Surf-Trip Jütland
– Die besten Spots zum Campen, Surfen und Chillen –

Wenn du einfach mal ein paar Tage abschalten möchtest und dich nach Natur und Seeluft sehnst, dann ist ein Kurztrip entlang Jütlands Nordseeküste eine schöne Möglichkeit. Viel zu sehen gibt es hier nicht – aber gerade das macht den Charme der Gegend aus. Einfach mal ganz ohne Entdeckerdrang entspannen, am Strand liegen und mit etwas Glück sogar Surfen. Was braucht man mehr?

Ganz viel Sand
Die Tour startete auf Rømø, einer großen Halbinsel kurz nach der Grenze zu Deutschland, die gefühlt zur Hälfte aus Sand besteht. Der Strand ist befahrbar und macht ihn dadurch perfekt für alle Van-Besitzer. Direkt vom Bus aus in den Sand kippen, sein kühles Bier direkt parat haben und bei tollem Blick ein leckeres Steak vom Grill (einziger Nachteil: Der feine Sand wird vom Wind ordentlich umhergefegt, so dass nicht nur das Auto von einer dünnen Schicht bedeckt wird, sondern mitunter auch der Salat etwas knirscht.) Hierfür entschädigt aber der wunderschöne Sonnenuntergang, den du vom Bett aus beobachten kannst.

Leider musst du dann aber nochmal raus aus den Federn und dir einen Schlafplatz suchen, den auf dem Strand ist das Campen verboten und wird wohl mit recht happigen Gebühren bestraft. Ein schönes Plätzchen zum wild Campen findest du kurz vor Hjemsted (55°09’03.7″N 8°44’35.6″E), der nächsten Stadt, wenn du Rømø verlässt. Allerdings gibt es dort nur Platz für 2 Wohnmobile… also musst du etwas Glück haben, dort so spät nach dem Sonnenuntergang noch ein Plätzchen zu finden.

 

 

Hvide Sande
Der nächste Stopp auf der Route ist die Hafenstadt Hvide Sande. Hafen und Stadt bieten ein paar schöne Fotomotive und die Umgebung rund um den Ringkøbing Fjord ist sehr schön.

Campen kannst du sehr gut am Parkplatz am Ende des Tungevej (55°59’51.4″N 8°07’18.6″E). Der Parkplatz selbst ist nicht sonderlich schön, aber dafür direkt an der Düne, so dass du ganz schnell am Strand und in den Wellen bist. Wenn der Wind richtig steht, kannst du hier sogar recht gut surfen. Ob die Bedingungen gerade gut sind, kannst du übrigens super mit der App „windity“ herausfinden. In der Sommersaison verleiht das „Westwind Surf Café“ an dem Parkplatz auch Boards für Kurzentschlossene.

Wenn du danach das Bedürfnis nach einer Dusche verspürst, kannst du für wenige Kronen nur ein paar hundert Meter im Hafengebiet (55°59’58.4″N 8°07’25.5″E) duschen – WCs findest du dort oder am Strand-Aufgang (55°59’56.2″N 8°07’16.6″E). Den Preis für den Parkplatz (14 Euro pro Nacht) kassiert abends ein Mitarbeiter, der von Van zu Van läuft. Vielleicht verpasst du ihn aber, weil du gerade beim Leuchtturm Lyngvig Fyr bist, der einen Besuch lohnt.

 

 

Klitmøller – das Surf-Mekka Dänemarks
Wenn es in Hvide Sande mit den Wellen noch nicht so recht klappt, solltest du dein Glück im Dorf Klitmøller versuchen. Die Strecke dorthin lohnt sich, denn es geht durch wunderschöne Natur. Vom Strandparkplatz (57°02’35.7″N 8°28’58.1″E) kannst du direkt mit dem Board in die Wellen springen – aber Vorsicht: der Einstieg ist dort sehr steinig und bei starken Wellen schnell unangenehm für dich oder dein Board.

Wenn du dich von den Anstrengungen des Paddelns entspannen möchtest, geht das sehr gut am nahegelegenen See Vandet Sø. Deinen Bus stellst du am besten hier ab (57°01’24.4″N 8°33’33.0″E), von wo aus du nicht nur einen tollen Blick auf den See hast, sondern auch nach wenigen Stufen direkt zu einem Steg gelangst. Ein aufblasbares SUP lohnt sich hier (alternativ eine Luftmatratze) und du kannst gemächlich über den ruhigen See gleiten und die Natur genießen.

 

Ich hatte erst überlegt an diesem Parkplatz zu campen. Allerdings führt die Landstraße direkt dort vorbei und als abends Stück für Stück die anderen Autos aufbrachen, folgte ich dem Rat eines Dänen, dort besser nicht stehen zu bleiben. Stattdessen fuhr ich einen Ort weiter nach Vorupør, wo ich den schönsten Spot fand. Der Ort lohnt sich auf jeden Fall, denn der Strand ist mit seinen alten Fischerbooten im Sand super fotogen. An der langen Mole sitzen viele Angler vor der untergehenden Sonne und versuchen ihr Glück. Am besten holst du dir eine leckere Portion Pommes an der zentralen Strandbude und setzt dich damit in die Dünen um den Sonnenuntergang zu genießen.

Danach begann bei mir die etwas stressige Spotsuche. Ähnlich wie in Frankreich, ist das nächtliche Parken dort nämlich überall verboten. Aber dafür gibt es den tollen Campingplatz „Strandgaardens Camping“, auf dem ich dann zu guter Letzt auch landete. Die Anmeldung und Bezahlung erfolgt beim Supermarkt “Meny“ (Vesterhavsgade 44). Der Platz ist recht einfach und kostet für ein Auto und eine Person ca. 15 Euro pro Nacht. Der vordere Teil ist auch eher vollgestellt von Dauercampern – aber wenn du bis zum Ende durchfährst, wirst du begeistert sein! In der letzten Reihe – am besten auf dem etwas höhergelegenen Zeltplatz – stehst du sehr geschützt mit Blick auf das Meer, das nur noch durch ein paar hundert Meter Sand und Sträucher von dir getrennt ist und in wenigen Minuten zu Fuß über einen überwucherten Trampelpfad zu erreichen ist. Das Meerrauschen hörst du jedenfalls auch noch bei geschlossener Tür und der Sonnenuntergang von dort ist besser als jeder Kinofilm.

 

 

 

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  1. […] Reise in Jütland fortsetzen. Tipps für einen Trip entlang der dänischen Nordseeküste gibt es hier. […]

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