Highlights Lissabon
– Die Stadt der Straßenbahnen –

Straßenbahnen
Egal wie lang oder kurz man in Lissabon ist: eine Fahrt mit einer Straßenbahn ist ein Muss! Die Linie 28 ist die touristische Bahn, die auch an den meisten Sehenswürdigkeiten hält. Sie ist meist sehr voll und du solltest versuchen entweder einen Sitzplatz zu ergattern oder dich ganz nach vorne zum Fahrer zu quetschen. Das hat den Vorteil, dass du beobachten kannst, wie dieses altertümliche Gefährt eigentlich gesteuert wird.
Daneben gibt es auch noch die Standseilbahn Ascensor da Gloria, die wie die Straßenbahnen in San Francisco den Berg hinauf zuckelt. Die Fahrt ist nicht unbedingt ein Muss, denn die Strecke ist sehr kurz und nicht so spektakulär.

Die Fahrt der Standseilbahn endet am Miradouro de São Pedro de Alcântara, einem wunderschönen Balkon-ähnlichen Park, mit einem Wahnsinnsblick über die Stadt.

 

 

Plätze
Am Fuß der Seilbahn befindet sich der Praça dos Restauradores, ein zwar recht befahrener aber dennoch sehenswerter Platz mit einem Obelisken in der Mitte. Viel beeindruckender als dieser ist allerdings das “Eden Teatro”, mit seiner prächtigen Fassade und dem Palmengarten im halbrunden Innenhof. Ganz anders im Stil aber mindestens genauso erstaunlich ist die Fassade des Bahnhofs Estação de Caminhos de Ferro do Rossio (kurz: Rossio), das fast schon wie ein Portal direkt nach Marokko aussieht.

 

Von hier aus lohnt sich ein Fußmarsch entlang der Avenida da Liberdade nach Norden zum Praça do Marquês de Pombal. Hier thront in einem Kreisverkehr eine Statue in 36 Metern Höhe auf einem Schiff. Während man staunend nach oben blickt übersieht man beinahe, dass man bereits selbst auf einem Schiff steht – denn auf dem Boden vor der Statue befindet sich ein riesiges Schiff aus Kopfsteinpflaster.

Muster aus Pflastersteinen findet man übrigens an ganz vielen Ecken in Lissabon – es lohnt sich also, auch öfter mal den Blick von den Gebäuden loszureißen und nach unten zu sehen.
An dem großen Praça Dom Pedro IV kann einem von dem Muster dann auch schnell mal schummrig werden. Dann ist eine Pause an einem der großen Springbrunnen eine gute Idee und eignet sich hervorragend um das Treiben zu beobachten.

 

 

Der Aufzug
Eins der bekanntesten Wahrzeichen ist wohl der Aufzug Elevador de Santa Justa, der die Unter- mit der Oberstadt verbindet. Die Konstruktion aus Stahl sieht nicht nur sehr fotogen aus, man hat von dort oben auch einen tollen Blick auf die Stadt. Tipp: Wer keine Lust hat sich unten anzustellen um hochzufahren, kann auch vom Convento do Carmo direkt auf die obere Ebene laufen. Von dort aus geht dann noch eine kleine Wendeltreppe auf die Aussichtsplattform nach ganz oben.

 

 

Am Tejo-Ufer
Eine schöne Uferpromenade wie in Porto fehlt hier leider. Zumindest kann man einen kurzen Blick vom Cais das Colunas auf die markante Brücke Ponte 25 de Abril werfen. Außerdem ist der Praça do Comércio mit seinen Kolonnaden und gelben Fassaden wirklich hübsch und der große Torbogen Arco da Rua Augusta ein Foto wert.

 

 

Staat und Kirche
Von hier aus gelangt man schnell zur Kathedrale Sé de Lisboa oder zu noch weiteren Kirchen wie der  Igreja de Santa Engrácia oder der Igreja de São Vicente de Fora.  Meiner Meinung nach kann man an diesen aber schnell vorbeiziehen und stattdessen einen weiteren schönen Blick vom Miradouro de Santa Luzia genießen.

Wer sich mehr für Staat und Politik als für die Kirche interessiert, der findet auf der anderen Seite der Stadt den Sitz des Parlaments im Palácio de São Bento. Mit etwas Glück kannst du die Wachablösung beobachten – wenn nicht, dann kannst du sie dir auch in meinem Lissabon-Film anschauen.

 

 

Belém
Ein Ausflug zum Stadtteil Belém im Westen Lissabons gehört zum absoluten Pflichtprogramm. Die Sehenswürdigkeiten hier sind super schön und hier gibt es die beste Näscherei Portugals.
Auf das mächtige Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos kann man für 4 Euro hinauf und den Blick genießen. Der lohnt sich auch auf jeden Fall, denn nur so kann man die aufwendige Waltkarten-Pflasterung vor dem Denkmal wirklich erfassen.

Auch der Torre de Belém sollte für 6 Euro besichtigt werden. Er ist zwar nur 25 Meter hoch, bietet dafür aber mit seinem weißen Mauerwerk im manuelischen Stil zahlreiche wunderschöne Motive zum Fotografieren.

Durch den hübschen Jardim de Belém geht es dann zu der KonditoreiPastéis de Belém. Der Laden ist nicht nur bei Touristen sehr beliebt – auch die Lissabonner kommen gerne extra hierher um sich eins der Törtchen und einen Kaffee zu gönnen. Eine lange Schlange am Tresen ist keine Seltenheit und einen Tisch bekommt man womöglich nur mit etwas Geduld. Oder man fragt ganz freundlich ein nettes Paar aus Lissabon, ob man sich wohl dazu setzen könne und bekommt auf die Weise auch noch ein paar gute Tipps für Lissabon.

Ein Besuch im Mosteiro dos Jerónimos soll sich auch absolut lohnen – wenn man ein bisschen mehr Zeit hat. Ich hatte nur einen halben Tag in Belém und habe es leider nicht geschafft – bin aber gespannt auf deine Erfahrungen, falls du schon mal dort warst.

 

 

 

1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Jahrhundert am Ufer des Chau Phraya und erinnert ein ganz bisschen an den „Torre de Belém“ bei Lissabon. Hinauf darf man wohl nicht, aber der umliegende kleine Park ist hübsch und bietet eine gute Sicht […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.