , wo wir bereits bei unserer Ankunft gegessen hatten. Wieder war es super lecker – und witzigerweise trafen wir dort schon wieder auf das nordirische Paar. Bei einem kurzen Schnack erfuhren wir, dass sie auch noch nach Vietnam reisen würden. Vielleicht treffen wir sie ja dort wieder…

 

Am nächsten Tag wollen wir Mandalay also bereits hinter uns lassen und weiter Richtung Bagan reisen. Ob das alles so klappt wie wir es uns vorstellen und was es in der entfernten Stadt Monywa zu sehen gibt, erfahrt ihr im nächsten Bericht.